Spieltag 29 | Zweite Liga
KSC empfängt den FC St. Pauli: „Wir brauchen dringend die Punkte!“

Spieltag 29 | Zweite Liga KSC empfängt den FC St. Pauli: „Wir brauchen dringend die Punkte!“

Quelle: Uli Deck

Am Samstag den 30. Mai 2020 um 13:00 Uhr, ist es schon wieder soweit: Der Karlsruher SC empfängt mit dem FC St. Pauli einen direkten Gegner im Abstiegskampf. Cheftrainer Christian Eichner gibt die Richtung vor: „Wir brauchen dringend die Punkte!“

KSC vs. St. Pauli: Zwei Teams im Abstiegskampf

Viel Zeit sich spezifisch auf den Gegner vorzubereiten bleibt während einer Englischen Woche wahrlich nicht. Seit dem Unentschieden gegen Hannover 96 hatten Eichner und seine Mannschaft nur Gelegenheit diesen Freitagmorgen das Abschlusstraining durchzuführen. Mit dem FC St. Pauli gastiert ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf im Wildpark. Gerade einmal fünf Punkte trennen die beiden Mannschaften in der Tabelle. Ein Sieg des Karlsruher SC und der direkte Kontakt zu Pauli ist hergestellt. Für den KSC kommt die Tatsache hinzu, dass man gegen Hannover durchaus die Chance auf drei Punkte hatte – ein Versäumnis welches Eichner nun gegen Pauli nachholen möchte.

 

Eichner kann personell aus den Vollen schöpfen

Bis auf den weiterhin verletzten Babacar Gueye, kann Eichner dabei auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Seit dem Liga-Restart präsentierte sich der Karlsruher Trainer durchaus wechselfreudig, zum Teil durch Sperren gezwungen, zum Teil aber auch selbst motiviert. Dieses Verhalten resultiere aus dem Bemühen, alle Spieler in den Abstiegskampf einzubeziehen: „Ich versuche alle so bei Laune zu halten, dass sie gierig bleiben, dass alle auf Spannung bleiben.“ Es sei also durchaus möglich, dass es auch am morgigen Spieltag wieder“ die ein oder andere Überraschung in der Startelf“  geben könnte.

 

KSC mit voller Konzentration auf St. Pauli

Angesprochen auf das Hygiene Konzept der DFL und den nach wie vor nicht ausgeschlossenen Ligaabbruch reagierte Christian Eichner mit Zweckoptimismus. Mit dem Hygiene Konzept sei man soweit einverstanden: „Es ist alles in Ordnung, ich glaube es ist wohl durchdacht.“ Ein großer Faktor spielen diese Umstände derzeit ohnehin nicht mehr, nach nun drei absolvierten Spielen sei so etwas wie Normalität eingekehrt: „Man gewöhnt sich als Mensch sehr, sehr schnell an die Dinge.“

In Bezug auf die angesprochene Möglichkeit des Saisonabbruchs mache sich der Trainer ebenfalls keine Sorgen: „Das sind Dinge, die ich nicht ändern kann.“ Davon abgesehen glaube er sowieso daran, dass die Saison wie geplant fertig gespielt werden kann, doch lasse die Englische Woche ohnehin wenig Zeit dafür über solche Szenarien nachzudenken. „Ich konzentriere mich auf den FC St. Pauli und damit haben wir genug zu tun!“

 

Karlsruher SC: Positive Entwicklung erkennbar

Dieser Fokus auf den FC St. Pauli beinhaltet allerdings die Reflektion über die Entwicklung der Mannschaft unter seiner Führung. Besonders seit dem Liganeustart stimme Eichner die Gesamtentwicklung der Mannschaft „grundsätzlich positiv“. Die Liga sei aber „sehr kompliziert“, was auch an den durchwachsenen Ergebnissen der Mannschaften im oberen Tabellendrittel zu erkennen sei. Niemand gewinne „Spiele im Vorbeigehen“ und „man muss sich im Klaren sein, dass so ein Zweitligaspiel immer alles bereithält.“

Dies musste auch der KSC in den letzten beiden Partien am eigenen Leib erfahren: „Wir hatten sowohl gegen Bochum als auch gegen Hannover, glaube ich, die Chance die volle Punktzahl zu ergattern. Man muss allerdings auch so fair sein und das muss man glaube ich als Trainer auch einmal sagen: Wir hätten in beiden Spielen auch mit 0 Punkten dastehen können.“

Im Vergleich zum Spiel gegen Bochum, als der KSC die letzten Minuten in den Seilen hing, sah Eichner seine Mannschaft gegen Hannover, speziell in der Schlussphase, aktiver und näher an den drei Punkten. Gerade deshalb hoffe er, dass seine Mannschaft aus der angesprochenen Schlussphase „sehr viel Kraft und Glaube mitgenommen“ habe und nun bereit ist drei Punkte gegen den FC St. Pauli im Wildpark zu behalten.

 

Der Gegner im Überblick – FC. St. Pauli

Eichner erwartet mit St. Pauli eine Mannschaft „die auch immer für Überraschungen gut“ sei, sowohl im positiven als auch im negativen. Einen Gegner „der weiß wie das Spiel geht!“ Mit dieser Einschätzung liegt Eichner wie ein Blick auf die jüngsten Ergebnisse der Gäste verrät nicht falsch.

Zunächst gelang der Mannschaft von Trainer Jos Luhukay ein 1:0 gegen das Tabellenschlusslicht Nürnberg. Anschließend setzte es eine herbe 4:0 Niederlage gegen Tabellenfünften SV Darmstadt 98. Zuletzt gelang wiederrum ein respektables 0:0 gegen den Vierten der Tabelle, 1. FC Heidenheim. Tabellarisch verweilt Pauli, wie eingangs bereits erwähnt, auf dem zwölften Platz. Mit einer Niederlage gegen den KSC würde man jedoch endgültig in den Abstiegskampf gezogen werden. Offensiv verdienen die beiden Stürmer Dimitrios Diamantakos, welcher auch schon für den KSC die Schuhe schnürte und Henk Veerman Erwähnung. Beide trafen diese Spielzeit jeweils achtmal.

Das Hinspiel auf St. Pauli endete mit einem 2:2 Unentschieden. Doch darf sich der KSC, nicht nur wegen der eigenen Leistungskurve, berechtigte Hoffnungen auf die drei Punkte machen: Von 13 Auswärtsspielen gewann Pauli lediglich eins und verlor sieben.

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