Neues vom Karlsruher SC
Interview mit KSC-Kapitän Jerôme Gondorf: „Ich glaube an diese Mannschaft“

Neues vom Karlsruher SC Interview mit KSC-Kapitän Jerôme Gondorf: „Ich glaube an diese Mannschaft“

Interview
Quelle: GES/Markus Gilliar

Bis mindestens 2024 wird Jerôme Gondorf beim KSC spielen: Denn der Vertrag des 34-Jährigen hat sich nun automatisch verlängert. Im meinKA-Interview sprach der KSC-Kapitän unter anderem über die Hoffnung auf einen „goldenen Februar“ und die nächste Saison.

Interview mit KSC-Kapitän Jerôme Gondorf

Jerôme Gondorf wird auch in der kommenden Saison beim KSC spielen, nachdem sich sein Vertrag automatisch mit dem 17. Liga-Spiel bis 2024 verlängert hat.

„Ich freue mich sehr darauf, weiter im KSC-Trikot zu spielen und ich bin fest davon überzeugt, dass dies in der kommenden Saison auch weiter in der zweiten Bundesliga der Fall sein wird“, so der KSC-Kapitän, der mit seiner Mannschaft auf einen „goldenen Februar“ hofft.

 

Herr Gondorf, ihr Vertrag hat sich nach ihrem 17. Saisonspiel automatisch bis 2024 verlängert. Zudem haben Sie mit ihrer Mannschaft gegen Fürth einen enorm wichtigen Sieg gefeiert. Wie geht es dem Kapitän des KSC?

Jerôme Gondorf: Sehr gut, das können Sie sich vorstellen. Mein Vertrag hat sich ja schon seit dem Spiel gegen Paderborn verlängert, aber das war für mich eher zweitrangig, weil ich mich sehr über die Niederlage in diesem Spiel geärgert habe.

Dann kam auch noch der Nackenschlag mit dem späten Ausgleich in Magdeburg. Aber nach dem Sieg über Fürth und vor allem, wie wir dieses Spiel angesichts der Umstände, die alle gegen uns sprachen, gewonnen haben, geht es mir richtig gut.

 

| Quelle: aim

 

Sie sprachen die Niederlage gegen Paderborn und das Spiel in Magdeburg an. Was machen solche Spiele mit einem?

Jerôme Gondorf: Daran hatten wir natürlich ziemlich zu nagen. Wir haben in diesen Spielen 90 Minuten lang gut vereidigt, aber eben nicht 90 plus. Das hat uns dann einmal komplett das Genick gebrochen und einmal halb.  Und war natürlich sehr enttäuschend.

Auch in der Hinrunde ist uns das schon passiert, wenn ich nur an das Spiel gegen Darmstadt denke. Aber es ist müßig, diesen Dingen nachzutrauern. Man darf sich damit nicht aufhalten, sondern muss wissen, dass man so lange alles reinhauen muss, was man hat, bis man unter der Dusche steht. Nur so geht es.

Das Spiel gegen Fürth war so ein Beispiel und hat vor allem gezeigt, dass wir eine sehr intakte Mannschaft sind und in der Wintervorbereitung einige Dinge in unserem Spiel verbessert haben.

 

Welche Dinge meinen Sie speziell?

Jerôme Gondorf: Ich meine da zunächst die Defensive. Da stehen wir zurzeit relativ stabil. Das ist ein Fortschritt, den wir uns erarbeitet haben. Es war ein großes Ziel, dass wir den Laden hinten wieder dicht bekommen. Das ist uns weitgehend gelungen, ungeachtet der Fehler, die in den letzten Spielen noch da waren.

Aber wir lassen mittlerweile den Gegnern nur wenige Großchancen zu. Das war in der Hinrunde bei einigen Spielen schon anders. Jeder haut sich für den Anderen rein und versucht dessen Fehler auszubügeln. Da müssen wir weiter machen. Dann wird sich das Blatt wenden und dann gewinnst Du auch solche Spiele wie zuletzt gegen Fürth.

 

| Quelle: aim

 

Das war auch deshalb ein wichtiger Sieg, weil die Spiele immer weniger werden?

Jerôme Gondorf: Das wissen wir natürlich alle. Aber so etwas dürfen wir gar nicht in unsere Köpfe hereinlassen. Wir müssen mit Freude und Zuversicht die ganze Sache angehen. Sicher in dem Bewusstsein, dass die Aufgabe bis zum Saisonende vor uns stehen wird. Aber die Liga ist so verrückt und warum sollen wir nicht wieder so eine Serie hinlegen, wie uns das auch in der Hinrunde schon mal gelungen ist.

 

Da war das Spiel in Fürth, das seinerzeit unentschieden ausging, sozusagen der Turnaround. Jetzt habt ihr das Rückspiel sogar gewonnen. Ein gutes Zeichen?

Jerôme Gondorf: Was heißt gutes Zeichen. Es liegt an uns. An der Mannschaft. Und ich glaube an diese Mannschaft. Ich glaube an die Qualitäten der Jungs in der Truppe. Am Ende kommt es darauf an, ob Du zusammenstehst. Als Team und als Truppe. Das tun wir. Darüber mache ich mir bei uns überhaupt keine Gedanken. Jeder reflektiert extrem gut.

Was lief falsch, was können wir besser machen? Jeder hinterfragt sehr kritisch seine eigene Leistung. Und so ein bisschen Reibung untereinander beim Training tut auch ganz gut und führt letztendlich dazu, dass wir im Spiel eklig sind und dem Gegner so wenig Chancen wie möglich zulassen.

 

Und wo sehen Sie den KSC in der kommenden Saison?

Jerôme Gondorf: Ich bin fest davon überzeugt, dass dies weiter in der zweiten Liga sein wird. Wenn wir in den nächsten Spielen all das abrufen, was wir können und auch die Energie aus dem Fürth-Spiel mitnehmen, warum sollten wir dann nicht einen „goldenen Februar“ als gute Grundlage für den Rest der Saison schaffen.

 

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