Stand der Bauarbeiten in Karlsruhe
Kombilösung Karlsruhe – Feinschliff für die neue Straßen

Stand der Bauarbeiten in Karlsruhe Kombilösung Karlsruhe – Feinschliff für die neue Straßen

Quelle: Kasig

In Kürze ist bei den Karlsruher Baustellen der Kombilösung Karlsruhe Winterpause angesagt. Bis dahin stehen noch einige Arbeiten auf dem Plan. Wie üblich gibt die Bauherrin, die Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesellschaft (Kasig), einen Überblick.

Neue Straßen für die Autofahrer

Was in der Kaiserstraße an vielen Stellen schon Normalität ist, geschieht nun langsam auch in der Kriegsstraße: Einige Stellen erhalten schon ihr „Nach-Baustellen-Aussehen“. Das geschieht derzeit zum Beispiel an der Ludwig-Erhard-Allee vor der Friedrich-List-Schule und dem benachbarten Bankgebäude. Dort entsteht die endgültige Fahrbahn für den oberirdischen stadteinwärts fließenden Verkehr, die Grünflächen sowie die Geh- und Radwege. In den kommenden zwei Jahren, sobald der Autotunnel fertig ist, werden diese Arbeiten überall erfolgen.

Nach Ende der Baumaßnahmen – der Tunnel geht voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb – können die Autofahrer dann entweder unterirdisch zwischen der Ludwig-Erhard-Allee und dem Karlstor – mit Ausfahrten zur Oberfläche – oder auf einer Spur oberirdisch fahren. Neben der Fahrspur werden vier Reihen an Bäumen angelegt, in der Mitte wird die Bahnlinie verkehren – also eine ähnliche Optik wie heute schon in der Ludwig-Erhard-Allee.

 

Baustelle in der Kriegsstraße

Zwischen Kreuzstraße und Ettlinger Tor läuft der Tunnelbau auf die Baugrube zu. | Quelle: Kasig

Zweiter Tunnel der Kombilösung Karlsruhe entsteht

Um zu dieser Optik zu kommen, wechselt zum Jahreswechsel auch die Straßenbaustelle ihre Seite: Dann wird nicht mehr wie jetzt entlang der Rampe in Richtung Innenstadt gearbeitet, sondern in Richtung stadtauswärts. Diese Arbeiten gehen dann auch in die Baufelder O1 und O2 über: Schlussendlich wird es dann eine oberirdische Fahrspur nach der Kreuzung Kapellenstraße geben, die auf zwei Fahrspuren, die aus der Tunnelrampe kommen, treffen wird. Vor der Kreuzung an der Henriette-Obermüller- und Ostendstraße wird es zu zwei Geradeaus- und je einem Rechts- und einem Links-Abbiegerstreifen kommen. Die Zweispurigkeit bleibt bis zum „Oststadt-Kreisel“ bestehen.

Bevor auch im Baufeld O 3 an der Oberfläche gewerkelt werden kann, muss zunächst einmal der Tunnel entstehen. Aktuell wird hier noch die Erde ausgehoben, bevor der Tunnelbau selbst starten kann. Noch etwas weiter in Richtung Osten, also im Baufeld  0 4, entsteht der Tunnel schon: Die Betonbauer sind hier am Werk und stellen Sohlen, Außen- und Mittelwände sowie die Tunneldecke in unterschiedlichen Abschnitten her. Im westlichen Teil dieses Baufelds wurden zuletzt noch die alte Tunnelrampe und die ehemalige Unterführung abgerissen. Dieser Abriss steht im angrenzenden Baufeld O 5 noch bevor. Hier sind die letzten Teile der Straßenunterführung noch erkennbar und stehen dem neuen Tunnelprojekt im Weg.

 

Abriss der Unterführung in der Kriegsstraße

Der Deckel der alten Straßenunterführung Ettlinger Tor steht vor dem Abriss. | Quelle: Kasig

 

Innenausbau ist beim Straßenbahntunnel angesagt

Im direkten Anschluss in Richtung Westen, also in den Baufeldern W 4 und W 3, wächst das Tunnelbauwerk von Tag zu Tag – und zwar ganz nach Plan! Meter für Meter wird hier an der Sohle, den Wänden und der Decke gearbeitet. Am westlichen Ende der Tunnelbaustelle, im Bereich des Karlstors, entsteht ebenfalls der Tunnel.

Beim zweiten Teil der Kombilösung Karlsruhe schreitet der Innenausbau der unterirdischen Haltestellen voran. Bestimmend ist vor allem der Einbau der Terrazzo-Böden auf den Zwischenebenen und bei den Treppenstufen. Zudem sind die Elektriker damit beschäftigt, die Leitungen für den Bahnbetrieb und die Einrichtungen für die Fahrgäste miteinander zu verdrahten.

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