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Handelskonflikt: Ministerin warnt vor steigenden Verbraucherpreisen

News Handelskonflikt: Ministerin warnt vor steigenden Verbraucherpreisen

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Baden-Württemberg und die USA sind eng miteinander verflochten. Welche Folgen könnten die Zölle und die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump haben – für die Wirtschaft und die Menschen hier?

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat mit Blick auf den Handelskonflikt mit den USA vor steigenden Preisen gewarnt. Auf die zuletzt von den USA erhobenen Zölle auf Stahl und Aluminium sei aus Sicht der Ministerin eine vertretbare Reaktion der EU gefolgt. Zölle bewirkten in der Regel Gegenzölle, was sich am Ende vor allem auf die Verbraucherpreise – auch in den USA – auswirken wird, die steigen werden. «Ein solches Aufschaukeln von Zöllen und damit verbunden steigende Preise können nicht im Interesse exportorientierter Nationen liegen», teilte Hoffmeister-Kraut mit.

Die USA seien der größte Handelspartner Baden-Württembergs, eine Vielzahl der Unternehmen seien eng mit den USA durch eigene Produktionskapazitäten vor Ort oder jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen verbunden. Sie halte es für wichtig, weiterhin auf den Dialog mit der US-Regierung zu setzen und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. «Hier werden die neue Bundesregierung und die EU gefordert sein», so Hoffmeister-Kraut.

 

Was Europa laut Hoffmeister-Kraut tun sollte

Gleichwohl sei es wichtig, «dass Europa seine wirtschaftliche Eigenständigkeit stärkt und Unternehmen bei ihren Diversifizierungsbemühungen unterstützt». Es müsse gezielt in Forschung, Entwicklung und Produktion investiert werden, um Europa als attraktiven Standort zu sichern. Gleichzeitig müsse sich die EU handelspolitisch breiter aufstellen und weitere Handelsabkommen mit wachstumsstarken Regionen und Ländern, etwa mit Indien, Indonesien oder Malaysia abschließen.

Die USA sind mit Abstand das wichtigste Abnahmeland für Waren aus Baden-Württemberg. 2024 wurden dorthin Waren im Wert von 34,8 Milliarden Euro geliefert, wie das Statistische Landesamt Ende Februar nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Beinahe drei Viertel entfielen auf den Automobilsektor, die Pharmaindustrie und den Maschinenbau, wie aus Daten des Statistischen Landesamts hervorgeht. Importiert wurden demnach Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro, wobei vor allem Waren aus der Pharmaindustrie, dem Automobilsektor sowie Erdöl und Erdgas nach Baden-Württemberg gingen.

 

 

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