Karlsruher SC Von Kulturschock bis Vorfreude: 3 Fragen an den finnischen KSC-Neuzugang Santeri Väänänen
Santeri Väänänen ist der neue Sechser beim KSC: Der 24-jährige finnische Nationalspieler wechselte von Rosenborg Trondheim in den Wildpark. Wir haben mit dem Finnen über seinen Start beim KSC und seine Vorfreude auf die kommenden Aufgaben gesprochen.
meinKA: Thema Kulturschock: Du bist komplett neu in Deutschland. Was war die größte Veränderung für dich, sowohl auf als auch neben dem Platz?
Santeri Väänänen: Fußballerisch würde ich sagen, dass die Spiele ein sehr hohes Tempo haben. Auch in Norwegen war das Tempo hoch, aber es war anders. Ich habe das Gefühl, dass die Spiele hier etwas offener sind und es sehr viele Chancen gibt. Es passiert einfach sehr viel in den Spielen.
Außerhalb des Platzes ist mir aufgefallen, dass es hier in Deutschland wohl bei Dingen wie zum Beispiel der Verwaltung noch nicht alles so digital ist wie ich es bisher gewohnt war. Es gibt viele Papiere und manche Dinge dauern etwas länger. Das ist für mich schon eine lustige Erkenntnis.
meinKA: Warum Karlsruhe? Hast du vorher mit jemandem gesprochen, der bereits hier gespielt hat? Zum Beispiel einem ehemaligen finnischen Spieler wie Daniel O’Shaughnessy?
Santeri Väänänen: Aus meiner Sicht war es in diesem Transferfenster so, dass ich mir gedacht habe: Wenn es etwas gibt, bei dem ich wirklich das Gefühl habe, dass ich gerne dorthin gehen würde, dann wäre das eine Option. Ich habe hauptsächlich mit den Verantwortlichen des Vereins gesprochen. Dabei hatte ich ein sehr gutes Gefühl und habe einen sehr guten Eindruck von der Aufgabe beim KSC bekommen.
Außerdem habe ich mit finnischen Spielern gesprochen, die in dieser Liga gespielt haben und wissen, wie die Liga und alles hier funktioniert. Danach hatte ich weiterhin ein gutes Gefühl, deshalb bin ich hierhergekommen.
meinKA: Das nächste Spiel ist gegen Hannover 96 mit deinem finnischen Nationalmannschaftskollegen Källman.
Freust du dich besonders auf Spiele gegen Freunde oder alte Teamkollegen?
Santeri Väänänen: Für mich ist ein Spiel ein Spiel. Ich freue mich einfach immer auf das nächste Spiel. Es ändert sich in dieser Hinsicht also nichts. Aber auch viele andere Spieler, gegen die man in dieser Liga spielt, sind meine Freunde. Daher ist es natürlich immer schön, sie zu sehen. Aber was das Spiel betrifft, habe ich das Gefühl, dass jedes Spiel gleichermaßen schön ist – ich freue mich einfach immer, wenn es auf den Platz geht.
Wir kommen jetzt gerade aus dem Wolfsburg-Spiel, deshalb geht es zunächst mehr darum, in die Analyse zu gehen und zu schauen, was wir daraus lernen und besser machen können. Im Laufe dieser Woche beschäftigen wir uns dann immer mehr mit Hannover.