Corona in Baden-Württemberg
Kretschmann: Inzidenzwert bleibt „klare Ausgangsgröße“

Corona in Baden-Württemberg Kretschmann: Inzidenzwert bleibt „klare Ausgangsgröße“

Quelle: Christoph Schmidt

Der Inzidenzwert wird aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann der zentrale Maßstab im Kampf gegen die Coronakrise bleiben.

«Alle anderen Parameter sind weit nachlaufend», sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Wenn man andere Faktoren wie die Hospitalisierung zu stark bewerte, könne es sein, dass in der Zwischenzeit dramatische Entwicklungen stattfinden, die man gar nicht erkennen könne. «Deshalb wird die Inzidenz zusammen mit dem R-Wert immer die belastbare klare Ausgangsgröße sein», sagte Kretschmann. «Man muss nicht denken, dass wir die einfach verlassen und auf andere übergehen.»

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) kündigte ein modifiziertes Modell an, in der weitere Faktoren wie Sterbequote oder Krankheitsverläufe gewichtet einfließen soll.

Bislang war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – das entscheidende Kriterium für viele Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Die Bundesregierung hatte am Montag klargestellt, dass der Inzidenzwert auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen werde, aber andere Werte wie etwa die Zahl der Krankenhauseinweisungen künftig stärker berücksichtigt werden sollen.

 

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