News aus Baden-Württemberg
Sehnsucht nach dem Grünen: Gartenbaubranche boomt weiter

News aus Baden-Württemberg Sehnsucht nach dem Grünen: Gartenbaubranche boomt weiter

Quelle: Martin Rottenkolber
dpa

Wer einen Fachmann mit dem Anlegen oder der Pflege eines Gartens beauftragen möchte, sollte Geduld haben. Denn das Geschäft mit den grünen Oasen brummt. Auch die Pandemie spielt dabei eine Rolle.

Der Garten- und Landschaftsbaubranche in Baden-Württemberg geht es weiterhin prächtig – wäre da nicht der hartnäckige Fachkräftemangel. Vor allem der Lebenswandel in der Pandemie, der Rückzug der Menschen ins eigene Haus und die ebenfalls lange sinkende Zahl an Urlaubsfahrten habe Gärten, Parks und Balkonen eine stärkere Bedeutung verliehen, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Reiner Bierig. Statt Urlaub zu buchen, investieren viele Menschen in Baden-Württemberg in das eigene Zuhause. Andere machten zudem das Homeoffice zum «Gartenoffice» und investierten ins Grüne.

«Die Menschen haben eine Sehnsucht nach dem eigenen Garten bekommen», sagte Bierig. «Sie wollen in diesen Zeiten auf andere Gedanken kommen und sie brauchen eine Oase, einen Raum, wo sie Luft holen können.» Das spiegele sich auch in den Zahlen der Garten- und Landschaftsbau-Betriebe wider. «Wir hatten auch im vergangenen Jahr eine starke Nachfrage», sagte er. «Die Branche boomt auch weiterhin.»

Die Betriebe des Verbands machten demnach im Jahr 2021 einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro, das sind 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Hausgärten seien nach wie vor der Wachstumstreiber: Zwei Drittel des Umsatzes stamme von privaten Kunden. Aussagen zu den Gewinnen der zahlreichen Familienbetriebe machte der Verband nicht.

Kopfzerbrechen bereiteten hingegen auch weiterhin die fehlenden Fachkräfte. «Der Beruf hat eine Anziehungskraft, aber den Riesenbedarf decken wir mit den Lehrlingen allein nicht ab.» Die Attraktivität des Arbeitens mit der Hand habe in den vergangenen Jahren gelitten. «Aber es hat jetzt ein Umdenken stattgefunden», sagte Bierig. Gründe seien das gestiegene Umweltbewusstsein junger Menschen, die Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz und gute Fortbildungsmöglichkeiten. Die Betriebe bildeten 1500 Azubis aus, das seien zwei Prozent mehr als zuvor.

Derzeit verzeichnet der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau 812 Mitglieder, die etwa 11.800 Mitarbeiter beschäftigen.

 

Weitere Nachrichten

Der Apfel der Zukunft? Das kann der neue Superapfel vom Bodensee

Weniger Chemie, voller Geschmack: Am Bodensee wächst ein Apfel heran, der Pilzen trotzt und trotzdem süß bleibt. Kommt jetzt die Revolution für Obstbauern?

Besondere Bodensee-Fahrt bei 36 Grad: So heiß war es auf dem "Erotikschiff"

Latex, Leder und bis zu 36 Grad im Schatten: Ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres legte das «Torture Ship» auf dem Bodensee ab. Mobile Duschen sollten für Abkühlung sorgen - mit Erfolg?

Kleinkind allein mit bewaffnetem Mann? SEK stürmt Wohnung in Karlsruhe

Eine Mutter alarmiert die Polizei, weil sie ihr dreijähriges Kind in Gefahr befürchtet. Wenig später rücken Spezialkräfte an. Doch die Lage ist weniger dramatisch als zuerst angenommen.

DFB-Fan rechnet vor: Das kostet mich die WM bis zum Finale

Tickets, Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, Verpflegung - für WM-Besucher können sich die Ausgaben schnell summieren. Ein deutscher Fan berichtet, was er sich seinen großen Nordamerika-Trip kosten lässt.

Viel später, viel teurer: Das Debakel um Stuttgart 21

Seit Jahren klafft in der Stuttgarter Innenstadt die riesige Baustelle des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs. Warum dort noch fünf Jahre gebaut wird - und wer die Kosten dafür trägt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.