3. Runde im DFB-Pokal
KSC im DFB-Pokal – glorreiche Erfolge & die lange Durststrecke

3. Runde im DFB-Pokal KSC im DFB-Pokal – glorreiche Erfolge & die lange Durststrecke

Am Mittwoch, 05. Februar 2020, bestreitet der KSC das Achtelfinale des DFB-Pokals. Mit dem 1. FC Saarbrücken wartet ein vermeintlich leichter Gegner – das Viertelfinale scheint möglich. meinKA hat einen Blick in die Pokal-Historie des KSC geworfen.

Der DFB-Pokal, seit 1935 ausgetragen, begeistert Fußballfans Jahr für Jahr. Bekanntermaßen können in diesem Wettbewerb die Kleinen auch einmal die Großen ärgern. Der Karlsruher SC fand sich bereits in beiden Rollen wieder – mal David, mal Goliath. meinKA blickt auf die illustre Geschichte des KSCs zurück und gibt einen Ausblick auf das kommende Spiel (Mittwoch, den 05. Februar 2020, um 20:45 Uhr) gegen den 1. FC Saarbrücken.

 

Die goldene KSC-Zeit im Pokal: 1955 bis 1960

Die ersten Erfolge im DFB-Pokal ließen nach der Vereinsgründung nicht lange auf sich warten. 1955 konnte der Pokal das erste Mal in der Vereinsgeschichte gewonnen werden. Mit einem 3:2 gegen Schalke 04 schrieb sich die Truppe von Trainer Adolf Patek in die Fußballgeschichtsbücher ein. Im Jahr darauf gelang dem KSC das Kunststück die Trophäe zu verteidigen. Gegen den Hamburger SV setzte man sich mit einem 3:1 im Finale, welches im Wildparkstadion ausgetragen wurde, durch. In der Saison 59/60 standen die Blau-Weißen abermals im Finale, unterlagen jedoch Borussia Mönchengladbach mit 2:3. Es sollte das letzte Finale für eine lange Zeit gewesen sein.

 

 

Die lange Pokal-Durststrecke: 1961 bis 1996

Zwar erreichten die Karlsruher noch einmal das Halbfinale des DFB-Pokals, in der Saison 60/61, doch begann in den 60er-Jahren eine lange Durststrecke. Bis zu den 1990er-Jahren war spätestens im Viertelfinale des Wettbewerbs Endstation für die Mannschaft aus Karlsruhe. In dieser Zeitspanne begann ebenfalls die traurige Tradition des Ausscheidens in der ersten Runde – ein Ereignis, welches sich in der jüngeren Vergangenheit allzu häufig wiederholte. Die Rollen waren von nun an vertauscht, war man in den 50er Jahren noch einer der Großen des Wettbewerbs, zählte man jetzt zu den Außenseitern.

 

Finale 1996 – mit Winnie gegen die roten Teufel

In den 90er-Jahren war der KSC nicht nur etablierter Erstligist, sondern konnte auch wieder im DFB-Pokal auf sich aufmerksam machen. Unter Coach Winfried Schäfer erreichte man zu Beginn des Jahrzehnts dreimal das Viertelfinale. Die Krönung dieser erfolgreichen Zeit folgte mit dem Finaleinzug in der Saison 95/96. Gegen den gerade abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern hatte der Verein seit langem wieder die Favoritenrolle inne und verlor das Finale prompt mit 0:1. Im folgenden Jahr war man auf Wiedergutmachung aus, scheiterte jedoch gegen Energie Cottbus im Halbfinale. Es war der Beginn einer weiteren Leidenszeit im Pokalwettbewerb, welche bis heute andauern sollte.

 

| Quelle: Foto: Marcus Brandt/dpa/Archivbild

 

Die jüngste Vergangenheit

Von 1997 bis zur aktuellen Saison konnte der KSC nur viermal das Achtelfinale erreichen, ansonsten war spätestens in der dritten Runde Schluss. In den letzten vier Spielzeiten schied man sogar jeweils in der ersten Runde aus. Diese Saison steht man nun allerdings wieder im Achtelfinale und auch der Einzug in die nächste Runde ist mehr als nur möglich – der 1. FC Saarbrücken scheint ein vermeintlich leichter Gegner zu sein. Zumal der KSC den Einzug in das Achtelfinale keinem Losglück zu verdanken hat. Mit Hannover 96 (2:0) und Darmstadt 98 (0:1) wurden zwei Zweitligisten aus dem Weg geräumt.

 

| Quelle: Tim Carmele

 

Der Gegner im Überblick –  1. FC Saarbrücken

Der 1. FC Saarbrücken spielt derzeit in der Regionalliga Südwest und führt dort mit 49 Punkten souverän die Tabelle an. Das Team von Ex-Profi Dirk Lottner konnte die letzte Ligapartie gegen RW Koblenz mit einem eindrucksvollen 7:0 für sich entscheiden – die Form stimmt also. Auch im Pokal lief es bisher für Saarbrücken. Nach einem Sieg in der ersten Runde gegen den Zweitligisten Jahn Regensburg (3:2) konnte in Runde zwei mit dem 1. FC Köln (3:2) sogar ein Bundesligist besiegt werden. Der KSC sollte also gewarnt sein.

Erschwerend kommt für die Karlsruher die aktuelle Formkrise hinzu. In der Liga setzte es zuletzt vier Niederlagen in Folge. Während Saarbrücken um den Aufstieg in Liga drei spielt, geht es für Karlsruhe darum den Abstieg in eben diese Liga zu vermeiden. Bekanntlich ist der DFB-Pokal für Überraschungen gut und schon manche Mannschaft hat trotz schlechter Ligaleistungen im Pokal überzeugt. Es wäre dem KSC zu wünschen…

Heimspiel – KSC vs. Holstein Kiel | Bilder vom Spiel

Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

50%
50%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.