News aus der Fächerstadt
Trotz leerer Loungen & Rasen-Problem: OB Mentrup ist „positiv überrascht“ vom neuen KSC-Stadion

News aus der Fächerstadt Trotz leerer Loungen & Rasen-Problem: OB Mentrup ist „positiv überrascht“ vom neuen KSC-Stadion

Auch wenn im Juli 2023, die Eröffnung des neuen Stadions gefeiert wurde, so stehen Fertigstellung und Übergabe an den KSC weiterhin aus. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup erklärte, warum er dennoch weiterhin überzeugt ist, auf einem guten Weg zu sein.

Übergabe an den KSC im November 2023

Ende Juli 2023 wurde mit einem Spiel des KSC gegen den FC Liverpool sowie einer symbolischen Schlüsselübergabe zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Karlsruher SC das neue Stadion, der BBBank Wildpark, eröffnet. Doch auch wenn das Stadion weitestgehend komplett aussieht, so steht die eigentliche Fertigstellung noch aus.

Laut aktuellen Planungen soll die Fertigstellung und damit auch die Übergabe an den KSC, der an diesem Zeitpunkt für den Betrieb des Stadions selbst verantwortlich sein wird, im November 2023 erfolgen. „Der November ist ein harter Termin, den wir versuchen einzuhalten“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup während des Sommerpressegesprächs der Stadt am Donnerstag, 31. August 2023.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

 

Forderungen nach einem neuen Rasen

Die noch nicht erfolgte Übergabe bringt allerdings Probleme mit sich, denn aktuell wird ein neuer Rasen im Stadion gefordert. „Das Thema Rasen ist ein gutes Beispiel: Bisher war es ja so, dass die Stadt für den Rasen im Stadion zuständig war. Von den Verträgen her ist klar, dass sobald das Stadion an den KSC übergeben ist, der Verein hundert Prozent selbst dafür zuständig sein wird“, erklärt Mentrup.

Aus diesem Grund sei man derzeit mit dem KSC bereits in Gesprächen, ob nicht einzelne Bereiche der zukünftigen Verantwortung des KSC vorgezogen werden können.

Sinnvoll wäre, so Mentrup, dass der Greenkeeper des KSC sich ab sofort schon um den Rasen kümmere, statt, dass die Stadt „jetzt noch eine Firma finden müsse, die die Rasenpflege bis zur Übergabe übernehme“. „Diesen Punkt diskutieren wir gerade und da werden wir auch eine Lösung finden“, so der OB.

 

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup beim Sommerpressegespräch. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Leere Loungen: „viel Luft nach oben“

Nach zwei KSC-Heimspielen in der Saison 2023/24 seien derzeit noch einige Loungen im neuen Stadion unbesetzt. Ein Problem sieht Mentrup diesbezüglich allerdings nicht: „Es waren ja sehr viele sehr skeptisch, ob dieses breite Loungen-Band zukunftsfähig ist – ich bin eher positiv überrascht, dass es schon vor der endgültigen Fertigstellung so eine hohe Nachfrage gibt.“

Zudem bestehe, so das Stadtoberhaupt, die Möglichkeit den Loungenbereich, sollte er künftig nicht marktfähig sein, zu verändern. „Gäbe es stattdessen einen höheren Bedarf an Business-Seats, kann man das von der Gestaltung her anpassen. Da gibt es schon Konzepte“, so Mentrup weiter. Wichtig sei, dass der KSC im Stadion eine „positive Gesellschaftskultur“ weiterentwickle: „Da sehe ich ganz viel Luft nach oben und bin optimistisch“.

 

Neues Stadion war die richtige Entscheidung

Karlsruhes OB hält die Entscheidung, ein neues Stadion zu bauen, weiterhin für richtig und erklärt: „Wir haben damals in dieses Stadion jährlich mindestens schon eine Million Euro hineingesteckt. Zudem hat sich ein Sanierungsstau aufgebaut – dieser lag bei den damaligen Prognosen bei rund 30 bis 40 Millionen Euro, ohne am Ende mehr Einnahmen zu bekommen.“

Das Stadion zu sanieren, war also wenig sinnvoll, daher hatte die Stadt zwei Möglichkeiten: „Ich drehe irgendwann den Schlüssel um, und dann gibt es halt dieses Stadion und den Profifußball nicht mehr“, so Mentrup. „Oder ich muss die Rahmenbedingungen so schaffen, dass man künftig wirtschaftlich arbeiten und gegebenenfalls auch in der Bundesliga mithalten kann.“

 

Große Identifikation mit Fußball & der Stadt

„Ich bin nach wie vor überzeugt – wenn ich sehe, was für einen Identifikationsgrad das mit sich bringt und wie die Mitgliederzahlen des KSC in den letzten Jahren annähernd verdoppelt haben – dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt Mentrup.

Dass es auch andere Identifikationsmöglichkeiten als den Profifußball gäbe, sei richtig, so Karlsruhes OB. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Transferoffensive Saudi-Arabiens auf den europäischen Fußball. „Wenn sich der Profifußball vor zehn Jahren schon so entwickelt hätte, wie er sich im Moment entwickelt, hätten wir wahrscheinlich gesagt, da lässt man lieber die Finger davon“, so Mentrup.

„Das hat jetzt nichts direkt mit dem KSC zu tun, sondern mit der ganzen Art und Weise. Dass die Saudis den europäischen Markt leerkaufen und das überall die Preise hochzieht, das ist ja völlig Gaga“, so Karlsruhes Oberbürgermeister.

 

Mehr zum KSC

Kaufmann oder Mister X? Knifflige Stürmersuche beim Karlsruher SC

Wer ersetzt den abgewanderten Torjäger Budu Siwsiwadse beim KSC? Geschäftsführer Michael Becker gibt einen Einblick in die Suche. Mikkel Kaufmann ist demnach nur eine von mehreren Optionen.

"Das ist mein Leben": Ex-KSC-Coach Winfried Schäfer hofft auf Trainer-Comeback

Winfried Schäfer steht für ruhmreiche Zeiten in Karlsruhe. Derzeit ist es recht ruhig um den langjährigen Weltenbummler. Doch der will noch mal zurück auf die Trainerbank.

Testspiel in Spanien: KSC verliert erste Partie ohne Budu

Die Karlsruher kassieren im ersten Test nach dem Abschied ihres Angreifers eine knappe Niederlage. Immerhin: Ein Verteidiger gibt gegen St. Gallen nach langer Verletzungspause sein Comeback.

"Ein Schock": KSC-Kapitän Wanitzek bedauert Stürmer-Abgang

Sportlich könnte der Verlust von Torjäger Siwsiwadse die Karlsruher empfindlich treffen. Der Kapitän hofft auf schnellen Ersatz. Der soll laut Sportchef Freis auch kommen.

KSC-Stürmer Siwsiwadse wechselt nach Heidenheim

Der 1. FC Heidenheim rüstet sich für den Bundesliga-Abstiegskampf. Zweitliga-Knipser Budu Siwsiwadse soll für wichtige Tore sorgen. Der KSC arbeitet schon an einer Nachfolgelösung.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.