Corona in Baden-Württemberg
Wirtschaftsministerin gegen Recht auf Homeoffice

Corona in Baden-Württemberg Wirtschaftsministerin gegen Recht auf Homeoffice

Quelle: Christoph Schmidt

Endet mit dem Frühlingsbeginn die Zeit von Homeoffice? Die Wirtschaftsministerin lehnt eine gesetzliche Regelung für das Recht zuhause zu arbeiten ab.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat sich in der Debatte über Möglichkeiten für Homeoffice auch nach dem geplanten Wegfall der meisten Corona-Auflagen gegen einen Rechtsanspruch ausgesprochen. Die CDU-Politikerin sagte in Stuttgart, man habe in der Corona-Krise tagtäglich erlebt, dass in den allermeisten Unternehmen sehr pragmatisch mit der Arbeit im Home-Office umgangen werde. «Die positiven Erfahrungen, die hier in der Pandemie gesammelt wurden, werden auch darüber hinaus nachwirken.»

Sie sei überzeugt davon, dass das Arbeiten im Homeoffice auch in Zukunft eine zentrale Rolle in unserer Wirtschafts- und Arbeitswelt spielen werde. «Was wir allerdings auf keinen Fall brauchen, ist zusätzliche Bürokratie.»

Selbstverständlich wolle man keine Abstriche beim Gesundheits- und Arbeitsschutz – auch im Homeoffice habe der Arbeitstag ein Ende, und das soll zweifelsohne auch so sein. «Deshalb gibt es bereits jetzt Regelungen zum Arbeitsschutz, die einzuhalten sind. Was langfristige Lösungen zum Homeoffice anbelangt, so müssen aus meiner Sicht an erster Stelle flexiblere Arbeitsmodelle und steuerrechtliche Fragen geregelt werden.» Die europäischen Rahmenbedingungen ermöglichten größere Spielräume für eine Flexibilisierung, die bisher mit dem deutschen Arbeitszeitgesetz aber nicht ausgeschöpft seien.

DGB-Landeschef Kai Burmeister kritisierte die Wirtschaftsministerin. «Wir begrüßen es sehr, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil einen Rechtsanspruch auf Homeoffice plant.» Die Sozialpartner hätten vielfach gute, flexible Regelungen gefunden. «Aber überall dort, wo es keine Betriebsräte gibt, brauchen die Beschäftigten den Rechtsanspruch.» Der SPD-Wirtschaftspolitiker Boris Weirauch meinte, die CDU-Arbeitsministerin sei wieder einmal zur Stelle, wenn es darum gehe, beim Wandel der Arbeitswelt die Interessen der Beschäftigten unter den Tisch fallen zu lassen.

 

Weitere Nachrichten

Achtung Glatteis am Montag: Warnung für weite Teile Baden-Württembergs

Eisiger Regen trifft Baden-Württemberg: Die Straßen und Gehwege werden glatt. Der Deutsche Wetterdienst rät möglichst im Warmen zu bleiben.

Gute Erfahrungen im Landkreis Karlsruhe: So lässt sich die Arbeitspflicht für Geflüchtete umsetzen

Der Landkreis Karlsruhe meldet Erfolge. Und könnte Vorbild für andere Regionen sein.

Leiser, sauberer, aber teurer: Vollelektrische Baustelle - machbar oder Zukunftsmusik?

Leiser, sauberer, aber teurer: Wann und wo es sich lohnt, dass Bauarbeiter auf E-Bagger umsteigen - und was gegen eine flächendeckende Umsetzung spricht.

Weniger neue Bausparverträge – Branche meldet Normalisierung

Nach dem Boom durch die Zinswende verzeichnen Bausparkassen erneut weniger Neuabschlüsse. Warum Eigenheimsparer trotzdem weiter auf Sicherheit setzen – und welche Zinsen aktuell drin sind.

Umgestürzter Schneepflug im Kreis Rastatt soll kommende Woche geborgen werden

Auf einer schneebedeckten Straße verliert ein Fahrer die Kontrolle über einen Schneepflug. Das Räumfahrzeug stürzt einen Hang hinunter. Warum die Bergung sich als schwierig darstellt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.