News aus Baden-Württemberg
Pipelines sollen ab 2030 Wasserstoff nach Baden-Württemberg bringen

News aus Baden-Württemberg Pipelines sollen ab 2030 Wasserstoff nach Baden-Württemberg bringen

Quelle: Pixabay
dpa

Baden-Württemberg soll ab 2030 Wasserstoff von der Ostsee aus einem geplanten Pipelinesystem erhalten.

Die drei Fernleitungsnetzbetreiber Gascade, Ontras und Terranets BW wollen ein entsprechendes System bis in den Südwesten aufbauen. Man gehe davon aus, dass der Norden Deutschlands das Zentrum für Wasserstoffimporte und die Wasserstofferzeugung an Land und auf dem Wasser werde, teilte Gascade am Donnerstag mit. «Dadurch entsteht schnell ein erheblicher Transportbedarf in Richtung Süden.»

In einem ersten Schritt sollen bis 2025 Leitungen so umgerüstet werden, dass bedeutende Mengen von Mecklenburg-Vorpommern bis nach Thüringen transportiert werden können. Umstellungen in Hessen und Rheinland-Pfalz seien bis 2028 geplant, so dass ab 2030 Wasserstoff nach Baden-Württemberg und Bayern befördert werden könne.

Zum größten Teil würden die Projektpartner bestehende Erdgasleitungen umstellen. Zum Start gehe es um 1100 Kilometer Leitungen und eine Einspeisekapazität bis zu 20 Gigawatt. Es soll um klimaneutralen Wasserstoff gehen – also Wasserstoff, der etwa mit Windkraft erzeugt wird.

Das Projekt soll europäischen Ländern Anknüpfungspunkte bieten. Hier gehe es vor allem um den Ostseeraum. So plane man, 2027 einen auf der dänischen Insel Bornholm geplanten Knotenpunkt für Offshore-Windkraft anzubinden. Ab 2030 seien Anbindungen an Österreich, Tschechien, Polen und Frankreich vorgesehen.

Die Nutzung von Wasserstoff gilt als Schlüsselelement für die Energiewende. In ihm soll möglichst klimaneutral produzierte Energie gespeichert und vielseitig nutzbar gemacht werden. In Mecklenburg-Vorpommern sind an der Ostsee etwa in Rostock und Lubmin bei Greifswald Anlagen zum Import und zur Erzeugung von Wasserstoff geplant.

 

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