Studieren in der Fächerstadt
KIT-Studenten schreiben Prüfungen in Garten- & Schwarzwaldhalle

Studieren in der Fächerstadt KIT-Studenten schreiben Prüfungen in Garten- & Schwarzwaldhalle

Quelle: Markus Breig, KIT

In der Schwarzwaldhalle tummeln sich eigentlich Besucher von Konzerten oder Ausstellungen. Vom 18. Mai bis 4. Juli 2020 rauchen dort jedoch die Köpfe von Studierenden des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) über schriftlichen Prüfungsbögen.

KIT-Prüfungen mit Hygiene- & Abstandsregeln

Nachdem mit der ersten Corona-Verordnung der Studienbetrieb an baden-württembergischen Hochschulen ausgesetzt werden musste, können die abgesagten schriftliche Klausuren nun wieder stattfinden. Das KIT erarbeitete dafür ein umfangreiches Konzept, mit dessen Hilfe die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können.

So hieß es am Donnerstag, den 28. Mai 2020 um 10:00 Uhrfür 209 angemeldete Studierenden des Lehrstuhls für Netzwerkökonomie „Prüfungszeit“. Die Prüfung war ursprünglich für den 18. März 2020 geplant, musste aber aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden – doch nun werden die ausgefallenen Prüfungstermine nachgeholt!

„Wir freuen uns, dass wir den Studierenden durch unser umfangreiches Raum- und Hygienekonzept sowie die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten einen Fortschritt ihres Studiums ermöglichen können“, erklärt Professor Alexander Wanner, Vizepräsident des KIT für Lehre und akademische Angelegenheiten. „Der Schutz der Studierenden und Lehrenden vor einer Infektion mit dem Virus hat dabei weiterhin höchste Priorität“, betont Wanner.

 

Audimax – der größte KIT-Hörsaal ist zu klein

Das Konzept legt unter anderem Hygienemaßnahmen und die Einhaltung eines Sicherheitsabstands bei den schriftlichen Präsenz-Klausuren fest. Da die Abstandsregelung dazu führt, dass beispielsweise im Audimax nur 36 von rund 750 Plätzen besetzt werden können, müssen einige Prüfungen parallel in mehreren Hörsälen durchgeführt werden, erklärt das KIT in einer Pressemitteilung.

 

KIT mietet Räume der Messe Karlsruhe

Um die räumlichen Kapazitäten zu erweitern, mietet das KIT zusätzliche Räume bei der Messe Karlsruhe. Die Schwarzwaldhalle, die Teil des Kongresszentrums ist, bietet Platz für rund 250 Arbeitstische mit ausreichendem Abstand. In der nebenan liegenden Gartenhalle können rund 360 Studierende gleichzeitig ihre Klausuren bearbeiten. Vor den Halleneingängen stehen für die Prüflinge sowie die Aufsichtspersonen Handdesinfektionsmittel bereit. Zudem gibt es einen Plan für eine ausreichende Belüftung und regelmäßige Reinigung der Säle und Sanitärräume.

Die Aufsichtspersonen erhalten für den direkten Kontakt mit den Studierenden Schutzmasken und halten sich etwa für die Ausgabe oder zum Einsammeln der Klausuren hinter einem Spuckschutz aus Plexiglas auf. Auch die Studierenden selbst sind zum Tragen von Masken angehalten, dürfen diese jedoch während der Klausuren abnehmen.

 

Perspektive für den Studienbetrieb in Corona-Zeiten

Rund 170 schriftliche Prüfungen verschiedener Fakultäten bietet das KIT zwischen dem 18. Mai und dem 4. Juli 2020 auf diese Weise an. „Wir unterstützen das KIT gerne dabei, den Studienbetrieb trotz der besonderen Situation so normal wie möglich zu gestalten. Dazu gehört auch eine Perspektive für Prüfungstermine und die passenden Räumlichkeiten dafür“, sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. „Nur durch Zusammenhalt und die Bereitschaft für individuelle Lösungen lässt sich eine solche Zeit gut überstehen“, so Wirtz.

 

Mündliche Prüfungen per Videokonferenz möglich

Neben den Nachholterminen für schriftliche Klausuren können bereits seit dem 20. April 2020 mündliche Prüfungen unter Anwesenheit von maximal fünf Personen oder per Videokonferenz abgehalten werden. Auch für die Prüfungsphase nach dem bereits angelaufenen Sommersemester wird das KIT abhängig von der Corona-Situation ein geeignetes Konzept erstellen. Denn dann wird die Zahl der schriftlichen Klausuren voraussichtlich noch deutlich höher liegen, so das KIT abschließend.

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