Neues vom Karlsruher SC
Robin Bormuth über seine Entwicklung beim KSC, Ziele & den Quarantäne-Alltag

Neues vom Karlsruher SC Robin Bormuth über seine Entwicklung beim KSC, Ziele & den Quarantäne-Alltag

Interview
Quelle: TMC-Fotografie.de | Tim Carmele

Robin Bormuth kam im Sommer 2020 nach Karlsruhe und entwickelte sich unter Christian Eichner schnell zum Stammspieler. Mit meinKA sprach der Profi über seine Rolle als Abwehrchef, seine entdeckte Torgefahr und das Leben in der Corona-Quarantäne.

Robin Bormuth: Der Abwehrchef vom Wildpark

Seit der Saison 2020/2021 verstärkt Robin Bormuth die Innenverteidigung des KSC und entwickelte sich unter Christian Eichner schnell zum Stammspieler. Aufgewachsen ist der 26-Jährige in Südhessen an der Bergstraße und startete dort auch seine fußballerische Laufbahn. Von den umliegenden Dorfklubs ging es schließlich in die Jugendabteilung des SV Darmstadt.

Im Jahr 2013 wagte der dann den nächsten Karriereschritt, verließ die Heimat und wechselte im Alter von 17 Jahren in die Jugendabteilung von Fortuna Düsseldorf. Dort kam er bei einer Gastfamilie unter und spielte in der A-Jugend der Fortunen. Ein Jahr später wurde er in die zweite Mannschaft befördert und spielte zwei Jahre lang in der Regionalliga West.

 

Vier Jahre Teil von Düsseldorfs Profi-Kader

In der zweiten Mannschaft machte Bormuth mehr und mehr auf sich aufmerksam, ehe er zur Saison 2016/2017 in die Profi-Mannschaft befördert wurde. Trainer-Ikone Funkel setzte große Stücke auf den jungen Nachwuchs-Profi.

Vier Jahre lang gehörte Bormuth zu Düsseldorfs Profi-Kader und kam in 56 Pflichtspielen für die Rheinländer zum Einsatz. Gegen Ende wurde die Einsatzzeit jedoch immer weniger, sodass es mit Ablauf seines Vertrages, Zeit für eine Veränderung wurde. Die fand er im Wildpark, in den ihn Oliver Kreuzer im Sommer 2020 mit einem Zweijahresvertrag lockte.

 

Robin Bormuth (KSC32) spielt den Ball. | Quelle: TMC-Fotografie.de | Tim Carmele

 

KSC-Profi Robin Bormuth im meinKA-Interview

Robin, du hast dich seit deinem Wechsel zur Führungskraft in der Innenverteidigung entwickelt, hast unter anderem Routinier Daniel Gordon als Stammkraft verdrängt. Hattest du das so erwartet?

Robin Bormuth: Ich hatte ein paar Startschwierigkeiten, nachdem ich ja zuvor in Düsseldorf kaum noch Spielpraxis hatte und lange nicht zum Einsatz gekommen war. Das Vertrauen der Verantwortlichen in Karlsruhe habe ich von Beginn an gespürt und das hat sicher dazu beigetragen, dass ich gute Leistungen gezeigt und konstant gespielt habe, was mir wiederum geholfen hat, Stammspieler zu werden. Es war definitiv mein Ziel, hier sofort eine wichtige Rolle zu übernehmen und einen Stammplatz zu bekommen. Dass alles genauso gekommen ist, freut mich natürlich umso mehr.

 

Am Wochenende hättest du gegen deine ehemaligen Düsseldorfer Kollegen gespielt. Ist man da besonders enttäuscht, dass das Spiel aufgrund der Quarantäne ausgefallen ist?  

Robin Bormuth: Ja schon, ich hatte mich definitiv sehr auf das Spiel und viele der ehemaligen Kollegen gefreut. Gerade, weil ich im Hinspiel ja nicht lange dabei sein konnte. Von daher ist es schade, dass es nicht geklappt hat. Aber ich bin natürlich umso motivierter, wenn das Spiel irgendwann nachgeholt wird.

 

Robin Bormuth (KSC32) am Ball. | Quelle: Tim Carmele | TMC-Fotografie.de

 

KSC in Quarantäne: „Die Ernüchterung war groß“

Kommen wir zur Quarantäne-Situation. Wie habt ihr davon erfahren und wie habt ihr die Nachricht aufgenommen?

Robin Bormuth: Wir haben die Entscheidung darüber von unserem Mannschaftsarzt am Dienstag mitgeteilt bekommen und natürlich war die Ernüchterung entsprechend groß. Es ist ja klar, auf sowas freut sich keiner. Einen Lagerkoller habe ich aktuell noch nicht, noch geht alles.

 

Welche Probleme bringt die Quarantäne hinsichtlich der Spielvorbereitung mit sich?

Robin Bormuth: Das größte Problem ist sicherlich, dass man nicht anständig trainieren kann und sich vernünftig vorbereiten kann. Das Training und die Spielpraxis mit dem Ball fehlt natürlich extrem und ist das Hauptproblem. Das wird denk ich einige Tage dauern nach der Quarantäne, bis man wieder optimal mit dem Ball am Fuß umgehen kann, nach zwei Wochen Unterbrechung.

 

Wie sieht das sonstige Training während der Quarantäne aus? Wie hältst du dich fit?

Robin Bormuth: Von unserem Athletiktrainer haben wir natürlich einen Trainingsplan bekommen, um unser Fitnesslevel halten zu können und auch die ersten gemeinsamen Zoom-Fitnesstrainings haben wir schon hinter uns gebracht. Es ist natürlich alles etwas ungewohnt, das Training vor der Laptop-Kamera. An diese neue Normalität für die nächsten beiden Wochen wird man sich erst noch gewöhnen müssen.

 

„Versuche durch Heim-Training fit zu bleiben.“

Was hat sich durch die Quarantäne ansonsten noch für dich geändert?

Robin Bormuth: Man muss sich ja sehen, dass das alltägliche Leben durch die Pandemie schon vorher nicht viel Raum für Bewegung geboten hatte. Abgesehen von den Teamkollegen im Training hatte ich keine sozialen Kontakte. Mit meiner Familie zu Hause kommuniziere ich ohnehin nur über Facetime.

Was sich durch die Quarantäne jetzt konkret geändert hat ist, dass ich nicht raus kann für einen Spaziergang oder jetzt nicht mehr zum Bäcker oder in den Supermarkt einkaufen kann. Ansonsten versuche ich durch Heim-Training konditionell einigermaßen fit zu bleiben.

 

Du hast es angesprochen, der fehlende Umgang mit dem Ball ist durch die Quarantäne ein großes Manko. Habt ihr eine Vorlaufzeit, nach der Quarantäne um euch ausreichend auf die Fortsetzung des Spielbetriebs vorzubereiten?

Robin Bormuth: Wir haben bislang noch keine Infos wann wir wieder starten können. Ich gehe aufgrund des ohnehin engen Terminplans nicht davon aus, dass wir eine große Vorlaufzeit vor unserem nächsten Bundesligaspiel haben werden. Da hat man wenig Einfluss drauf. Es gibt ja wenig Spielraum, wo man ausweichen könnte.

 

Robin Bormuth (KSC 32) beim Aufwärmen. | Quelle: TMC-Fotografie.de | Tim Carmele

 

Ist Robin Bormuth auch eine Option für die Offensive?

Du hast in deinem ersten Jahr nicht nur als Innenverteidiger überzeugt, sondern auch deine Torgefahr entdeckt. Mit drei Treffern hast du in der laufenden Saison schon genauso viele Treffer, wie in deiner gesamten Profizeit in Düsseldorf. Bist du also auch eine Offensiv-Option? 

Robin Bormuth: (lacht) Ich bin sehr froh, dass es im Januar geklappt hat und ich mal dreimal in Folge treffen konnte. Das hatte ich so noch nie, das stimmt. Ich bin natürlich nicht böse drum, wenn ich das Tor des Öfteren mal treffe und noch einige Treffer erzielen kann.

 

In einer ohnehin strammen Saison werden die nächsten Wochen für den KSC durch die Quarantäne und die Nachholspiele umso knackiger. Was hast du noch für Ziele in dieser Saison?

Robin Bormuth: Das Ziel von uns als Mannschaft ist es, noch so viel Spiele wie möglich positiv zu bestreiten, sowohl was die Leistung als auch die Ergebnisse angeht. Das ist uns die letzten Male nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben, aber es liegen noch genug Punkte vor uns, die wir holen können und wo wir der Saison das i-Tüpfelchen aufsetzen können.

 

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