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Fanliebling & feste Größe der PSK-Löwenfamilie
PSK Lions – Orlando Isaiah Parker im Interview

Fanliebling & feste Größe der PSK-Löwenfamilie PSK Lions – Orlando Isaiah Parker im Interview

Quelle: PSK Lions Karlsruhe

Von Florida über Kolumbien, Irland und Bayern bis in die Fächerstadt – Orlando Parker ist einer der permanenten „Starting Five“ der PSK-Lions und eine feste Größe im Karlsruher Basketball. meinKA traf den Profisportler zum Interview über seinen Sport.

PSK-Lions – Publikumsliebling Orlando Isaiah Parker

Seit August 2016 ist dieser Power Forward schon ein Teil des Karlsruher Basketball-Löwenrudels. Orlando Isaiah Parker ist 1991 in Florida, USA geboren und hat eine basketballerische Reise durch die ganze Welt hinter sich. Von Florida ging es über Bogota in Kolumbien, nach Irland und Bayern, bevor Parker in Karlsruhe als einer der wertvollsten Akteure der Mannschaft heimisch wurde.

Die PSK-Lions sind aktuell Karlsruhes erfolgreichste Basketballmannschaft und spielen in der zweiten Basektball-Liga ProA um den Aufstieg und die Qualifikation für die erste deutsche Basketball-Liga. Orlando Parker ist einer der Publikumslieblinge und eine ständige Größe in den „Starting Five“ der Lions.

 

PSK – Orlando Parker im Spieler-Profil

Name: Orlando Isaiah Parker

Alter: 27 Jahre

Größe: 2,03 Meter

Herkunft: Orlando, Florida (US)

Position: Power Forward

Erste Mannschaft: Wagner College New York (US)

 

Orlando Isaiah Parker springt zum drei Punkte-Wurf. | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Orlando Parker im Interview

Du spielst schon eine ganze Weile professionell – wie hast du deine Leidenschaft zum Basketball entdeckt?

Ich habe schon ganz früh begonnen Basketball zu spielen – das erste Mal so richtig im Team, als ich erst sechs Jahre alt war. Das war eine Jugendmannschaft außerhalb der Schule und mein Vater war der Trainer. Meine Eltern haben auch beide schon immer aktiv in Mannschaften gespielt und da war es für mich ganz natürlich und selbstverständlich einen Ball in der Hand zu haben. Aber ich glaube, das ist in Deutschland ähnlich mit dem Fußball oder? Wenn die Eltern spielen oder in einem Verein tätig sind – sind die Kinder doch meist auch mit dabei.

 

Wo hast du gespielt, bevor du zu den Lions kamst?

Nach dem College bin ich direkt in die Südamerikanische Liga gekommen und habe erstmal in Bogota, also in Kolumbien gespielt und gelebt.  Das war ziemlich cool, weil ich da ziemlich direkt am Strand gewohnt habe, das Wetter und die Menschen klasse waren und wir super viel durch Argentinien, Brasilien und so gereist sind. Bogota ist größer als New York und es sind auch ein paar verrückte Dinge passiert – das muss man dazu sagen.

Danach bin ich nach Irland weiter gezogen und das war so ziemlich der heftigste Kulturschock, den ich jemals durchlebt habe. Im Gegensatz zu Kolumbien hat in der Zeit in Irland praktisch keine Sonne geschienen und wenn es draußen nur geregnet hat, war das Wetter vergleichbar gut. Was das Ganze erträglich gemacht hat, waren die Menschen dort. Die Iren sind ein wirklich cooles Volk, mit viel Liebe zu ihrem Land und einem wahnsinnigen Sportgeist. Auf die Dauer war es dann aber doch ein bisschen zu dunkel auf der Insel und es ging für mich weiter in Richtung München. Am Anfang habe ich gedacht, dass die deutsche Kultur überall auf Dirndl, Lederhosen und Bier beruht aber dank einigen Reisen und dann schließlich durch Karlsruhe wurde ich eines Besseren belehrt. 2016 bin ich dann hier angekommen und Karlsruhe gefällt mir wirklich gut.

 

Hast du auch Familie hier in Deutschland?

Nein, leider nicht. Meine ganze Familie lebt in Florida, USA aber ich sehe sie immerhin jedes Jahr während der Sommerpause und zu den Feiertagen. Das ist aber nichts Neues für mich und ich bin daran gewöhnt meine Eltern und Geschwister nicht so oft zu sehen, weil ich in New York studiert habe, seit dem ich 18 Jahre alt war. Ganz alleine bin ich hier natürlich trotzdem nicht, denn meine Freundin wohnt mit mir in Karlsruhe. Sie studiert in Mannheim und spielt auch Basketball – darüber haben wir uns kennengelernt, als ich vor zwei Jahren in die Stadt gezogen bin. Das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum ich schon so lange hier bin (lacht).

 

Welche spielerischen Aspekte im Basketball fallen dir besonders leicht?

Normalerweise würde ich sagen meine Schießfähigkeit und Treffsicherheit im Spiel – auch wenn ich in letzter Zeit nicht so oft im Sturm gespielt habe. Und da ich recht groß bin, kann ich Schüsse aus dem gegnerischen Feld sehr gut abfangen oder die gegnerischen Stürmer im Angriff blockieren.

 

Orlando Isaiah Parker (PSK Lions) im Zweikampf gegen Michael Jost (Rostock Seawolves). | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Wie bereitest du dich normalerweise auf ein Spiel vor?

Eigentlich höre ich immer viel Musik und nehme mir einen Moment Zeit um mich zu konzentrieren und auf meine Rolle in diesem Spiel zu fokussieren, aber das kommt auf das Spiel an. Vor einem Heimspiel höre ich gerne energiegeladene Song wie zum Beispiel vom Kendrik Lamar oder Drake. Wenn wir unterwegs sind, höre ich dann lieber Oldschool-Musik zum Runterkommen und zum Entspannen.

 

Habt ihr bei den Lions eine Art Ritual vor dem Spiel?

Hm.. nichts wirklich Besonderes eigentlich. Viele von uns sind gläubig und wir beten immer alle zusammen für ein gutes Spiel und dafür, dass wir ohne Verletzungen wieder vom Platz gehen können. Manche Spieler haben besondere Handshakes oder so, aber so cool bin ich leider nicht – das klappt nie! Oh und ich esse gerne Nudeln vor dem Spiel – das ist mein Ding.

 

Was war das bisher wichtigste Spiel für dich?

Eines der für mich bedeutendsten Spiele mit den PSK-Lions war im letzten Jahr gegen Chemnitz, den damaligen Tabellen-Ersten. Das war damals das wichtigste Spiel der Saison, das Letzte vor Weihnachten und wir haben gewonnen. Das war ein toller Moment. Aber auch die aktuelle Spielzeit ist super spannend – vor allem mit dem neuen Coach. Man merkt sofort, dass er seinen Job schon eine Weile macht und man hat sowohl sportlich als auch menschlich großen Respekt – im positiven Sinne natürlich!

 

Trainer Ivan Rudez (PSK Lions Trainer) mit seiner Mannschaft. | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Was hast du in deiner Profizeit gelernt, das sich auch auf andere Aspekte deines Lebens übertragen lässt?

Wahrscheinlich erfülle ich da die größten Klischees. Ich würde sagen das Leben bedeutet mehr als nur Basketball und man sollte auch für die kleinen Dinge im Leben dankbar sein, seine Familie wertschätzen und so. Es ist super wichtig Geduld mit sich selbst zu haben und trotzdem hart für die eigenen Ziele zu arbeiten aber ich finde, man sollte das Leben auch nicht immer so furchtbar ernst nehmen und Spaß an dem haben, was man tut. Sei geduldig, bleib am Ball und alles wird sich finden – das wäre auch mein Rat für junge Spieler.

 

Welchen Job könntest du dir nach deiner Basketball-Karriere vorstellen?

Also ich habe Marketing und Management studiert aber das Konzept von einem klassischen Arbeitstag beziehungsweise einem Nine-to-Five-Job kann ich mir im Moment nicht so ganz vorstellen. Meine große Leidenschaft neben dem Profisport ist schon seit jeher die Musik. Ich war schon als Kind der in der Schulband, spiele viele Instrumente wie Klavier und Schlagzeug und kann mir definitiv vorstellen, irgendwann selbst Musik zu produzieren.

 

Orlando Isaiah Parker  am Korb. | Quelle: TMC-Fotografie.de

Wie gefällt dir Karlsruhe?

Das ist jetzt schon mein drittes Jahr in Karlsruhe und ich fühle mich hier sehr wohl und wirklich Zuhause. Ich wohne in der Innenstadt und es ist so angenehm, dass man super schnell überall hinkommt – ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. In vielen Städten bist du erstmal Stunden unterwegs, bis du irgendwas einkaufen kannst oder etwas Essen gehen willst – das ist sehr entspannt. Das Einzige was mir hier fehlt, ist ein Strand und das Meer. Aber mir wurde gesagt, dass die Seen in der Umgebung sehr schön sind und das probier ich diesen Sommer mal aus.

Wo gehst du denn am liebsten Essen?

Da kann ich nur sagen –  Shoutout to La Cage!!! Da geh ich super gerne hin. Der Taco-Tuesday im Sausalitos ist auch quasi unschlagbar oder das Aposto zum Pizza essen.

Basketball-Fans aufgepasst – wer die Spiele der PSK-Lions mitverfolgen möchte, kann auf meinKA direkt am Ball bleiben. Wir berichten über alle Spiele der Karlsruher Basketball-Löwen.

PSK Lions - Impressionen Profibasketball

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