News
Energiewende: Mehr Tempo beim Ausbau der Photovoltaik im Südwesten

News Energiewende: Mehr Tempo beim Ausbau der Photovoltaik im Südwesten

Quelle: Patrick Pleul
dpa

Der Ausbau der Solarenergie im Land kommt voran. Die Leistung ist zuletzt gestiegen. Warum reicht das nicht aus?

Der Ausbau der Solarenergie im Südwesten hat 2024 weiter an Fahrt aufgenommen. Im vergangenen Jahr installierten Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen insgesamt 2.120 Megawatt an neuer Leistung, wie das Solarcluster Baden-Württemberg in Stuttgart mitteilte. Das sei eine Zunahme um 4,95 Prozent zum Vorjahreszeitraum. «Wir haben jetzt die Hälfte des nötigen jährlichen Ausbaus erreicht, um die Wirtschaft ausreichend mit günstigem Strom zu versorgen.» Dem Branchenverband zufolge sind pro Jahr rund 4.000 Megawatt Zubau erforderlich. Damit das Ziel erreicht werde, müssten Bund, Land und Regionalverbände für gute Rahmenbedingungen sorgen.

Das Netzwerk verwies auf vorläufige Daten der Bundesnetzagentur, die vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) korrigiert worden sind. Bei der Bundesnetzagentur tragen die Anlageneigentümer unter anderem die Anzahl der Module und die Leistung insgesamt selbst in das Marktstammdatenregister ein. Dabei kann es zu Fehlern kommen.

Über 150.000 neue Anlagen im Land

Im Südwesten kamen 2024 insgesamt knapp 157.000 neue Solarstromanlagen auf Gebäudedächern und Freiflächen installiert. Von den 2.120 Megawatt neu installierter Leistung entfielen nach Angaben des Verbandes 1.580 Megawatt auf Gebäudeanlagen und knapp 540 Megawatt auf Solarparks. Insgesamt sind im Südwesten nun Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 12,4 Gigawatt installiert. Rein rechnerisch könnten sie rund 3,7 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Das Solar Cluster Baden-Württemberg vertritt und vernetzt eigenen Angaben zufolge rund 70 Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land.

Das Land peilt an, seinen Treibhausgasausstoß bis 2030 um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren und bis 2040 klimaneutral zu werden – fünf Jahre früher, als es der Bund für Deutschland beschlossen hat. Es dürfen dann nur noch so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie wieder gebunden werden können.

 

Weitere Nachrichten

Baden-Württemberg wählt: Diese Fakten zur Landtagswahl muss man kennen

Neuer Ministerpräsident, neues Wahlrecht, neue Parteien im Landtag? Bei der Landtagswahl am 8. März geht es im Südwesten um viel. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten.

Baden-Württemberg wählt: Hagel, Özdemir und Co - das sind die Spitzenkandidaten

Sie begegnen den Wählerinnen und Wählern seit Wochen auf Wahlplakaten: die führenden Köpfe der Parteien im Südwesten. Wer steht zur Wahl, und wer sind die Spitzenkandidaten?

Analyse: 20 Prozent plus x? Darum ist die AfD im Südwesten so stark

Die Partei könnte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ein Rekordergebnis in Westdeutschland erzielen. Warum vor allem gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Verbrenner-Aus 2030? BGH in Karlsruhe prüft Klimaklagen gegen Autobauer

Wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht, müssen BMW und Mercedes-Benz 2030 den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner einstellen. Worauf sich die Kläger beim Bundesgerichtshof berufen.

Laut Statistik: So gefährlich sind die Bahnhöfe im Land

Bahnhöfe, das zeigt die Statistik, sind seit jeher keine ungefährlichen Orte. Zwar geht die Gesamtzahl erfasster Delikte zurück. Aber ein Blick in die Details dämpft die Freude

Menschen in Karlsruhe feiern Tod des iranischen Führers Chamenei

Nach den Angriffen von Israel und den USA auf den Iran gehen die Menschen bundesweit auf die Straße. Wie die Menschen im Südwesten auf die Entwicklungen im Nahen Osten reagieren.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.