Corona in Baden-Württemberg
Erste Corona-Impfungen mit Novavax in Baden-Württemberg

Corona in Baden-Württemberg Erste Corona-Impfungen mit Novavax in Baden-Württemberg

Quelle: Sebastian Willnow

Die Corona-Impfkampagne hatte zuletzt an Schwung verloren. Daher ruhen Hoffnungen auf einem neuen Impfstoff, der jetzt auch in Baden-Württemberg angeboten wird.

Nach mehreren anderen Bundesländern sind nun auch in Baden-Württemberg die ersten Dosen des neuen Corona-Impfstoffs von Novavax verabreicht worden. Im Klinikum Stuttgart traf die länger ersehnte Ware am Dienstagmittag ein und wenige Stunden später erfolgten bereits die ersten Impfungen damit. Insgesamt wurden zum Start 60 Termine im Klinikum vergeben. Am Mittwoch würden weitere 300 Menschen mit dem Präparat geimpft, sagte eine Sprecherin.

Den ersten Schutz mit dem neuen Mittel Nuvaxovid habe eine Pflegefachkraft erhalten, die Medikamente einnehme und deshalb trotz mehrerer Impfungen bisher keine Antikörper entwickelt habe. «Jetzt setzt sie ihre ganze Hoffnung auf den Proteinimpfstoff», sagte die Sprecherin.

In Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland waren die ersten Impfungen mit dem Präparat der US-Firma Novavax bereits am vergangenen Samstag angeboten worden. Weitere Bundesländer folgten am Montag.

Das Vakzin soll zunächst bundesweit vorrangig ungeimpften Beschäftigten im Gesundheitswesen angeboten werden. In der Branche greift bald eine einrichtungsbezogene Impfpflicht. Ungeimpfte Mitarbeiter etwa von Kliniken und Pflegeheimen müssen sich vor ihrem Inkrafttreten am 16. März immunisieren lassen, um weiter arbeiten zu dürfen.

Die rot-grün-gelbe Bundesregierung hofft, dass der Novavax-Impfstoff der Impfkampagne Schwung verleiht. «Ich hoffe sehr, dass der Impfstoff viele skeptische Menschen noch überzeugen kann, sich impfen zu lassen», sagte auch der Amtschef des Gesundheitsministeriums, Uwe Lahl. Trotz der Lockerungen müsse die Impflücke verkleinert werden, um nicht erneut einen einschneidenden Corona-Winter zu erleben.

Das Mittel wurde als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen – für Menschen ab 18 Jahren. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Der Proteinimpfstoff basiert auf einer anderen Technologie als die bisher zumeist eingesetzten mRNA-Corona-Präparate von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben.

Baden-Württemberg hat nach Angaben Lahls rund 192 000 Dosen erhalten und liefert sie bis Donnerstag an die Stadt- und Landkreise aus. Diese legen dann eigenständig fest, ab wann damit geimpft wird.

 

Weitere Nachrichten

Rot, reif und lecker: Die Erdbeersaison in Baden-Württemberg beginnt

Nach dem Spargel warten Verbraucher, die auf regionale Kost setzen, auf den Beginn der Erdbeersaison. Nun ist es langsam so weit.

Ameisen legen Karlsruher Ampel lahm – zwei Unfälle

Eine Ameisenbande legt in Karlsruhe eine Ampel lahm – gleich zwei Unfälle folgen. Wie die Insekten im Steuerungskasten für Chaos sorgen und was die Stadt jetzt unternimmt.

Nach Wahl in Baden-Württemberg: Auf dem Weg zu Grün-Schwarz 3.0

Wochenlang brauchten Grüne und CDU im Südwesten für eine erste Annäherung nach der Landtagswahl. Jetzt sind die beiden Parteien einen Schritt zur Fortsetzung der bisherigen Koalition vorangekommen.

Bilanz: Wo es 2025 im Südwesten besonders häufig geblitzt hat

Der eine findet sie faszinierend, der andere beängstigend: Wie oft Blitze im Südwesten einschlagen, unterscheidet sich je nach Region teils deutlich.

Nur Einheitsbrei? Gericht prüft Vielfalt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Sieben Kläger sagen: Der ÖRR informiert nicht unabhängig genug – und wollen deshalb nicht zahlen. Was dran ist an den Vorwürfen, muss nun der Verwaltungsgerichtshof prüfen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.