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KSC-Coach Schwartz vor HSV: „Freuen uns auf Herausforderung“

meinKA-Interview KSC-Coach Schwartz vor HSV: „Freuen uns auf Herausforderung“

Interview
Quelle: TMC-Fotografie | Tim Carmele

In Kiel mussten die Badener am dritten Spieltag die erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Pleite ist für KSC-Trainer Alois Schwartz aber kein Beinbruch, wie er im meinKA-Interview erzählt. Dazu wagt er einen Ausblick auf das Heimspiel gegen den HSV.

Erste Saisonniederlage gegen Kiel

Eigentlich hatte Alois Schwartz am Sonntag, den 18. August 2019, kein schlechtes Spiel seiner Mannschaft gegen Holstein Kiel gesehen. 45 Minuten lang machte der KSC vieles richtig, führte sogar 1:0. Doch dann leisteten sie sich kurz vor der Halbzeitpause eben doch noch einen Fehler, der Ausgleich folgte und letztlich entglitt den Badenern die Partie – am Ende hieß es 1:2 aus Gästesicht.

 

KSC-Trainer Schwartz im meinKA-Interview

Im Interview mit meinKA lässt Alois Schwartz das Wochenende des Karlsruher SC noch einmal Revue passieren, richtet dann aber auch schon wieder den Blick nach vorne. Am Sonntag, den 25. August 2019 (13:30 Uhr) wartet das Kräftemessen mit Aufstiegsfavorit Hamburger SV.

 

Herr Schwartz, jetzt hat es ihre Mannschaft auch erwischt und es gab die erste Niederlage. Wie schätzen Sie die Partie mit einigen Tagen Abstand ein?

Alois Schwartz: Im Endeffekt war es identisch mit anderen Spielen, die wir gespielt haben. Es hat sich bewahrheitet, dass die Kieler einen guten Ball spielen und die höchste Laufbereitschaft der Liga haben. Wir haben eigentlich sehr gut dagegen gehalten und gegen den Ball gespielt – nur eben nicht das zweite Tor gemacht. Und wenn du auswärts etwas holen willst und das zweite Tor nicht machst, dann darfst du das vor der Halbzeitpause nicht bekommen.

Dann wäre es ein ganz anderes Spiel geworden. Aber so etwas kann immer mal passieren. Gegen Hannover war es ja ähnlich – nur hat David Pisot da kurz vor der Pause auf der Linie geklärt. Wir haben das Spielfeld in dieser Situation einfach zu offen gelassen, dadurch konnte Kiel Tempo aufnehmen und dann trifft der Spieler den Ball auch noch sahnemäßig.

 

Alois Schwartz (KSC Trainer) und Dimitrios Moutas (KSC Co-Trainer). | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Es war dennoch keine schlechte Partie des KSC…

Alois Schwartz: Unter dem Strich hatten wir eine Zweikampfquote von 60 Prozent, sind mit fast 119 Kilometer viel gelaufen, wir haben sehr diszipliniert gespielt – bis zur 45. Minute. in der zweiten Halbzeit haben wir sehr offensiv gewechselt und den Gegner eigentlich fast nur noch in seiner Spielhälfte gehalten. Wir haben eigentlich an uns geglaubt und das ist positiv.

 

Der Gegentreffer kurz vor der Pause ärgert sie mächtig, weil es auch nicht der erste dieser Art in dieser Saison war. Was kann man gegen solche Situationen unternehmen?

Alois Schwartz: Manchmal gibt es solche Phasen im Spiel einer Mannschaft. Wir hatten einmal eine Phase in der 3. Liga, als wir immer ganz am Anfang einen Gegentreffer bekommen haben. Jetzt haben wir es gerade gegen Ende. Das ist vielleicht auch ein bisschen Lehrgeld, das ist ein Lernprozess. Wir müssen einfach nur schnell lernen, das ist wichtig.

 

Alois Schwartz (KSC Trainer)

Alois Schwartz (KSC Trainer) in der Pressekonferenz. | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

KSC vor HSV-Spiel – das sagt der Cheftrainer

 

Jetzt kommt es für den KSC zum Duell mit dem HSV. Was erwarten Sie für ein Spiel am Sonntag auf der Baustelle Wildparkstadion?

Alois Schwartz: Der HSV ist mit uns nicht zu vergleichen. Die haben einen bisschen dickeren Geldbeutel, etwas andere Qualität auf dem Platz und ist für mich eine andere Liga – wenn sie ins Rollen kommen sowieso. Aber auch gegen diese Mannschaft ist etwas zu holen. Wir freuen uns auf das Spiel und darauf, uns mit einem solchen Gegner zu messen. Wir hatten jetzt eine Niederlage, trotzdem haben wir ein gutes Selbstvertrauen, denn wir haben davor drei Pflichtspiele in Folge gewonnen.

 

Das Spiel am Sonntag gegen den HSV beinhaltet gleich zwei brisante Themen. Zum einen kommt es zum ersten Wiedersehen nach dem Relegationsdrama und dem verpassten Aufstieg 2015, zum anderen schwingt beim HSV immer das Thema „Jatta“ mit und ob dieser nun der ist, der er angibt zu sein…

Alois Schwartz: Ich möchte die Thematik nicht befeuern. Wir freuen uns einfach auf die Herausforderung, uns mit einer solchen Mannschaft zu messen, die logischerweise ein ganz andere Ziele hat als wir. Zu Jatta: Der Spieler hat für mich eine Spielberechtigung.

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