Corona in Baden-Württemberg
Ministerpräsident Kretschmann: Grundschulen & Kitas könnten bald öffnen

Corona in Baden-Württemberg Ministerpräsident Kretschmann: Grundschulen & Kitas könnten bald öffnen

Quelle: Marijan Murat

Der Lockdown für Schulen und Kitas soll bis Ende Januar verlängert werden. Das haben Bund und Länder wegen der Corona-Gefahr vereinbart. Doch Baden-Württemberg will für jüngere Kinder eine Ausnahme machen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will trotz des verschärften Corona-Lockdowns Grundschulen und Kitas im Land vom 18. Januar an unter Umständen wieder öffnen. Für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen gebe es entsprechend der Vereinbarung von Bund und Ländern bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht, sagte Kretschmann am Dienstagabend in Stuttgart. Auch die Grundschulen und Kitas blieben zunächst geschlossen. «Unser Ziel ist es allerdings, Kitas und Grundschulen ab dem 18.1. wieder zu öffnen, wenn wir nächste Woche Klarheit über die Infektionszahlen haben und es vertretbar ist.» Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) begrüßte diese Herangehensweise.

Ihr Sprecher erläuterte, der Beschluss der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mache dies durchaus möglich. In dem Papier heißt es, die Maßnahmen in den Schulen würden entsprechend des Beschlusses vom 13. Dezember bis Ende Januar verlängert. In dem Beschluss vor Weihnachten heiße es, dass Präsenzunterricht möglich sei, wenn die Präsenzpflicht ausgesetzt ist, erklärte der Ministeriumssprecher. Das sei in Baden-Württemberg schon seit Sommer der Fall.

Im Südwesten enden am Sonntag die Weihnachtsferien für etwa 1,5 Millionen Schüler und rund 130 000 Lehrkräfte. Schülerinnen und Schüler in weiterführenden Schulen sollen Fernunterricht erhalten. Für die Abschlussklassen sind Sonderregelungen möglich, sagte Kretschmann. Grundschüler sollen – zumindest in der ersten Schulwoche – wie im ersten Lockdown im Frühjahr mit Materialien zu Hause lernen. Zudem soll es eine Notbetreuung für kleinere Kinder geben.

Eisenmann sagte dazu: «Die Themen Bildung und Betreuung erfordern eine differenzierte Sichtweise. Deshalb ist die Zielsetzung, Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg ab dem 18. Januar wieder flächendeckend zu öffnen, unter bildungspolitischen und sozialen Gesichtspunkten absolut richtig.» Vor den Bund-Länder-Beratungen hatte sie gefordert, dass Kitas und Grundschulen am 11. Januar in jedem Fall wieder in Präsenz öffnen sollten – «unabhängig von den Inzidenzzahlen». Dies wurde von den Ministerpräsidenten aber mit Blick auf die Corona-Zahlen abgelehnt.

Die Kultusministerin hatte am Montag erklärt: «Gerade mit kleineren Kindern in der Grundschule ist digitaler Unterricht nur sehr schwer bis gar nicht möglich. Zudem gibt es viele Kinder, die beim Lernen leider keine Unterstützung ihrer Eltern erhalten. Der Präsenzunterricht ist und bleibt die beste Option für den Lernerfolg.»

 

Mehr zum Thema

Kliniken: finanzieller Puffer für nächste Pandemie

Die Politik muss die Kliniken im Land aus Sicht der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) auf die nächste Pandemie vorbereiten.

Laut Zeitungen: Über 200 Corona-Verordnungen des Landes

Im Zuge der Corona-Pandemie hat die baden-württembergische Landesregierung Medienberichten zufolge mehr als 200 Verordnungen erlassen.

Baden-Württemberg dringt auf Neuanlauf für Impfpflicht ab 60

Er will nicht locker lassen. Sozialminister Lucha appelliert mit seinen Kollegen aus Hessen und Bayern an die Ampel in Berlin, einen neuen Versuch für die Impfpflicht ab 60 Jahren zu wagen. Die FDP im Südwesten ist schon mal nicht dabei.

Land will an Mund-Nasen-Schutz im Nahverkehr festhalten

In der baden-württembergischen Landesregierung stößt ein Vorschlag von Bundesjustizminister Volker Wissing (FDP) zur Aufhebung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen auf Ablehnung.

Corona-Fälle in Kliniken in Baden-Württemberg rückläufig

Die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen im Südwesten sinkt immer weiter.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.