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Regierungspräsidium Karlsruhe
Naturschutz – Insektenwiesen in Karlsruhe werden gefördert

Regierungspräsidium Karlsruhe Naturschutz – Insektenwiesen in Karlsruhe werden gefördert

Quelle: Pixabay

Landwirte die ihre Wiesen nicht komplett mähen, sondern einen sogenannten Altgrasstreifen stehen lassen, werden vom Regierungspräsidium Karlsruhe gefördert. Denn diese Flächen bieten den Insekten einen wichtigen Lebensraum, den es zu schützen gilt.

Gegen das große Insektensterben

Es gibt immer weniger heimische Insekten in Deutschland. Um diesem Rückgang entgegen zu wirken, hat das Land Baden-Württemberg ein Sonderprogramm ins Leben gerufen. Hierzu gehören unterschiedliche Maßnahmen des Regierungspräsidiums Karlsruhe, die zum Schutz sowie Stärkung der biologischen Vielfalt ergriffen werden. Denn rund 85 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Tiere angewiesen.

Wer in der Natur rund um Karlsruhe unterwegs ist, dem sind über die Sommermonate möglicherweise die vielen abgemähten Wiesen aufgefallen. Logisch, denn die Heuernte begann bereits im Juni. Doch immer häufiger sind Wiesenflächen zu sehen, die nicht komplett gemäht wurden. Doch dem Landwirt sind da nicht etwa die Lust oder der Treibstoff ausgegangen, sondern diese Grünstreifen wurden absichtlich, und zum Wohle der Natur, vom Mähwerk verschont.

 

Warum Altgrasstreifen wichtig sind

Sogenannte Altgrasstreifen sind eine dieser Maßnahmen, was vereinfacht ausgedrückt bedeutet, dass Landwirte einen Teil der Wiese nicht abmähen, sondern stehenlassen. Werden komplette Wiesenflächen geerntet, gibt es nämlich für die Insekten keine Lebensräume mehr. Bleibt ein Altgrasstreifen stehen, so können die Insekten zumindest eine Rückzugsmöglichkeit finden.

Da die Pflanzen im Altgrasstreifen weiterwachsen können und so auch zur Samenreife kommen, sind diese Areale im Hinblick auf den Erhalt der Pflanzenarten ein ausschlaggebendes Argument. Zudem Bilden die stehen gelassenen Streifen Nahrung und Versteckmöglichkeiten für Käfer, Schmetterlinge oder auch Heuschrecken. Die langen Halme und Gräser bieten zudem auch den Spinnen ideale Bedingungen für ihre Netze. Als Nahrungsquelle für Insektenfresser dient der Altgrasstreifen selbstverständlich ebenfalls.

 

Die Landwirte bekommen Förderung

Natürlich ist auch nachvollziehbar, dass die Landwirte in Baden-Württemberg auf die volle Ernte ihrer Flächen angewiesen sind und mit dem geforderten Altgrasstreifen Verluste verbunden sind. Dennoch soll schnellstmöglich gegen den erschreckenden Rückgang der heimischen Insekten vorgegangen werden. Aus diesem Grund, bekommen Landwirte, die sich bereit erklären, einen Teil ihrer Wiesenfläche als Altgrasstreifen stehen zu lassen, eine Förderung vom Regierungspräsidium Karlsruhe.

Wie hoch diese finanzielle Leistung ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Interessierte Landwirte können sich allerdings n den zuständigen Landschaftserhaltungsverband wenden und beraten lassen.

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