Baden-Württemberg
Fastnacht 2021 noch nicht aufgegeben: Absagen im Karneval

Baden-Württemberg Fastnacht 2021 noch nicht aufgegeben: Absagen im Karneval

Quelle: Patrick Seeger

Bis zur Fastnacht 2021 dauert es noch einige Monate. Dennoch beobachten die Zünfte die Entwicklung rund um das Coronavirus genau. Kann die fünfte Jahreszeit wie gewohnt stattfinden?

Macht die Corona-Pandemie auch der Fastnacht 2021 einen Strich durch die Rechnung? Aus Sicht der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) ist es für Absagen noch zu früh. „Wir sind der Auffassung, dass zum derzeitigen Zeitpunkt kein Grund besteht, die Fastnacht abzusagen“, sagte VSAN-Präsident Roland Wehrle.

Sollte sich die Coronakrise aber durch eine zweite Welle wieder verschärfen, müsse man erneut abwägen. „Natürlich haben wir ein Recht auf unsere Fastnacht, gerade als Kulturerbe. Aber genauso hoch wiegt die Verantwortung für die Allgemeinheit.“

Der VSAN wolle bis nach Sommerferien warten und die Lage anschließend bewerten. „Aber für mich ist der Maßstab: Wenn die Bundesliga wieder mit normalem Publikum spielt, können wir auch unsere Fastnacht in irgendeiner Form durchführen“, sagte Wehrle. Bislang seien bei den Mitgliedszünften noch keine Veranstaltungen abgesagt worden.

„Wir müssen ja irgendwann auch wieder zur Normalität zurück, nicht nur aus gesundheitlicher und gesellschaftspolitischer Sicht, sondern auch wirtschaftlich.“ Wenn große Feste ausfielen, betreffe das auch Brauereien, Bäckereien und den Getränkehandel.

Im Karneval dagegen gibt es bereits die ersten Absagen für die Saison 2021. So wird es beispielsweise bei der Karneval-Kommission in Mannheim im kommenden Jahr kein Prinzenpaar geben. „Da müssten wir jetzt schon in die Planung, das könnte keiner verantworten“, sagte Präsident Thomas Dörner. Momentaner Stand sei es, auch auf die Saalfastnacht zu verzichten. „Aber das gilt unter den derzeitigen Voraussetzungen. Sollte sich die Lage ändern, werden wir die Maßnahme auch korrigieren.“

Grund für den Verzicht seien unter anderem Auflagen wie die Abstandsregeln, sagte Dörner. Ein nur halb gefüllter Saal lohne sich schon finanziell nicht. „Außerdem möchten wir unser Publikum nicht unnötig gefährden.“

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