Nachrichten
Numerus clausus: Nur jeder zweite Studiengang unabhängig von der Abinote

Nachrichten Numerus clausus: Nur jeder zweite Studiengang unabhängig von der Abinote

Quelle: Sebastian Gollnow
dpa

Schulabgänger mit Studienwunsch müssen sich im Südwesten weiter auf zahlreiche Hürden vor dem Hörsaal einstellen. Denn jedes zweite Fach hat einen Numerus clausus, weil es an Studienplätzen mangelt.

Zum kommenden Wintersemester steht nur jeder zweite Studiengang an einer baden-württembergischen Hochschule allen Erstsemestern unabhängig von der Abiturnote offen. Zugangsbeschränkungen wie etwa einen Numerus Clausus oder ein Bewerbungsverfahren haben noch 50,2 Prozent der Studienangebote. Das ist nach Berlin die zweithöchste Quote und weiterhin deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt von 32,5 Prozent, wie eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh ergeben hat.

Besonders hoch ist demnach der Anteil in den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften (51,6 Prozent), besonders niedrig (23,1 Prozent) ist er dagegen in den Sprach- und Kulturwissenschaften. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der zugangsbeschränkten Studiengänge aber gesunken (54,2 Prozent).

Die meisten Hürden werden unter den Städten des Landes ab rund 15.000 Studierenden in Freiburg und Karlsruhe vor die Hörsäle gestellt: In Freiburg liegt er bei 49 Prozent, in Karlsruhe bei 46 Prozent, während Stuttgart (28 Prozent) und Mannheim (26 Prozent) besonders niedrige Quoten haben.

Bei zulassungsfreien Angeboten reicht für das Einschreiben Abitur, Bachelorabschluss oder andere Voraussetzungen wie ein Praktikum. Gibt es eine Zulassungsbeschränkung mit einem NC, dann hat die Uni eine Höchstzahl von Studierenden festgelegt. Hier ist dann eine Bewerbung um einen Platz nötig. Ausgewählt wird anhand von Noten, Testergebnissen oder Berufserfahrung.

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ist eine gemeinsame Tochter der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz der Bundesländer.

 

Weitere Nachrichten

Pegel im Rhein sinkt: Niedrigwasser verursacht hohe Kosten für Unternehmen

Die Industrie am Oberrhein leidet unter dem extremen Niedrigwasser. Eine aktuelle Umfrage der IHK Südlicher Oberrhein zeigt einen Teil des Ausmaßes.

Appell an Menschen: Wolf verhält sich auffällig - und soll umtrainiert werden

Letzte Chance für den Hornisgrindewolf? Fachleute sind sich einig, dass eine Attacke auf Menschen unvorhersehbar ist. Doch sie wollen nochmal versuchen, ihn in die Tiefen des Schwarzwalds zu treiben.

EnBW

Halbjahresbilanz: EnBW verdient weniger - erneuerbare Energien legen zu

Preisschwankungen und Trockenheit belasten das Ergebnis von EnBW. Wieso der Konzern dennoch an seiner Jahresprognose festhält.

Neue Zahlen zu Unfällen: Rausch und Risiko - alle zwei Minuten ein Unfall

Weniger Tote und Schwerverletzte, aber mehr Unfälle. Wer auf den Straßen vor allem gefährdet ist und welche Entwicklung überrascht.

Erfundene Sexualdelikte: Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigung - Zahlen und Mythen

Es gibt nicht viele Fälle von Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigung oder anderen Sexualdelikten. Das Thema polarisiert dennoch. Was die Zahlen sagen und welche Mythen sich hartnäckig halten.

Weitere Bauarbeiten: Rheintalbahn am Wochenende teilweise gesperrt

Auf der Rheintalstrecke fahren dieses und nächstes Wochenende stellenweise keine Züge. Diese Alternativen haben Reisende.

























Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.