Corona in Baden-Württemberg
Neue Corona-Verordnung: FFP2-Masken in Geschäften nun Pflicht

Corona in Baden-Württemberg Neue Corona-Verordnung: FFP2-Masken in Geschäften nun Pflicht

Quelle: Frank Rumpenhorst

Mit einer neuen Corona-Verordnung will die Landesregierung das gesellschaftliche Leben gegen die Auswirkungen der Omikron-Variante wappnen. Nicht alle wollen die Entscheidung akzeptieren.

Von diesem Mittwoch an müssen die Menschen in Baden-Württemberg in Geschäften FFP2-Masken tragen. Das sieht die neue Corona-Verordnung der Landesregierung vor, mit der die Ausbreitung der besonders ansteckenden Omikron-Variante des Virus gebremst werden soll. Betroffen von der FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen sind auch die Gastronomie, Museen und Bibliotheken – Büros und Betriebe aber nicht. In Bussen und Bahnen reicht ebenfalls eine OP-Maske.

Zudem gelten neue Regeln für die Quarantäne: Kontaktpersonen müssen gar nicht mehr in Quarantäne, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, frisch doppelt geimpft beziehungsweise geimpft und genesen oder frisch genesen sind. Als «frisch» gilt ein Zeitraum bis zu drei Monaten. Für alle anderen sollen Isolation oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden. Nach sieben Tagen kann man sich zudem mit PCR- oder Antigentest freitesten. Bisher galt für Kontaktpersonen einer mit Omikron infizierten Person eine strikte Quarantäne von 14 Tagen – freitesten war nicht möglich.

Grund für die Verkürzung ist die Sorge, dass das öffentliche Leben zusammenbrechen könnte, wenn sehr viele wegen Omikron zuhause bleiben müssten. Zudem bleibt es mindestens für weitere drei Wochen bei den Einschränkungen der Alarmstufe II. Auch wenn die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen derzeit sinkt, will das Land keine Lockerungen zulassen. Hintergrund ist die Sorge vor einer Überlastung des Gesundheitswesens.

Der Landesvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Fritz Engelhardt, kritisierte, dass die Corona-Alarmstufe II im Land in Kraft bleibe. «Jede Planungssicherheit für Betriebe und Beschäftigte wird dadurch zunichte gemacht.» Das Vorgehen der Landesregierung wirke «willkürlich». Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit müsse bei allen Maßnahmen gewahrt bleiben. «Ob dies aktuell noch der Fall ist, werden möglicherweise bald wieder einmal Gerichte zu beurteilen haben.»

 

Weitere Nachrichten

Baugenehmigungen steigen – Baden-Württemberg setzt Zeichen

Die Landesregierung sieht im Anstieg der Baugenehmigungen einen Hoffnungsschimmer. Doch wann werden daraus tatsächlich neue Wohnungen?

Trockenheit setzt neuen Weihnachtsbaumkulturen stark zu

Viele frisch gepflanzte Christbäume kämpfen mit der Trockenheit – doch für die nächste Saison erwartet der Verband noch keine Engpässe.

Es wird herbstlich: Was man zur Kürbissaison in Baden-Württemberg wissen sollte

Sonnenbrand statt Herbstkälte: Die Kürbissaison beginnt früh, der heiße Sommer hat Spuren hinterlassen. Was Kürbisbauern jetzt ernten und was Verbraucher erwartet.

Nach Parkhausbrand in Karlsruhe: Abschleppfirma bringt Autos zu Besitzern

Das Parkhaus in der Karlsruher Amalienstraße ist nach dem Feuer gesperrt. Wie Autobesitzer nun an ihren Wagen gelangen.

Bürger beschweren sich: Gestank in beliebter Bodensee-Stadt gibt Rätsel auf

Seit einiger Zeit klagen Menschen in Friedrichshafen über unangenehme Gerüche in der Nacht. Messungen brachten bisher keine Lösung. Jetzt setzt die Stadt auf die Nasen der Bürger.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.