Corona in Baden-Württemberg
Wegen Corona: 1.000 zusätzliche Lehrerstellen in Baden-Württemberg?

Corona in Baden-Württemberg Wegen Corona: 1.000 zusätzliche Lehrerstellen in Baden-Württemberg?

Quelle: Marcel Kusch

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch fordert vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie 1000 zusätzliche Lehrkräfte im Land für das neue Schuljahr.

Statt dem vom Kultusministerium geplanten zweiwöchigen Nachhilfeunterricht am Ende der Sommerferien brauche es ein Nachhilfeprogramm für das ganze nächste Schuljahr, sagte Stoch im «Schwäbischen Tagblatt» (Dienstag). Baden-Württemberg solle 1.000 zusätzliche Lehrkräfte einstellen, um zu unterrichten, wo Unterricht sonst ausfallen würde, und außerdem Nachhilfeunterricht zu geben. Den Schülern müsse geholfen werden, den Rückstand der vergangenen Monate aufzuholen.

Es gebe jedes Jahr Lehrkräfte, die keine Stelle bekämen, sagte Stoch der Deutschen Presse-Agentur. «Aus dem Reservoir aus diesen ausgebildeten Lehrkräften würde ich gerne schöpfen», sagte Stoch. Man könne sie zunächst für ein Jahr befristet einstellen, bevor sie am Supermarkt an der Kasse säßen, sagte Stoch.

«Ich muss daran erinnern, dass wir nach wie vor einen Mangel an Lehrkräften haben», reagierte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) auf die Forderung Stochs. Sie begründete das mit Planungsfehlern in der Vergangenheit, gerade aus den Zeiten, als Stoch selbst Kultusminister war. So sei versäumt worden, die Studienplatzkapazitäten auszuweiten.

Viele Junglehrkräfte seien zudem räumlich nicht mobil genug und würden sich schwer damit tun, eine Stelle etwa im ländlichen Raum in Betracht zu ziehen. «Vor diesem Hintergrund halte ich es nicht für sinnvoll, zusätzliche Lehrerstellen auszuschreiben, die wir dann gar nicht besetzten könnten», sagte Eisenmann. Das Einstellungsverfahren beim Kultusministerium sei in vollem Gange. Zum aktuellen Schuljahr besteht demnach ein Einstellungsbedarf von 6.000 Lehrkräften, bis Ende Juli konnten bereits etwa 4.000 Stellen besetzt werden.

 

Mehr zum Thema

Manne Lucha, Sozialminister des Landes Baden-Württemberg

Gesundheitsminister rechnet nicht mit weiterer Pflege-Impfpflicht

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha rechnet nicht mit einer Verlängerung der Impfpflicht im Pflegewesen.

Pandemiemaßnahmen: Bund soll bei Bedarf epidemische Notlage ausrufen

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha sieht den Bund in der Pflicht, im Herbst bei Bedarf erneut die epidemische Notlage auszurufen.

Verdi lehnt Ausnahme für Klinikpersonal bei Corona-Quarantäne ab

Die Gewerkschaft Verdi hat eine Ausnahmeregelung bei der Quarantäne für Klinikpersonal bei einer Corona-Infektion kritisiert.

Höchster Pandemie-Krankenstand in erstem Halbjahr 2022

Probleme bei der Dübel-Herstellung, Zugausfälle und verschobene Operationen: Der hohe Krankenstand im Südwesten machte zuletzt vielerorts Schwierigkeiten. Eine erste Krankenkassen-Auswertung zeigt: Schuld daran war längst nicht nur Corona.

Corona-Verdienstausfall: 340.000 Anträge auf Entschädigung

Viele Arbeitsplätze bleiben während der Pandemie leer: Weil die infizierte Ärztin nicht zur Arbeit darf oder der Vater sich zu Hause um sein positiv getestetes Kind kümmern muss. Für den dadurch ausbleibenden Verdienst haben Hunderttausende beim Land Entschädigung beantragt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 

Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.