Die Fächerstadt feiert!
Karlsruhe ist erste deutsche Creative City of Media Arts

Die Fächerstadt feiert! Karlsruhe ist erste deutsche Creative City of Media Arts

Quelle: ARTIS - Uli Deck

Die Fächerstadt hat einen Grund zum Jubeln! Die badische Metropole wird nämlich in das globale UNESCO Creative Cities Network aufgenommen – als erste deutsche Stadt in der Kategorie Medienkunst. Dies gab die UNESCO Generaldirektion in Paris nun bekannt.

Austausch mit weltweiten Großstädten

Als neues Mitglied des globalen UNESCO Creative Cities Network tritt Karlsruhe ab sofort in einen Austausch mit Großstädten aus der ganzen Welt. In einer Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe wird erklärt, dass die von der UNESCO ausgewählten Mitglieder des Netzwerks, sowohl Kultur, als auch Kreativität als Teil ihrer Identität und eine der zentralen Stützen einer nachhaltigen Zukunftsstrategie erkannt haben.

 

„Bedeutender Tag für die Fächerstadt“

„Das ist ein bedeutender Tag für die Fächerstadt“, so Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Mit ihrer Entscheidung erkennt die UNESCO die besonderen Potenziale Karlsruhes als Medienkunst- und Kreativstandort an. Durch die Auszeichnung als UNESCO Creative City of Media Arts schärft Karlsruhe sein Profil als ein führendes Zentrum der universellen Medienkunst, der Digitalwirtschaft und IT-Forschung weiter.“

Mentrup verweist außerdem auf das Ranking der EU, das Karlsruhe als Nummer zwei der europäischen Städte bis 500.000 Einwohner bei Kultur und Kreativität einstuft. „Die Fächerstadt gewinnt nun international noch mehr an Strahlkraft und Aufmerksamkeit““, so das Stadtoberhaupt. „Jetzt kommt es darauf an, das enorme Potenzial, das die Aufnahme in das Creative Cities Network der Stadt Karlsruhe bietet, voll auszuschöpfen“, ergänzt Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein.

 

Aktionsplan in vier Jahren umsetzen

Ein vom Kulturamt entwickelter Aktionsplan wollen die beteiligten Institutionen in den kommenden vier Jahren nun in die Tat umsetzen. Hierzu zählen die Präsentation von Medienkunst im öffentlichen Raum, wie beispielsweise bei den Schlosslichtspielen oder dem neuen Festival „Seasons of Media Arts“, sowie die Förderung von Medienkunst-Projekten.

Auf internationaler Ebene kann das ZKM durch die Aufnahme in das Netzwerk sein  Kooperationsnetzwerk erweitern und unter anderem sein Ausstellungsformat „Open Codes“ ab 2020 in anderen Creative Cities wie Shanghai, Bilbao oder Seoul präsentieren. Der Aktionsplan soll Kultur- und Kreativwirtschaft als Ideenfabrik und Wachstumsmotor für die Stadtentwicklung weiter ankurbeln. Ein neu einzurichtender Fonds soll die Netzwerkaktivitäten von Kunst- und Medienschaffenden fördern.

 

Freude bei den Schlosslichtspiel-Machern

„Wir sind glücklich, dass Karlsruhe nun Mitglied im weltweiten UNESCO Creative Cities Network ist und freuen uns, dass wir mit den SCHLOSSLICHTSPIELEN einen Beitrag zur erfolgreichen Bewerbung leisten konnten“, wird Martin Wacker, Geschäftsführer der KME – Karlsruhe Marketing und Event GmbH, in einer Pressemeldung zitiert. „Seit fünf Spielzeiten bringen das ZKM und die KME gemeinsam Medienkunst an den Gründungsort unserer Stadt und konnten dort schon 1,7 Millionen Menschen begrüßen“

 

Neue Perspektiven und Chancen

Einmal im Jahr tauschen sich Vertreter des weltweiten Netzwerks, das die sieben kreativen Bereiche Kunsthandwerk und Volkskunst, Design, Film, Gastronomie, Literatur, Medienkunst und Musik vereint, bei einer Konferenz aus. Im Jahr 2020 findet diese im brasilianischen Santos statt. Dort werden Stadtentwicklungsperspektiven aus kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Sicht diskutiert. „Im internationalen und interkulturellen Dialog können wir uns als weltoffene Metropole präsentieren. Zusätzlich eröffnen sich nun neue Perspektiven und Chancen, Karlsruhe zu einem noch lebenswerteren Ort zu machen“, betont OB Mentrup.

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