Neues vom Karlsruher SC
Spektakel ohne Sieger: KSC nach Remis nur kurz verärgert

Neues vom Karlsruher SC Spektakel ohne Sieger: KSC nach Remis nur kurz verärgert

Quelle: Uli Deck

Der Karlsruher SC trotzt dem HSV ein 1:1 ab und vergibt sogar einen möglichen Sieg. Letztlich überwiegt bei den emotional aufgewühlten Badenern aber die Zufriedenheit. Auch Gäste-Trainer Tim Walter kühlt nach seiner hitzigen Heimkehr schnell wieder ab.

Die Fans feierten sie wie Sieger, die Spieler des Karlsruher SC verabschiedeten sich etwas zurückhaltender in die Länderspielpause. Auch gegen den Hamburger SV boten die Badener am Samstagabend wieder ein großes Spektakel und waren dem Sieg am Ende sogar näher als die Gäste. Letztlich blieb es aber beim 1:1 (1:1) – und der KSC zum dritten Mal in Serie in der 2. Fußball-Bundesliga ohne dreifachen Punktgewinn. Angesichts der vergebenen Chancen sei das Remis «ärgerlich», sagte Torschütze Philipp Hofmann bei Sky. «Nach der Achterbahnfahrt zuletzt müssen wir aber zufrieden sein.»

Nach dem Coup bei Bayer Leverkusen in der zweiten DFB-Pokal-Runde und der Klatsche gegen den SC Paderborn in der Liga erlebten die Karlsruher auch gegen den HSV ein Auf und Ab. Hofmann konterte mit seinem Kopfballtor in der 18. Minute die Hamburger Führung durch einen schönen Schlenzer von Sonny Kittel (14.). In der Folge hatten vor 20.000 frenetischen Zuschauern im ausverkauften Wildpark beide Teams gute Gelegenheiten – und die Badener bei einem Pfostentreffer des emsigen Mittelfeldspielers Marvin Wanitzek (80.) großes Pech.

«Wenn man die Chancen zugrunde legt, hätten wir es ein bisschen mehr verdient gehabt», sagte KSC-Trainer Christian Eichner. In Summe kann er mit dem Punkt aber durchaus leben. Genau wie Hamburgs Coach Tim Walter, der sich bei der Rückkehr in die alte Heimat zwischenzeitlich ein hitziges Wortgefecht mit Eichner an der Seitenlinie geliefert und in der 85. Minute wegen Meckerns noch die Gelbe Karte gesehen hatte.

In der Tabelle liegen die Karlsruher mit 17 Punkten weiter im gesicherten Mittelfeld. Im Falle einer Niederlage hätten sie den Blick wohl erstmal nach unten richten müssen. So aber gehen sie ruhigeren Gemüts in die zweiwöchige Liga-Pause, an deren Ende das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten FC Ingolstadt wartet. An die Leistungen in der zweiten Hälfte gegen Paderborn und nun über 90 Minuten gegen den HSV müssten er und seine Kollegen anknüpfen, sagte Wanitzek und kündigte an: «Wir gehen unseren Weg konsequent weiter.»

 

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