News
Karlsruher Pyro-Prozess: Fanprojekte solidarisieren sich

News Karlsruher Pyro-Prozess: Fanprojekte solidarisieren sich

Quelle: Uli Deck/dpa

Der viel beachtete Prozess gegen drei Mitarbeiter des KSC-Fanprojekts geht in die nächste Runde. Die anstehenden Berufungsverhandlungen dürften Signalwirkung haben.

Mit großer Aufmerksamkeit und mitunter auch großer Sorge blicken Fußball-Anhänger auf die anstehenden Berufungsverhandlungen im Fall des Karlsruher Fanprojekts. Die rechtliche und politische Auseinandersetzung könne «erhebliche Auswirkungen auf die professionelle Fan-Arbeit in Deutschland haben», teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) vor dem ersten von zwei angesetzten Verhandlungsterminen am Karlsruher Landgericht an diesem Donnerstag mit.

 

Pyro-Skandal mit elf Verletzten

Das Amtsgericht Karlsruhe hatte drei Mitarbeiter des KSC-Fanprojekts wegen des Vorwurfs der versuchten Strafvereitelung vor einem Jahr zu Geldstrafen im mittleren vierstelligen Bereich verurteilt, das Trio daraufhin Berufung eingelegt.

Nach einem Pyro-Skandal mit elf Verletzten beim Zweitliga-Spiel des Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli im November 2022 hatten sich die drei Sozialarbeiter geweigert, in der Aufarbeitung als Zeugen auszusagen. Ihr Verhalten hatten sie damit begründet, dass sie bei ihrer Arbeit auf das Vertrauen der Fans angewiesen seien und dieses Verhältnis schützen müssten.

Ein Zeugnisverweigerungsrecht gibt es in der Sozialen Arbeit aber nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen.

 

Solidaritätsbekundungen auch in den Stadien

«Das Fanprojekt Karlsruhe leistet seit Jahren engagierte, qualifizierte und unverzichtbare Arbeit an der Schnittstelle zwischen Fußball, Fanszene und Gesellschaft. Ziel ist dabei stets die Förderung von sozialer Integration, Partizipation und Gewaltprävention im Umfeld des Fußballs», teilte die BAG, ein Zusammenschluss von 70 sozialpädagogischen Fanprojekten, mit.

«Die Berufungsverhandlungen betreffen nicht nur das Fanprojekt in Karlsruhe, sondern stellen auch ein wichtiges Signal für die Zukunft sozialpädagogischer Fan-Arbeit insgesamt dar», hieß es weiter. Auch in mehreren Stadien hatte es zuletzt immer wieder Solidaritätsbekundungen der jeweiligen Fanszenen mit den Mitarbeitern des Karlsruher Fanprojekts gegeben.

 

Mehr zum KSC

Tor und offene Pläne: Schleuseners Abschiedstournee beim KSC

Fabian Schleusener verlässt den KSC - aber wohin? Was der Routinier über seine Zukunft verrät und warum seine Tochter beim Abschied besonders profitiert.

Stimmen zur KSC-Niederlage gegen Hannover: "Wir belohnen uns am Ende zu wenig"

Der Karlsruher SC hat am Samstagnachmittag, 25. April 2026, vor rund 30.300 Zuschauern im BBBank Wildpark mit 1:3 gegen Hannover 96 verloren. Torschütze der Badener war Fabian Schleusener. meinKA sprach nach der Partie mit Trainer und Spielern.

3:1 in Karlsruhe: Hannover legt im Aufstiegsrennen vor

Sieben Jahre nach dem Abstieg darf Hannover 96 weiter von der Bundesliga-Rückkehr träumen. In Karlsruhe holten die Niedersachsen wichtige Punkte im Aufstiegsrennen.

KSC verpflichtet jungen Torwart aus der Regionalliga

Der Karlsruher SC holt mit Ferdinand Gebert einen jungen Torwart aus Walldorf. Was sich der Zweitligist von der neuen Konstellation auf der Torhüterposition verspricht.

Karlsruher SC im Niemandsland: Trainer Eichner will kein Austrudeln

Der KSC kann im Saisonendspurt der 2. Liga noch zum Faktor im Aufstiegsrennen werden - allerdings nur als Gegner der Top-Teams. Für den Club selbst geht es um einen versöhnlichen Abschluss.

Interview

Die blau-weiße meinKA-Interview-Reihe: 7 Fragen mit Sebastian Jung

In unserer blau-weißen Interview-Reihe „7 Fragen mit…“ werfen wir einen Blick hinter die KSC-Kulissen. Dabei sprechen wir über aktuelle Situationen und persönliche Themen, um die Spieler etwas näher kennenzulernen. Heute im Fokus: Sebastian Jung.

Schleusener verlässt Karlsruher SC nach der Saison

Torjäger Fabian Schleusener sucht nach fünf Jahren beim KSC eine neue Herausforderung. Der 34 Jahre alte Stürmer erklärt auch, warum er seine Zukunft nicht beim badischen Zweitligisten sieht.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.