Standort-Debatte ist entbrannt
Standort-Frage – Wo wird der Christkindlesmarkt künftig sein?

Standort-Debatte ist entbrannt Standort-Frage – Wo wird der Christkindlesmarkt künftig sein?

Quelle: meinKA

Einige werden sich noch erinnern: Vor vielen Jahren haben die Besucher des Karlsruher Christkindlesmarktes die Budenstadt auf dem Marktplatz gefunden. Baustellenbedingt folgte der Umzug auf den Friedrichsplatz. Doch wo ist er nach Ende der Bauarbeiten?

Aus der Kritik wurden lobende Worte

Es ist nun bereits sieben Jahre her, seitdem der Karlsruher Christkindlesmarkt letztmals vollständig auf dem Marktplatz zu finden war – rings um die Pyramide und durchkreuzt von Bahngleisen. Mit den Bauarbeiten für die Kombilösung Karlsruhe mussten die Wochenmärkte, aber auch der Weihnachtsmarkt weichen. Beschlossen wurde vom Gemeinderat daher eine temporäre Verlegung auf den Friedrichsplatz, wo der Christkindlesmarkt seit 2013 zuhause ist.

Doch die Zeit der Baustellen auf dem Marktplatz neigt sich ihrem Ende entgegen – und damit auch die der provisorischen Belegung des Friedrichplatzes. Doch die Kritik in der ersten Zeit sind den vielen positiven Stimmen in jüngster Vergangenheit gewichen. Viele können sich die Karlsruher Weihnachtsstadt ohne Waldweihnacht gar nicht mehr vorstellen – unter anderem auch der Karlsruher Schaustellerverband.

 

Tausende Unterschriften für den Friedrichsplatz

Auf dessen Initiative wurden jüngst Unterschriften von den Weihnachtsmarkt-Besuchern gesammelt, die sich für den Verbleib des Christkindlesmarktes auf dem Friedrichsplatz auch nach Ende der Bauarbeiten aussprechen. Immerhin rund 15.000 Unterschriften sind in den ersten Tagen der Aktion zusammengekommen, die Verantwortlichen rechnen bis zum Ende des Christkindlesmarktes mit nochmal einer gleichen Zahl an Stimmen.

 

| Quelle: meinKA

 

Im Januar 2020 sollen diese Unterschriften dann an das Rathaus übergeben werden. Denn dort wird die Entscheidung fallen müssen: Ob der Friedrichsplatz künftig wird eine „Oase der Ruhe“ wird, wie es der Stadtentwicklungsplan vorsieht, oder eben weiterhin als Veranstaltungsstätte genutzt werden kann.

 

Christkindlesmarkt auf beiden Plätzen?

Neben Gestaltung des Marktes spricht aus Sicht des Schaustellerverbandes auch verfügbare Platz dafür: Mit der Pyramide und den Treppenabgängen zum Bahntunnel würden auf dem Marktplatz noch noch etwas mehr als 60 Buden Platz finden. Auf dem Friedrichsplatz sind momentan mehr als 80 aufgebaut. Einzelne Marktbeschicker könnten künftig also keinen Platz mehr bekommen.

Ins Gespräch gebracht wird auch eine Doppel-Lösung: So könnte der Friedrichsplatz beibehalten und auch der Marktplatz mit Ständen gefüllt werden – ähnlich wie es vor einem Jahr war. Damals hat auf dem Marktplatz sogar ein Riesenrad Platz gefunden. Bei dieser Möglichkeit könnte die Lammstraße als Standort der Lichtweihnacht aufgegeben werden. Standbetreiber, die hier zu finden sind, äußern ohnehin die Kritik, dass sich dort kaum Kundschaft findet, die meisten Menschen einfach vorbeilaufen. Große Umsatzeinbußen im Vergleich zu den letzten Jahren sind die Folge.

 

| Quelle: Thomas Riedel

 

Der Ball liegt nun bei der Stadt Karlsruhe, die sich mit diesem Votum des Schaustellerverbandes im Rücken an die Ausarbeitung der künftigen Märkte macht. Eine Entscheidung hierfür wird der Gemeinderat treffen müssen – wobei die CDU bereits öffentlich bekannt gegeben hat, dass auch sie für einen Verbleib der Waldweihnacht auf dem Friedrichsplatz stimmen werden. Ausgeschlossen scheint diese Option also nicht zu sein.

Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

100%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.