Bauarbeiten in der Fächerstadt
Neues von der Kombilösung: Hochbaukran, Sperrungen & Probefahrten

Bauarbeiten in der Fächerstadt Neues von der Kombilösung: Hochbaukran, Sperrungen & Probefahrten

Quelle: Kasig

Der Kriegsstraßen-Tunnel macht Fortschritte: Östlich vom Ettlinger Tor endet in wenigen Tagen die Phase des Erdaushubs! Über weitere Updates der Kombilösung berichtet die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH im wöchentlichen Überblick.

Tunnelbau in der Kriegsstraße macht Fortschritte

Es geht weiter voran bei der Kombilösung Karlsruhe! Östlich vom Ettlinger Tor endet in wenigen Tagen die Phase des Erdaushubs. Dann beherrscht zwischen Mendelssohnplatz und der Kreuzung Ettlinger Tor der Stahlbeton- bezieheungsweise Ingenieurbau die Pläne der Bauarbeiter. Auch in den Bereichen der Baufelder O 4 und O 5 – zwischen dem Ettlinger Tor und der Meidinger Straße – wird dann die „Sauberkeitsschicht“ auf dem Erdplanum aufgebracht und darauf wiederum die Bewehrung der Tunnelsohle gelegt.

Weiter informiert die Kasig: Zwischen die Bewehrung eingelegt und mit einbetoniert werden die Rohrleitungen für die Löschwasserversorgung und die Tunnelentwässerung. Nachdem die Tunnelsohle abschnittsweise betoniert ist, werden die Schalungen für die Außen- und Zwischenwände gestellt, wie das bisher bereits im Baufeld O 3 westlich vom Mendelssohnplatz gemacht wurde und noch wird.

 

Kriegsstraße wird wegen Hochbaukran gesperrt

Um mit dem Stahlbeton- bzw. Ingenieurbau im Baufeld O 5 –  östlich des Ettlinger Tors – starten zu können, wird am Sonntag, den 14. Juni 2020, neben dem Infopavillon „K.“ ein weiterer Hochbaukran aufgestellt. Darum wird die Kriegsstraße zwischen Ettlinger Tor und Mendelssohnplatz beziehungsweise Adlerstraße in Fahrtrichtung Osten gesperrt, eine Umleitung über die parallel verlaufende Baumeisterstraße ist allerdings ausgeschildert.

Auf der anderen, der westlichen Hälfte beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem darunterliegenden Autotunnel sind die Arbeiten beinahe genauso weit: Im Baufeld W 1 östlich vom Karlstor enden nämlich bereits die Spritzbetonarbeiten, das Herstellen des Planums und der Erdaushub Mitte Juli, so dass auch hier zeitnah die Stahlbetonbauer weiter vorrücken können. Allerdings gehört zum Baufeld W 1 eben auch der Bereich des Karlstors und hier laufen noch die Arbeiten am Verbau für die spätere Baugrube des Straßentunnels.

 

Während die Bewehrung östlich vom Ettlinger schon gestellt ist (links), arbeiten Bagger den restlichen Erdaushub ab. | Quelle: Kasig

 

Kriegsstraße am Karlstor: Autoverkehr wird verschwenkt

Ab Montag, den 15. Juni 2020, wird der auf der Kriegsstraße am Karlstor nach Osten fahrende Autoverkehr verschwenkt, um auf der Südwestecke des Karlstors Platz für eine Kanalverlegung zu schaffen. Diese Arbeiten dauern, so die Kasig, voraussichtlich bis 3. Juli. Die Karlstraße zwischen Kriegsstraße und Mathystraße ist in dieser Zeit in Fahrtrichtung Süden für den Kfz-Verkehr gesperrt, die Gebäude auf der Westseite der Karlstraße zwischen Gartenstraße und Mathystraße können allerdings durch eine Wendemöglichkeit über die Gleise in der Karlstraße südlich der Gartenstraße erreicht werden. Die Umleitungen werden ausgeschildert.

In allen anderen Baufeldern wird am Autotunnel gearbeitet. Wo dieser wie in den Baufeldern O 1 und O 2 östlich vom Mendelssohnplatz sowie W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße bereits im Rohbau hergestellt ist, laufen bereits die Arbeiten am Innenausbau.

 

Verkehrsfreigabe östlich vom Mendelssohnplatz

Östlich vom Mendelssohnplatz  – auf den Baufeldern O 1 und O 2 – steht Ende der Woche die Verkehrsfreigabe der bislang gesperrten Rüppurrer Straße nach Norden in Richtung Mendelssohnplatz sowie die Freigabe der Kapellenstraße in Fahrtrichtung Durlacher Tor an. Kraftfahrzeuge können dann wieder von der Ludwig-Erhard-Allee nach rechts in die Kapellenstraße abbiegen. Bis Anfang August kann jedoch noch nicht aus der Ludwig-Erhard-Allee vom Mendelssohnplatz kommend links in die Kapellenstraße Richtung Durlacher Tor abgebogen werden.

Ebenfalls noch bis Anfang August nicht möglich ist das Linkseinbiegen vom Durlacher Tor kommend aus der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee. Ab Anfang August stehen dann auf der Nordseite der Ludwig-Erhard-Allee und vor dem Einkaufszentrum auf der Südseite die endgültigen Fahrbahnen, Rad- und Gehwege sowie die Einmündung der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee zur Verfügung.

 

Wächst zu: Der Tunnelbau bewegt sich von Westen kommend auf das Ettlinger Tor zu. | Quelle: Kasig

 

Stadtbahn- & Straßenbahntunnel – Probefahrten im Sommer

Der Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße zwischen Durlacher Tor und Mühlburger Tor mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße hat mittlerweile auch die Oberleitung erreicht – denn der Fahrdraht muss hängen, wenn die Verkehrsbetriebe Karlsruhe nach Plan im Sommer ihre ersten Probefahrten mit Stadtbahnen und Straßenbahnen aufnehmen wollen.

Vorab müssen die Elektriker allerdings noch ganz andere Drahtseile in den Haltestellen anbringen und unter Strom setzen: Das „Lichtgespinst“ – Teil der Haltestellengestaltung – sieht von Haltestellenwand zu Haltestellenwand dicht gespannte Drähte vor, in die im Bereich jeweils über den Bahnsteigen Leuchtkörper eingehängt werden.

Voraussetzung für Lichtgespinst und Oberleitung ist, dass die Verkleidungsarbeiten in den Haltestellen und auch das Verlegen elektrischer Kabel hinter der Verkleidung zumindest über den Bahnsteigen und über den Gleisen abgeschlossen sind.

 

Hängt: Lichtgespinst und Fahrdraht sind in der Haltestelle Europaplatz montiert. | Quelle: Kasig

 

Ab Juni 2021 rollen Stadtbahnen & Straßenbahnen

Ebenso wichtig für den späteren Betrieb – ab Juni 2021 sollen die Stadtbahnen und Straßenbahnen in Karlsruhe unterirdisch rollen – sind die Arbeiten hinter den Kulissen oder besser: in den Betriebsräumen, erklärt die Kasig. Denn hier sind Elektriker, Handwerker für die Lüftungsinstallation und Trockenbauer unentwegt tätig.

Abgeschlossen sind die Arbeiten schon in jenen Räumen, in denen aus dem elektrischen Versorgungsnetz der Stadtwerke Karlsruhe, die 20-Kilovolt-Leitungen zu den Übergabepunkten kommen. Diese stehen bereits unter Strom und sind bereit, die benötigte Energie Zug um Zug in das unterirdische Netz einzuspeisen.

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