News aus der Fächerstadt
Stadt Karlsruhe muss 2024/25 weitere 30 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaften

News aus der Fächerstadt Stadt Karlsruhe muss 2024/25 weitere 30 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaften

Quelle: Tobias Hase

Die Stadt Karlsruhe muss durch Aufwandsreduzierungen beziehungsweise Ertragssteigerungen im Ergebnishaushalt für 2024/2025 weitere 30 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaften. Das haben der Oberbürgermeister und die Dezernentinnen und Dezernenten beschlossen.

2024/2025 weitere 30 Millionen Euro pro Jahr

Durch Aufwandsreduzierungen beziehungsweise Ertragssteigerungen im Ergebnishaushalt für 2024/2025 muss die Stadt Karlsruhe weitere 30 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaften. Das haben der Oberbürgermeister und die Dezernentinnen und Dezernenten beschlossen.

Notwendig wurde der Schritt durch die allgemeinen Preissteigerungen sowie die höhere Verlustabdeckung von Beteiligungsergebnissen, trotz höherer Steuereinnahmen, heißt es in der Pressemitteilung vom 31. Januar 2023.

 

Ergebnis des Haushaltssicherungsprozesses Teil 1

In der Gemeinderatssitzung am 20. Dezember 2022 wurden die über 200 Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Erreichung der Einsparsumme von jeweils 60 Millionen Euro für die Haushaltsjahre 2024 und 2025 vorgestellt.

Das Gesamtpaket der Haushaltssicherung von 60,83 Millionen Euro setzt sich zusammen aus 16,68 Millionen Euro Reduzierung von Sachkosten, 26,42 Millionen Euro Reduzierung von Transferkosten und 3,79 Millionen Euro Reduzierung von Personalkosten.

Zudem werden 13,94 Millionen Euro aus Ertragsverbesserungen generiert. Die Minderaufwendungen und Mehrerträge werden im Rahmen der Aufstellung des Doppelhaushaltsplanes 2024/2025 berücksichtigt. Der Gemeinderat wird hierüber im Rahmen der Haushaltsberatung im November 2023 entscheiden.

 

Mehr zum Haushaltssicherungsprozesses Teil 2

Durch den Haushaltssicherungsprozess Teil 1 werden sich die Planungen im Ergebnis-Haushalt in 2024 von minus 101,77 Millionen Euro auf minus 40,94 Millionen Euro verbessern. Des Weiteren wird dieses verbleibende Defizit durch Mehrerträge bei den Finanz­zuweisungen und darüber hinaus bei der Gewerbesteuer erwirtschaftet.

Auf der anderen Seite stehen aber die Entwicklungen auf dem Energiemarkt, die allgemeinen Preis- und Tarifsteigerungen, aber auch die höhere Verlustabdeckung von Beteiligungsergebnissen wie beispielsweise in den Bereichen Verkehr und Klinikum.

Trotz der Zielerreichung aus dem Haushaltssicherungsprozess Teil 1 ist daher für die Haushaltsjahre 2024 und 2025 aktuell von einem Anstieg des Defizits in Höhe von rund 60 Millionen Euro auszugehen. Hierdurch wird ein weiterer Prozess erforderlich, teilt die Stadt weiter mit.

 

Eckpunkte für den Doppelhaushalt 2024/2025

Der Oberbürgermeister und die Dezernentinnen und Dezernenten haben auf dieser Grundlage in einer Bürgermeister-Klausur die Eckpunkte für den Doppelhaushalt 2024/2025 diskutiert und festgelegt. Gemeinsames Ziel ist es, einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, teilt die Stadt in ihrer Meldung mit.

Die Stadt Karlsruhe muss durch Aufwandsreduzierungen beziehungsweise Ertragssteigerungen im Ergebnishaushalt für 2024/2025 weitere 30 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaften. Die weiteren 30 Millionen Euro sollen weiterhin durch einen konsequenten Haushaltsvollzug erzielt werden.

Wie auch im ersten Teil der Haushaltssicherung steht es den Dezernentinnen und Dezernenten frei, die Vorgaben innerhalb ihres Dezernats eigenständig auf ihre jeweiligen Dienststellen umzuschichten, solange insgesamt die Vorgabe im Dezernat erfüllt wird. Bis Ende März 2023 sollen Vorschläge erarbeitet werden, um diese bis zur Einbringung des Haushaltsentwurfs im Juli 2023 berücksichtigen zu können.

 

Die Systematik des neuen Prozesses

Der in der ersten Runde entwickelte „Instrumentenkoffer“ soll bei der Erarbeitung von Maßnahmen in der zweiten Runde noch stärker betrachtet werden. Dieser beinhaltet die Instrumente: Portfoliomanagement, (Vorausschauende) Personalplanung, Geschäftsprozessoptimierung, Flächenoptimierung und ressourcenschonende Arbeitsumgebung, Org(anigramm)-Check, Ertragskritik, Zuschussmanagement sowie Netzwerk Haushaltssicherung.

Insbesondere die Bereiche „(Vorausschauende) Personalplanung“ sowie „Flächenoptimierung und ressourcenschonende Arbeitsumgebung“ sollen fokussiert werden, geht aus der Mitteilung hervor.

 

Auswirkungen auf Finanzhaushalt & Investitionen

Der Oberbürgermeister und die Dezernentinnen und Dezernenten haben als weiteren Eckpunkt festgelegt, dass die im kommenden Doppelhaushalt 2024/2025 verankerten Investitionsmaßnahmen weiterhin im Mittelpunkt stehen. In den letzten Wochen und Monaten wurden in mehreren Investitionskonferenzen Verschiebungen und Streckungen vorgenommen, vornehmlich um die vom Regierungspräsidium Karlsruhe auferlegte Kreditobergrenze pro Haushaltsjahr von 200 Millionen Euro einzuhalten.

Solange der größte Teil der Investitionen und Investitions­zuschüsse weiterhin aus Kreditaufnahmen geleistet wird und so gut wie keine eigenen Mittel aus einem Zahlungsmittelüberschuss des Ergebnishaushalts generiert werden können, besteht kein Spielraum, neue, noch nicht begonnene Investitionsmaßnahmen für den nächsten Doppelhaushalt einzuplanen, heißt es abschließend.

 

 

Weitere Nachrichten

Aktuell Kaninchenpest in Karlsruhe: Kranke und tote Wildkaninchen bitte melden

Aktuell häufen sich Meldungen von tot aufgefundenen Wildkaninchen in Karlsruhe, insbesondere in und um die Günther-Klotz-Anlage. Die zuständigen städtischen Ämter gehen davon aus, dass die Tiere an der Kaninchenpest, Myxomatose, erkrankt waren.

Meilenstein für Energiewende: Stadtwerke Karlsruhe nehmen Großbatteriespeicher in Betrieb

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH hat einen neuen Großbatteriespeicher auf dem Gelände des unternehmenseigenen Heizkraftwerk West in Betrieb genommen. Mit der Anlage erweitert das Unternehmen seine Energieinfrastruktur um einen wichtigen Baustein für die Energiewende vor Ort.

Stadtfest Karlsruhe 2019
Redaktionstipp

Von Tierschutztag bis Stadtfest: Diese Veranstaltungen warten diese Woche in Karlsruhe

Das zweite Oktober-Wochenende (10. und 11. Oktober 2026), bietet eine schöne Auswahl an Veranstaltungen. Sonntags-Shopping, Street-Foof-Festival, Tierschutztag und mehr warten in Karlsruhe und viele Besucherinnen und Besucher. Schaut vorbei!

Stadtfest in Karlsruhe - das wird 2026 geboten

Am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober 2026, verspricht das Karlsruher Stadtfest mit Live-Musik und Gastronomie, Mitmachangeboten, Straßenkunst, einem Flohmarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag wieder Feier- und Shoppingstimmung in der Innenstadt.

"Tauschrausch": Neuer Tausch- und Verschenkcontainer in Bruchsal

Der Tausch- und Verschenkcontainer „Tauschrausch“ am Entsorgungszentrum in Bruchsal soll dazu beitragen, Abfälle zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und gut erhaltenen Dingen ein zweites Leben zu ermöglichen. Eröffnet wird der Container am 11. Oktober 2026.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.