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Wechsel an der Karlsruher Klinikums-Spitze: Geißler folgt auf Spetzger

News aus der Fächerstadt Wechsel an der Karlsruher Klinikums-Spitze: Geißler folgt auf Spetzger

Quelle: Markus Kümmerle

Zum 01. September hat Prof. Uwe Spetzger die medizinische Führung im Städtischen Klinikum an Prof. Michael Geißler abgegeben. Spetzger hatte die Position seit Januar 2019 interimsweise neben seiner Funktion als Direktor der Neurochirurgie ausgeübt.

Städtisches Klinikum: Spetzger gibt an Geißler ab

Bereits am Dienstag, den 01. September 2020 hat Prof. Michael Geißler die Medizinische Geschäftsführung des Städtischen Klinikums Karlsruhe übernommen. Er folgt damit auf Prof. Uwe Spetzger, der die Position seit Januar 2019 interimsweise neben seiner Funktion als Direktor der Neurochirurgischen Klinik ausgeübt hat – darüber informiert das Klinikum in einer Pressemitteilung.

„Wir freuen uns, mit Prof. Geißler einen hervorragenden Mediziner und Klinikmanager mit strategischem Weitblick für unser Klinikum gewonnen zu haben“, so Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, bei der Übergabe der Geschäftsführung.

 

Fokus liegt primär auf die Inbetriebnahme von Haus M

Neben der Corona-Pandemie will Geißler seinen Fokus zunächst primär auf die Inbetriebnahme des neuen Betten- und Funktionshauses Haus M legen und die Optimierung der Arbeitsprozesse vorantreiben:

„Bei einer ersten Besichtigung war ich sehr beeindruckt vom Potential dieses modernen und absolut zeitgemäßen Neubaus. Diese Gebäudestruktur ist für die Etablierung gut funktionierender, strukturierter Arbeitsprozesse insbesondere bei komplexen interdisziplinären medizinischen Bereichen wie Intensivstation und Operationsbereich unabdingbar. Mit dem neuen Herzstück des Klinikums sind wir im Interesse unserer Patienten und Mitarbeiter für die Zukunft bestens gerüstet“, so Geißler.

Geißler gilt als einer der renommiertesten Onkologen Deutschlands und verantwortete seit 2015 als Ärztlicher Direktor des Klinikums Esslingen unter anderem die medizin-strategische Planung, die Wettbewerbsfähigkeit und Optimierung medizinischer Leistungsprozesse, die Digitalisierungsstrategie, Maßnahmen zur Fachkräfte-Gewinnung und -Bindung sowie die Personalentwicklung des Hauses. Bereits Ende 2019 hatte der Aufsichtsrat Geißler zum Medizinischen Geschäftsführer gewählt, so das Klinikum weiter.

 

Haupteingang Haus M | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Spetzger hat „außerordentliche Zeiten durchlebt“

„Prof. Spetzger hatte in der Position als medizinischer Geschäftsführer insbesondere aufgrund der Corona-Krise außerordentliche Zeiten durchlebt. Die Zusammenarbeit mit ihm war vom ersten Tag an dank des großen gegenseitigen Vertrauens und Wertschätzung ausgesprochen konstruktiv und produktiv. Die wichtigen und notwendigen Maßnahmen, aber auch die vielen alltäglichen Aufgaben, die ein Medizinischer Geschäftsführer einer Klinik dieser Größenordnung zu bewältigen hat, hat Prof. Spetzger mit großer Erfahrung, Souveränität, mit Geduld und hohem menschlichen Einfühlungsvermögen wahrgenommen. Im Namen der Stadt Karlsruhe danke ich ihm für sein Engagement in den vergangenen 20 Monaten, vor allem auch in der Corona-Krise. Eine Ausnahmesituation für jede Klinik, die er gemeinsam mit vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich meisterte“, so Stadtoberhaupt Mentrup.

Auch der kaufmännische Geschäftsführer des Klinikums Markus Heming fand lobende Worte: „Uwe Spetzger hat maßgeblich dazu beigetragen, dass unser Haus so gut durch das erste Halbjahr der Corona-Krise gekommen und jetzt umfassend auf ansteigende Fallzahlen vorbereitet ist.“

 

Uwe Spetzger | Quelle: Markus Kümmerle

 

Unterschiedliche Emotionen bei Prof. Spetzger

Bei Spetzger selbst verursacht der Wechsel unterschiedliche Emotionen, erklärt das Klinikum: „Auf der Seite war beziehungsweise ist die Führung eines Großkrankenhauses eine faszinierende und erfüllende Aufgabe, bei der ich die Zukunft des Klinikums aktiv mitgestaltet habe“, so Spetzger. Dennoch musste er durch die Doppelbelastung auf der anderen Seite die Patientenversorgung in seiner eignen Abteilung reduzieren.

„Ich freue mich daher sehr darauf, dass die Gehirn- und Wirbelsäulenchirurgie wieder zu meinem beruflichen Mittelpunkt wird, denn die klinische und operative Tätigkeit hat mir gefehlt, bei der Fülle meiner täglichen administrativen Aufgaben“, betonte der Neurochirurg – auch will Spetzger ab sofort wieder mehr Zeit mit seiner Familie verbringen die in den letzten Monaten „massiv zu kurz gekommen“ sei.

 

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