News aus Baden-Württemberg
Für mehr Amphibien im Wasser: Projekt zur Gewässersanierung

News aus Baden-Württemberg Für mehr Amphibien im Wasser: Projekt zur Gewässersanierung

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Trüb und schlammig ruhen viele Tümpel und andere Gewässer im Südwesten. Das ist nicht gut für die ohnehin bedrohten Amphibien im Land. Ein Projekt von Umweltschützern steuert hier gegen. Erste Erfolge gibt es schon.

Endlich wieder Wasser im Tümpel – seit Monaten werden überall im Südwesten Gewässer saniert, von Schlamm und Gehölz befreit und damit für Amphibien wieder attraktiv gemacht. So auch in der Nähe von Ötisheim (Enzkreis), wo am Donnerstag ein einst verschlammter und zugewachsener Teich gezeigt wurde, der nun wieder als Laichgewässer für die gefährdeten Unken, Molche, Kröten oder Frösche in Frage kommt.

Im Rahmen des Projektes «220 Amphibiengewässer» sollen so 220 Gewässer – möglichst fünf in jedem der 35 Landkreise und 9 Stadtkreise – fit gemacht werden für die Amphibien, die im Land zunehmend bedroht sind. Fertig saniert seien davon derzeit 32, sagte eine Sprecherin des Umweltschutzverbandes BUND Baden-Württemberg, der das vom Umweltministerium geförderte Projekt betreut.

Nach BUND-Angaben gibt es bei bereits 14 von 19 im Südwesten heimischen Arten Schwund im Bestand. Grasfrosch, Erdkröte und Co. mache der Verlust von Lebensräumen zu schaffen, sagen die Umweltschützer. So trocknen Gewässer wegen der Klimakrise zu früh aus, Kleingewässer verlanden, Insekten als Nahrung fehlen zusehends und Straßen und Siedlungen versperren den Weg zu Laichgewässern oder Sommer- und Winterquartieren.

Das Projekt will hier gegensteuern und zumindest die Gewässer wieder amphibienfreundlicher gestalten, so der BUND. Dabei arbeite man mit Behörden, Landschaftserhaltungsverbänden, Kommunen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zusammen. Auch der Amphibien-Reptilien-Biotopschutz Baden-Württemberg (ABS) und der NABU Baden-Württemberg sind mit im Boot. Das Umweltministerium fördert das auf zwei Jahre angelegte Projekt, das von Juli 2022 bis Juni 2024 läuft, nach Worten einer Sprecherin mit rund 212.000 Euro.

Die Sanierung des Tümpels in Ötisheim kostete rund 11.700 Euro. Schon wenige Wochen nach der Sanierung zeigten sich im März wieder Nachweise des Grasfrosches.

 

Weitere Nachrichten

Durch Mücken übertragen: Unbekanntes Virus bei Rindern in Süddeutschland nachgewiesen

Fieber, Durchfall, sinkende Milchleistung: Bei Rindern in Baden-Württemberg wurde ein neues Virus gefunden. Laut zuständigem Bundesinstitut gehört es zur exotischen Simbu-Serogruppe. Was weiß man?

Trockenheit, Hitze und Krankheiten: Historisch schlechte Zuckerrüben-Ernte befürchtet

Es steht nicht gut um die Zuckerrüben auf den Anbauflächen in Süddeutschland. Das dürfte auch Folgen für die Verbraucher haben.

Kriminalstatistik: Mehr Missbrauchsfälle von Kindern im Südwesten

Die Zahl schwerer Missbrauchsfälle in Baden-Württemberg wächst. Digitale Methoden und KI spielen bei den Verbrechen laut Polizei eine immer wichtigere Rolle.

Eine besondere Reise Mit "Emma" und "Kaya" auf Tour

Ein Schweizer ist mit seinem Liegerad samt Wohnanhänger ein Hingucker. Seit Mai ist er unterwegs, passiert mehrere Bundesländer, und erfährt viel Hilfsbereitschaft.

Verstoßes gegen Waffengesetz: Mann schießt mit Schreckschusspistole von Balkon in Karlsruhe

In Karlsruhe melden Anwohner am Samstagabend Schüsse. Die Polizei durchsucht die Wohnung eines 28-Jährigen – und stellt eine Waffe mit Munition sicher. Was dem Mann jetzt droht.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.