Baufortschritt in Karlsruhe
Kombilösung Karlsruhe – Zielgerade für den Mendelssohnplatz

Baufortschritt in Karlsruhe Kombilösung Karlsruhe – Zielgerade für den Mendelssohnplatz

Quelle: KASIG

Bald hat die Sperrung am Mendelssohnplatz ein Ende! In einer Woche soll hier wieder ein Stückchen Normalität einkehren – etwas, was an vielen anderen Stellen noch auf sich warten lässt. meinKA wirft einen Blick auf den Stand der Kombilösung Karlsruhe.

Am Samstagmorgen, 27. Juli 2019, ist die letzte Bahn zwischen Kronenplatz und Rüppurrer Straße unterwegs gewesen. Seither laufen an dieser Stelle die Bauarbeiten für die Kombilösung Karlsruhe, dem großen Mobilitäts-Umbau in Karlsruhe. Doch die bahnfreie Zeit an der Stelle sind gezählt. Am Samstag, 26. Oktober, 01:15 Uhr, soll die erste Bahn wieder über den Mendelssohnplatz rollen. Das berichtet die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) in einer Pressemeldung.

 

Erde muss weichen – wenn die Grube dicht ist

Bis dahin soll dieser Teilbereich des Umbaus möglichst weit abgeschlossen sein. Erkennbar werden hier dann schon die Fahrspuren für Autos, die Rad- und Gehwege und auch die Schienen sein – so wie sie nach Abschluss des Umbaus der Kriegsstraße mit einer oberirdischen Gleistrasse und einem unterirdischen Autotunnel aussehen soll. Bis aber die Bahnen und Autos die neuen Verbindungen nutzen können, wird es noch ein wenig andauern.

 

Arbeiten an der Kombilösung

Am Ettlinger Tor muss noch einiges an Erde bewegt werden. | Quelle: KASIG

 

Parallel zu den Bauarbeiten am Mendelssohnplatz gehen auch die Arbeiten am künftigen Tunnel weiter. Westlich vom Mendelssohnplatz bis zur Meidinger Straßen läuft der Aushub der Erde und parallel die Herstellung der Weichgelsohle. Zwischen der Meidinger Straße und der Kreuzung zum Ettlinger Tor sind die Arbeiten schon einen Schritt weiter: Hier fließt der Beton für die spätere Bodenplatte. Im gleichen Baufeld finden auch noch Dichtigkeitsprüfungen statt, die zeigen sollen, ob Grundwasser in die Baugrube eindringt. Wenn diese positiv verlaufen, dann kann auch hier der Boden betoniert werden.

 

Alte Bauwerke müssen für Komiblösung weichen

Auf der anderen Seite der Kreuzung Ettlinger Tor werden derzeit sogenannte Anker in den Boden getrieben, welche das Baufeld schützen sollen. Noch weiter in Richtung Westen, also zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor, läuft der Ingenierbau, also der tatsächliche Tunnelbau. Hier wächst die Röhre Woche für Woche an.

Bis auch am Karlstor die Tunnelröhre entsteht, muss noch ein wenig Zeit eingeplant werden. Hier wird die Weichgelsohle im Erdreich hergestellt, welche das Grundwasser abhalten soll. Im östlichen Teil dieses Baufelds werden die alten Rampenwände der Unterführung unter dem Karlstor abgerissen.

 

Arbeiten an der Kombilösung

Die alten Tunnelrampen am Karlstor werden abgerissen. | Quelle: KASIG

 

Im Bahntunnel läuft der Innenausbau & die Gestaltung

Viel Arbeit bei der Kombilösung Karlsruhe steht auch noch im Stadt- und Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße mit dem Abzweig in Richtung Ettlinger Straße an. Hier dominiert allerdings bereits der Innenausbau der Haltestellen. Dazu gehört der Verkleiden der Tunneldecke und -wände, aber auch die Gestaltung der Böden mit Terrazzo. Das ist ein Zementanstrich mit eingelagerten Steinchen, der nach dem Ausbringen geschliffen wird.

 

Arbeiten an der Kombilösung

Unter dem Europaplatz wird bald der Terrazzo-Boden verlegt. | Quelle: KASIG

 

Neben diesen handwerklichen Arbeiten müssen auch die Elektriker ran: Kilometerlange Kabel werden im Tunnel verlegt. Hinzu kommen die Arbeiten an den Rolltreppen und Aufzügen, sowie die arbeiten an den Lüftungs- und Entrauchungsanlagen.

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