Covid-19
DKMS: Weniger Stammzellenspender wegen Corona

Covid-19 DKMS: Weniger Stammzellenspender wegen Corona

Quelle: Robert Michael

Die Corona-Pandemie hat die Knochenmarkspenderdatei vor eine der größten Herausforderungen in ihrer fast 30-jährigen Geschichte gestellt.

Geschlossene Grenzen, gestrichene Flugverbindungen und verschobene Vor-Ort-Registrierungsaktionen – im Corona-Jahr 2020 werden sich bis Ende Dezember voraussichtlich mehr als 400 000 Menschen bei der DKMS in Deutschland registriert haben.

Der Stand am 4. Dezember belief sich auf 386 259. Dies sind rund ein Drittel weniger als im Vorjahr 2019, wie die DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) in Tübingen mitteilte. Weltweit seien 6843 Stammzellspenden vermittelt worden.

Wie aus der Pressemitteilung weiter hervorgeht, fanden allein in Deutschland bis Ende November 5108 Stammzellentnahmen von DKMS-Stammzellspendern statt. 845 Transplantate gelangten bis Ende November auf dem Luftweg via «Cargo im Cockpit» zu ihren jeweiligen Patienten.

Eine Neuerung: Der Pilot eines Cargofluges fungiert dabei als Kurier und übergibt die Stammzellen am Zielflughafen an Fachkräfte, die die Fracht zur Transplantationsklinik bringen. Diese Lösung hatte die DKMS mit Fluggesellschaften und Kurierdiensten auf die Beine gestellt, als wegen der Corona-Pandemie immer weniger Passagierflüge zur Verfügung standen.

Die Gesundheitskrise habe die Arbeit bei der DKMS fundamental verändert, sagte Elke Neujahr, die Vorsitzende der DKMS-Geschäftsführung. «Doch trotz größter Herausforderungen haben wir neue Chancen erkannt und viele positive Veränderungen eingeleitet. Wir sind noch digitaler und flexibler geworden.»

 

Mehr zum Thema

Gesundheitsminister fordert Corona-"Instrumentenkasten" für den Herbst

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha hat vom Bund erneut den «bewährten Instrumentenkasten» an Corona-Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie im Herbst gefordert.

Trotz Regeländerung: Kostenlose Corona-Tests in Tübingen

Im Gegensatz zu den meisten Städten in Deutschland sollen sich in Tübingen weiter alle Menschen kostenlos auf Corona testen lassen können.

Gesundheitsminister: Kein Bundesland ersetzt 3 Euro bei Corona-Tests

Einst wurden sie in der Pandemie hektisch eingeführt, jetzt werden sie kräftig eingedampft: Die kostenlosen Corona-Tests. Zu teuer, zu wenig aussagekräftig. Aber wer sich künftig einen Gratis-Test erschleichen will, dem wird es wohl nicht allzu schwer gemacht.

Experte: Personalmangel in Gastronomie langfristiges Problem

Der Personalmangel in der Gastronomie ist aus Sicht des Wirtschaftsprofessors Valentin Weislämle ein Problem, das die Branche noch sehr lange beschäftigen wird.

Pandemie: Land will sich für Corona-Herbst wappnen

Die Frage nach dem Corona-Herbst gleicht derzeit dem Blick in die Glaskugel. Das Land will aber dafür Sorge tragen, dass man schnell auf eine Zuspitzung der Lage reagieren kann. Wie geht es mit den Tests ab Donnerstag weiter?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.