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Miniermotten sorgen für viele braune Kastanienblätter in Baden-Württemberg

News Miniermotten sorgen für viele braune Kastanienblätter in Baden-Württemberg

Quelle: Valentin Gensch/dpa
dpa

Laub im Hochsommer? Viele Kastanienblätter färben sich derzeit braun. Die Ursache ist eine kleine Larve. Wie gefährlich ist das für die Bäume?

Mitten im August färben sich in Baden-Württemberg Blätter von Kastanienbäumen braun und fallen als Laub auf den Boden: Meist ist das ein Zeichen für den Befall des Baumes mit Larven der Miniermotte. In diesem Jahr ist das extrem auffällig, wie Olaf Zimmermann beobachtet, der Insektenkundler am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe ist.

Grund dafür könnten die höheren Temperaturen in den letzten Jahren sein. Denn bei diesen fühlen sich die ursprünglich aus Südosteuropa stammenden Insekten besonders wohl. «Es fehlen die spezialisierten Gegenspieler dieser Art», fügt Zimmermann hinzu. Zwar gebe es einige Schlupfwespenarten. Dennoch breiten sich die Miniermotten weiter aus.

«Die Bäume sterben nicht»

Doch die gute Nachricht ist: Die Bäume sterben laut Zimmermann durch den Befall nicht. Seitdem die Miniermotte ein Thema ist, sei keine Kastanie durch die Larven der Insekten abgestorben. «Die Bäume kompensieren schon sehr viel», so der Experte. Der Schaden sei eher optisch. Dennoch kann es die Bäume schwächen und damit anfälliger für andere Krankheiten machen, teilte der BUND Baden-Württemberg mit.

Will man also dem Kastanienbaum vor der Haustür einen Gefallen tun, können Anwohner im Herbst das Laub einsammeln. Denn darin befinden sich die Insekten. So kann die nächste Generation der Motten eingedämmt werden, hieß es. Auch hilft es, die Schäden zu erfassen und in Datenbanken einzutragen.

Nur die weiß-blühende Rosskastanie wird von den Motten befallen. Darum sollten Kommunen in ihrer Planung auch die rotblühenden und Hybriden auswählen, so der Experte.

Schädling ist verschmerzbar

Von den «neuen» Schädlingen sei die Kastanienminiermotte aus Pflanzenschutzsicht eher zu verschmerzen, sagt Zimmermann. Ein ganz anderes Schadpotenzial habe da der Japankäfer, der 2021 das erste Mal in Deutschland nachgewiesen worden sei.

 

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