News aus der Fächerstadt
In Karlsruhe: Neues Mobilitätszentrum nimmt Formen an

News aus der Fächerstadt In Karlsruhe: Neues Mobilitätszentrum nimmt Formen an

Quelle: Frank Molter
dpa

Karlsruhe ist ein Standort für ein geplantes Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft. Dort wird von Stadt und Land noch geprüft, um welche Themen es hier gehen kann. Bisher gibt es vier Standorte für sogenannte Anwender- und Erprobungszentren.

Das Bundesverkehrsministerium arbeitet nach Auskunft einer Sprecherin «mit Hochdruck» am geplanten Deutschen Zentrum Mobilität der Zukunft. Mit der bayerischen Staatsregierung und der Landeshauptstadt München suche man dort einen geeigneten Standort. Es gebe schon mehrere Vorschläge, teilte die Sprecherin in Berlin mit. Wichtig sei, dass das Zentrum gut sichtbar und erreichbar sei sowie Platz für Veranstaltungen biete.

Mit den ersten vier durch das Haushaltsgesetz 2021 festgelegten Standorten für sogenannte Anwender- und Erprobungszentren liefen Gespräche. In Hamburg sollen den Angaben nach Wireless-Technologien in der Mobilität im Mittelpunkt stehen. In Annaberg-Buchholz (Sachsen) und Minden (Nordrhein-Westfalen) liege der Fokus auf der Schiene. In Karlsruhe werde mit Verantwortlichen von Stadt und Land noch geprüft, um welche Themen es hier gehen kann. «Weitere Standorte sollen nach Auswahl der Themenschwerpunkte in einem transparenten Verfahren identifiziert und gefördert werden», hieß es weiter.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will «Deutschland zum international führenden Ort nachhaltiger und in die Zukunft gerichteter Mobilität zu entwickeln und dabei gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Ziele gleichermaßen in den Blick nehmen». Das neue Zentrum soll Antworten auf die Frage finden, wie sich Menschen in Zukunft fortbewegen und wie Waren transportiert werden – vor allem mit Blick auf die Klimaziele. Dazu sind unter anderem Werkstätten und Forschung geplant. Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden sollen sich vernetzen. Im Haushalt stehen bis 2024 mehr als 320 Millionen Euro für die Errichtung und den Betrieb zur Verfügung.

Die Opposition im Bundestag hatte kritisiert, dass CSU-Minister Scheuer «nach Gutsherrenart» und ohne Standort-Wettbewerb entschieden habe, das Zentrum in der bayerischen Landeshauptstadt anzusiedeln.

 

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