Karlsruher SC
Trainingsauftakt beim KSC: Wir sprachen mit Trainer Senft und Neuzugang Civeja

Karlsruher SC Trainingsauftakt beim KSC: Wir sprachen mit Trainer Senft und Neuzugang Civeja

Quelle: aim

Der Karlsruher SC hat am Sonntag, 28. Juni 2026, das Training aufgenommen: 800 Fan waren im BBBank Wildpark und sahen die erste Trainingseinheit zur Saisonvorbereitung 26/27. Wir haben mit Trainer Maximilian Senft und Neuzugang Tim Civeja gesprochen.

KSC-Trainingsauftakt zur Saison 26/27

Der KSC hatte am Sonntagvormittag seinen Trainingsauftakt unter Neu-Coach Maximilian Senft. Das Team empfingen 800 Zuschauer im BBBank-Wildpark. Mit dabei waren 25 Feldspieler – Lilian Egloff und Eymen Laghrissi trainierten noch individuell auf dem Platz und Louey Ben Farhat musste nach überstandener Zahn-OP auf dem Rad trainieren.

Wir haben mit Trainer Maximilian Senft und Neuzugang Tim Civeja gesprochen.

 

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Maximilian Senft, KSC-Cheftrainer

 

meinKA: Wie ist nach der Pause und dem Einstieg hier Ihr Gefühl für die Mannschaft, die Sie in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln müssen?

Maximilian Senft, KSC-Cheftrainer: „Ja, alle sind mit sehr guter Energie dabei. Das ist erst einmal das Wichtigste zum Start: dass wir uns auf diesen Veränderungsprozess einlassen und jeder mit Freude an die Sache herangeht. Und wenn es dann schwieriger wird, wenn alle einmal müder werden – das war heute noch nicht der Fall – dann müssen wir trotzdem weiter dranbleiben.“

 

meinKA: Manche Spieler trainierten heute individuell, darunter auch Lilian Egloff – wie ist bei ihm der aktuelle Stand?
Maximilian Senft: „Er wird sicher noch zwei bis drei Wochen im Reha-Training sein. Danach wollen wir ihn sauber ins Mannschaftstraining überführen. Wir gehen da kein großes Risiko ein. Wichtig ist, dass uns Lee über die gesamte Saison zur Verfügung steht. Auch bei ihm gilt dasselbe wie für die Mannschaft: Schritt für Schritt.“

 

meinKA: Was ist Ihnen in der sechswöchigen Vorbereitung besonders wichtig?

Maximilian Senft: „Erst einmal ist mir wichtig, dass alle die richtige Haltung mitbringen und sich voll auf die Vorbereitung einlassen – und auch während der gesamten Vorbereitung konzentriert bleiben. Dann bauen wir die Belastung Schritt für Schritt auf. Wir werden nicht in der ersten Woche schon alles raushauen. Wir wollen die Spieler fit machen. Sie haben alle ihr Heimprogramm sehr gut absolviert, dafür gibt es ein großes Lob von meiner Seite. Jetzt wollen wir die Belastung jede Woche steigern, damit wir zum ersten Meisterschaftsspiel wirklich bei 100 Prozent sind und am Tag X bereit sind.“

 

meinKA: Sie wollen hier auch ein neues Spielsystem implementieren. Muss zum Saisonstart schon ein bestimmter Prozentsatz davon erreicht sein?

Maximilian Senft: „Da muss ich ein bisschen Spielverderber sein. Aus meiner Sicht ist das ein Prozess, der sich ständig weiterentwickelt – auch noch im Mai. Diese 100 Prozent sind meiner Meinung nach eigentlich gar nicht erreichbar. Das ist ein ständiges Streben nach einem Ideal. Mir ist aber wichtig, dass nach der Vorbereitung jedem Spieler glasklar ist, wie wir auftreten wollen und was unsere wichtigsten Verhaltensweisen sind. Davon gehe ich aus, dass das nach fünf Wochen der Fall sein wird. Ob das zum Saisonstart schon so gut funktioniert wie im April? Hoffentlich nicht, denn dann hätten wir bis April keine Entwicklung mehr gemacht. Nach der Vorbereitung soll aber unsere Kernidee klar erkennbar sein.“

 

meinKA: Es gibt viele Mittelfeldspieler, gleichzeitig besteht Bedarf in der Abwehr und im Sturm. Wie schwierig ist es, unter diesen Umständen ein Zusammenspiel einzustudieren?

Maximilian Senft: „Ja, ich kenne diese Situation. Ich hatte das zum Beispiel in Ried nach dem Abstieg. Damals waren aus der Vorsaison nur noch zwei Spieler da – jetzt sind es zum Glück deutlich mehr. Das gehört für jeden Fußballtrainer zum Job: mit möglichen Transfers und Veränderungen im Team umzugehen und trotzdem eine Spielidee weiterzuentwickeln, die für die Spieler nachvollziehbar ist. Das Gute ist: Die Spieler, die wir noch dazuholen werden, passen alle zu dieser Idee und bringen bereits eine gewisse Vorstellung mit. Deshalb ist das eine Herausforderung der Vorbereitung für uns als Trainerteam – aber eine, die jede Vorbereitung mit sich bringt. Entsprechend machen wir uns darüber keine Sorgen, sondern gehen diese Aufgabe mit Freude an.“

 

meinKA: Passt sich dabei das Spielsystem dem Kader an oder wird der Kader dem Spielsystem angepasst?

Maximilian Senft: „Das ist für mich keine Entweder-oder-Frage, sondern sowohl als auch. Ich werde mit einem Spieler wie Marvin Wanitzek anders spielen als mit einem anderen Achter. Natürlich wollen wir seine Stärken einbringen, und das gilt für jeden Spieler. Gleichzeitig gibt es aber auch ein paar unverhandelbare Verhaltensweisen, die jeder Spieler erfüllen muss. Es wird also einen klaren Rahmen von mir geben. Innerhalb dieses Rahmens sollen sich die Spieler kreativ entfalten und ihre Stärken sowie ihre Synergien auf den Platz bringen.“

 

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KSC-Neuzugang Tim Civeja

meinKA: Wir groß ist die Vorfreude auf die Saison?

Tim Civeja, KSC-Neuzugang: „Ja, auf jeden Fall. Der Schritt von der 3. Liga in die 2. Bundesliga zum KSC ist einfach ein großer Schritt. Der KSC ist ein etablierter Zweitligist mit hervorragenden Rahmenbedingungen. Ich freue mich auf die Liga, auf die Stadien und natürlich auf die Heimspiele. Deshalb ist die Vorfreude riesig.“

 

meinKA: Der Trainer hat schon gesagt, dass ein laufintensiver Spielstil gefragt sein wird. Liegt Ihnen das?

Tim Civeja: „Ja, nach meinen Statistiken in den letzten Jahren konnte ich immer relativ viel laufen. Wie intensiv es dann tatsächlich unter dem Trainer wird, werde ich sehen. Aber ich denke, das ist auf jeden Fall eine meiner Stärken. Dass man intensiv spielt, gefällt mir, weil man dadurch auch viele Lösungen findet.“

 

meinKA: Fühlst du dich auf der Acht am wohlsten?

Tim Civeja: „Ja, das würde ich so sagen. Am liebsten spiele ich im Zentrum – auf der Acht oder Zehn. Grundsätzlich kann ich auch auf der Sechs spielen, sehe mich aber eher als offensiven Mittelfeldspieler. Ich denke, dass ich mehrere Positionen besetzen kann.“

 

meinKA: Mit welchen persönlichen Ambitionen bist du hierhergekommen?

Tim Civeja: „Ich möchte so viel Spielzeit wie möglich bekommen. Ich setze mir aber keine konkrete Anzahl an Spielen als Ziel. Ich habe immer in kleinen Schritten gedacht: Jede Chance nutzen, wenn ich sie bekomme. Im Fußball passieren viele Dinge, die darüber entscheiden, ob man mehr oder weniger spielt. Deshalb geht es für mich darum, jede Möglichkeit bestmöglich zu nutzen.“

 

meinKA: Hat der Trainer dir schon eine bestimmte Rolle in Aussicht gestellt?

Tim Civeja: Nein, das würde ich nicht sagen. Natürlich gibt es ein paar Spieler, die als Führungsspieler oder Anker gelten – das ist offensichtlich. Trotzdem denke ich, dass es einen fairen Konkurrenzkampf gibt. Der Trainer verschafft sich im Moment selbst einen Eindruck von der Mannschaft. Deshalb glaube ich, dass jeder seine Chance bekommen wird. Dann liegt es an jedem Einzelnen, diese auch zu nutzen.

 

Saison 26/27 beginnt: Trainingsauftakt beim Karlsruher SC

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