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Fest- und Demonstrationstag für die sexuelle Vielfalt
CSD in Karlsruhe – Bunte Vielfalt beim Christopher Street Day

Fest- und Demonstrationstag für die sexuelle Vielfalt CSD in Karlsruhe – Bunte Vielfalt beim Christopher Street Day

Quelle: Pixabay

Die Menschen sind unterschiedlich und das ist auch gut so! Um gegen die Ausgrenzung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern zu demonstrieren, wird jährlich der Christopher Street Day (CSD) begangen. Der CSD in Karlsruhe findet am 1. Juni 2019 statt.

Christopher Street Day in Karlsruhe - CSD-Parade 2019


 

Christopher Street Days in Karlsruhe

Am CSD werden in Karlsruhe wieder besonders viele Regenbogenfahnen in der Fächerstadt zu sehen sein. Sie stehen als Symbol für die Vielfalt der Kulturen, für den Aufbruch und die Veränderung aber auch als Zeichen für Toleranz und Akzeptanz der vielen verschiedenen Lebensformen! Etwa seit den 1970er Jahren ist die Regenbogenfahne, in leicht abgewandelter Form, außerdem das Zeichen der Lesben- und Schwulenbewegung.

Diese will einmal im Jahr besonders bunt und farbenfroh auf sich aufmerksam machen. Der Christopher Street Day, der im englischsprachigen Raum auch als Gay Pride bekannt ist, gilt als Fest-, Gedenk-, Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Am CSD wird die Stimme gegen Diskriminierung und Ausgrenzung erhoben – auch in Karlsruhe!

 

Die Regenbogenfahne wird beim CSD oft geschwungen. | Quelle: Pixabay

 

CSD in Karlsruhe im Jahr 2019

Das wichtigste gleich vorweg: Wer am CSD 2019 in Karlsruhe teilnehmen will, sollte sich Samstag, den 1. Juni, im Kalender markieren! An diesem Tag findet in der Fächerstadt das schillernde Fest der Vielfältigkeit statt! Zum CSD in Karlsruhe gehören die Demoparade, die Kundgebung am Stephanplatz  und ein ganztägiges Familienfest. Abgerundet wird die ganze Veranstaltung durch ein Rahmenprogramm, das sich über mehrere Tage zieht.

Dreh- und Angelpunkt des Karlsruher CSD ist das Familienfest mitten in der Innenstadt am Stephanplatz. Von 11:00 Uhr bis 22:00 Uhr gibt es hier ein umfangreiches Bühnenprogramm, Essen, Trinken und Informationsstände von verschiedenen Vereinen sowie eine Hüpfburg für Kinder.

Um 14:00 Uhr startet  auf dem Stephanplatz dann die große CSD Demoparade quer durch die Karlsruher Innenstadt. Das Motto in diesem Jahr: „Geschlecht: [ ] ja [ ] nein [ ] vielleicht [x] wieso?“. Die Parade läuft dabei über die Waldstraße auf die Kaiserstraße, von dort in die Adler- und Markgrafenstraße, bevor die Route über die Erbprinzenstraße und Waldstraße zurück zum Stephanplatz führt. Es folgt ab 16:00 Uhr eine Kundgebung, bevor das Familienfest wieder seinen Lauf nimmt. Der Ausklang des Abends wird bei einer „Buntes Rauschen-Party“ im Culteum in der Karlsruher Oststadt gefeiert. Die offizielle After-CSD-Party ist die Rosapark Party, die im Nachtwerk in Karlsruhe stattfindet.

 

Die CSD-Parade zieht in Karlsruhe quer durch die Innenstadt. | Quelle: CSD Karlsruhe

 

Wer sich über den 1. Juni 2019 hinaus über die Thematik rund um den Christopher Street Days informieren möchte, findet in Karlsruhe ein umfangreiches Rahmenprogramm. Hier nur ein kleiner Überblick über die Themenauswahl: Schwule Türken gibt es auch – Islam trifft auf LGSBTTIQ, Vortrag zur Queer History, Queergottesdienst zum CSD und vieles mehr. Die komplette Übersicht und viele ergänzende Informationen zu den jeweiligen Programmpunkten sind auf der Internetseite des CSD Karlsruhe zu finden.

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages und der IHK Karlsruhe sowie Gründer der Baden-Badener Grenke AG, unterstützt den diesjährigen Christopher-Street-Day (CSD) Karlsruhe als Schirmherr. „Die Vielfalt in den Betrieben, in der Region, im ganzen Land, spielt eine bedeutende Rolle für Wohlstand und Frieden in Europa. Daher darf Ausgrenzung nicht in unserem Sinne sein“, so Grenke. „Ich unterstütze den diesjährigen Christopher-Street-Day in Karlsruhe als Schirmherr, weil ich überzeugt bin, dass Menschen, die sich entfalten können – so individuell wie sie sind – Wirtschaft und Gesellschaft voran bringen.“

 

Geschichte des Christopher Street Day

Der Ursprung des Christopher Street Day ist im Jahr 1969 in Amerika zu finden. In der Christopher Street in New York kam es in der Bar Stonewall Inn zu einem Aufstand. Grund waren gewalttätige Polizeikontrollen, die sich die Homosexuellen und andere sexuelle Minderheiten nicht mehr gefallen lassen wollten. Dieser Bewegung ist es noch heute zu verdanken, dass im Juni für die Rechte der Queer-Bewegung auf die Straße gegangen wird.

Zwar werden Homosexuelle heute in vielen Bereichen gleichgestellt, doch die Macher hinter dem CSD Karlsruhe sehen weiterhin noch einen langen Weg, den es zu beschreiten gilt. Konkret soll mit der Demoparade in Karlsruhe die Aufmerksamkeit auf den Fakt gelenkt werden, dass homosexuelle Paare noch immer in vielen Bereichen stark benachteiligt werden. Zu nennen wäre unter anderem das Steuer- oder Adoptionsrecht, aber auch die allgegenwärtige Diskriminierung und das Mobbing in der Gesellschaft.

 

Teilnehmer am Christopher Street Day | Quelle: Pixabay

Demoparade und CSD-Familienfest – hier gehts lang!

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