Neues vom KSC
Streit in KSC-Führungsgremien geht in die nächste Runde

Neues vom KSC Streit in KSC-Führungsgremien geht in die nächste Runde

Quelle: Uli Deck/dpa/Archivbild

Sportlich läuft es für den Karlsruher SC wieder besser, hinter den Kulissen rumort es weiter gewaltig. Nun steht Vizepräsident Müller im Fokus. Dieser wehrt sich gegen die Vorwürfe aus dem Fanlager.

Der Streit in den Vereinsgremien des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC geht trotz des sportlichen Erfolgserlebnisses gegen den FC Schalke 04 (3:0) weiter. Nachdem zunächst der Fan-Dachverband «Supporters» am Dienstag dem Vizepräsidenten Martin Müller in einem öffentlichen Schreiben mit einer Abwahl gedroht hatte, reagierte dieser geschockt. Er sei verwundert, dass die Fanvereinigung anstelle eines persönlichen Gespräches ausgerechnet den Weg gewählt habe, den man ihm selbst zu Unrecht vorwerfe. «Vielleicht hätte sich dann durch Belege ergeben, dass man das besser nicht schreibt, was man da geschrieben hat», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Der Fan-Dachverband warf Müller vor, er habe durch sein Verhalten «eine massive Diskreditierung der Vereinsgremien und den Versuch einer unlauteren Einflussnahme in Kauf genommen». Konkret werfen die Anhänger dem Unternehmer vor, «interne Informationen über den Karlsruher Sport-Club gezielt der Presse angeboten» zu haben. Dies wisse man aus «mehreren voneinander unabhängigen und sehr glaubwürdigen Quellen», hieß es in dem Schreiben weiter.

Müller widersprach und erklärte, es gäbe eine «unübersehbare Nähe» des Vorstandes der «Supporters» mit dem Präsidenten des KSC sowie Teilen des Beirats und der Geschäftsführung der Nordbadener. «Ich kann nur vermuten, dass mit dem Ganzen eine bestimmte Intension verfolgt wird», so Müller weiter.

Zuletzt hatte der Club mehrfach den Weg über die Öffentlichkeit gesucht, um mit Klarstellungen für Ruhe zu sorgen. Jedoch sollen beide Vizepräsidenten – Günter Pilarsky und Müller – nicht in die Erstellung der Schreiben einbezogen worden sein. Im fünfköpfigen Führungsgremium gelten sie mittlerweile als Opposition. Begonnen hatte der Streit im Beirat nach der Freistellung von Sportdirektor Oliver Kreuzer am 1. April, die gegen die Stimmen der beiden finanzstarken Vizepräsidenten erfolgt war.

 

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