Corona in Baden-Württemberg
Omikron-Variante könnte bald auch in Baden-Württemberg dominieren

Corona in Baden-Württemberg Omikron-Variante könnte bald auch in Baden-Württemberg dominieren

Quelle: Robert Michael

Zwischen den Feiertagen erwartet das Landesgesundheitsamt einen weiteren Rückgang der Corona-Neuinfektionen. Grund zur Entwarnung ist das aus Expertensicht aber nicht. Denn die neue Virusvariante Omikron breitet sich auch hierzulande sehr schnell aus.

Die Zahl der Ansteckungen mit der neuen Corona-Virusvariante Omikron nimmt deutlich zu und könnte bereits Anfang Januar für den Großteil der Infektionen in Baden-Württemberg verantwortlich sein. Dies sagte der Leiter des Referats für Gesundheitsschutz und Epidemiologie beim Landesgesundheitsamt, Stefan Brockmann, der Deutschen Presse-Agentur.

«Wie hoch die Fallzahlen sein werden, wenn Omikron zur dominierenden Variante geworden ist, ist dagegen viel schwerer zu sagen», erklärte der Epidemiologe. Dazu habe man keine konkreten Hochrechnungen für das Land. Man werde jedoch mit deutlich höheren Fallzahlen rechnen müssen. Der Anstieg der Infektionen hängt laut Brockmann auch von den bis dahin ergriffenen Maßnahmen und der Impfquote im Südwesten ab.

Zwischen Weihnachten und Neujahr rechnet der Experte aber zunächst mit einem weiteren Rückgang der gemeldeten Fälle – und mit einem stärkeren Meldeverzug. Auch die Auslastung der Krankenhäuser und speziell der Intensivstationen werde zunächst weiter fallen, sagte Brockmann. «Doch dieser Trend wird sich im Januar wieder drehen und wir werden dann noch immer ein höheres Niveau an Bettenbelegung haben, als wir es gerne hätten.» Eine Phase der Erholung, wie in vorigen Wellen, wird es laut Brockmann nicht geben.

Auch wenn der genaue Anstieg der Fallzahlen für den Südwesten schwer vorauszusagen sei, wisse man durch Modellierungen sehr genau, wie die Entwicklung sein werde. «Die Richtung ist klar und auch der zeitliche Verlauf ist angezeigt», sagte der Mediziner.

Entscheidend für den weiteren Verlauf der Pandemie ist demnach vor allem die Impfquote. Und diese sei nicht so hoch, wie man sie gerne hätte, sagte Brockmann. Hoffnung macht dem Epidemiologen die hohe Zahl der Auffrischimpfungen in Baden-Württemberg. Innerhalb kurzer Zeit habe man eine gute Booster-Impfquote im Land erreicht. «Das wird uns in den kommenden Wochen helfen und mit entscheidend dafür sein, wie sich die Zahl der Krankenhauseinweisungen entwickelt», sagte Brockmann.

Dass zum Beginn des Herbsts nicht mehr Menschen im Südwesten geimpft waren, sieht der Epidemiologe kritisch. Er hätte sich weniger Skepsis gegenüber der Impfung gewünscht, so dass man nun bereits eine höhere Impfquote erreicht hätte. «Da ist auch Enttäuschung dabei», gab Brockmann zu.

Doch auch beim Verlauf der Impfkampagne sieht Brockmann rückblickend Verbesserungsbedarf. «Unsere Prognosen im Land für den Herbst waren klar.» Man habe gewusst, dass die Fallzahlen im Herbst wieder ansteigen würden und man dem mit umfassenden Impfungen begegnen müsse. Die Nutzung der Impfinfrastruktur hätte aus Sicht Brockmanns deshalb besser laufen können.

 

Weitere Nachrichten

Azubis kämpfen laut Umfrage mit Druck und Geldsorgen

Leistungsdruck, Geldsorgen und private Belastungen: Eine DGB-Umfrage zeigt, womit viele Auszubildende in Baden-Württemberg kämpfen.

Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus

In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg - und haben klare Ziele für 2030.

Ausbildungsfinanzierung: Mehr als 60.000 Bafög-Empfänger – Zahl auf Tiefstand

2025 erhielten so wenige Menschen Bafög wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig soll die monatliche Förderung für Studierende und Schüler ansteigen.

Cold Case: 41 Jahre ungelöst - 70-Jähriger wegen Mordes nun vor Gericht

1985 wird die nackte Leiche einer Frau gefunden. Jetzt muss ein 70-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Was er zu den Vorwürfen sagt.

Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist - und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.