Spieltag 28 | Zweite Liga
KSC reist nach Hannover: Eichner wird „Mannschaft in Allerwertesten treten“

Spieltag 28 | Zweite Liga KSC reist nach Hannover: Eichner wird „Mannschaft in Allerwertesten treten“

Quelle: Tim Carmele
KSC

Keine Zeit zum Durchatmen. Nach dem Unentschieden gegen den VfL Bochum steht bereits am Mittwoch, den 27. Mai 2020, um 18:30 Uhr in Hannover das nächste Pflichtspiel für den Karlsruher SC an. Christian Eichner äußerte sich über die kommenden Aufgaben.

Englische Woche – Karlsruher SC reist nach Hannover

Nach dem Liga-Restart geht es für den Karlsruher SC Schlag auf Schlag. Zum Auftakt der Englischen Woche steht am kommenden Mittwoch, den 27. Mai 2020, um 18:30 Uhr das Auswärtsspiel gegen Hannover 96 an. Der KSC grüßt nach einem Sieg und einem Unentschieden mittlerweile vom 16. Tabellenplatz und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Bevor die Reise, aufgrund der Hygienebestimmungen der DFL in zwei Bussen, nach Hannover geht, beantwortete Christian Eichner die Fragen zur kommenden Partie.

 

Duell gegen Hannover 96: „Luxussituation“ für Eichner

Für das Duell gegen Hannover 96 steht Eichner nahezu der gesamte Kader zur Verfügung. Einzig der gelbgesperrte Fröde und der verletzte Gueye sind keine Option. Eine „Luxussituation“, so Eichner. Da der Spielplan sehr eng gestrickt ist und bereits drei Tage nach dem Auswärtsspiel in Hannover ein Heimspiel gegen den FC St. Pauli ansteht, sei es durchaus möglich, dass Eichner mit einer veränderten Aufstellung reagiere.

Ein Abweichen von der erfolgreichen ersten Elf der beiden letzten Partien ist somit denkbar, um Kräfte für das kommende Duell mit dem Konkurrenten im direkten Abstiegsplatz – St. Pauli und Karlsruhe trennen derzeit nur fünf Punkte – zu schonen. Ein Extra-Lob und berechtigte Hoffnungen in der Startformation gegen Hannover 96 zu stehen, erhielt Alexander Groiß. Dieser habe seine Sache auf der ungewohnten 6er Position „sehr, sehr ordentlich gemacht“. Durch die Sperre von Lukas Fröde sei es denkbar, dass Groiß auf seine angestammte 6er Position zurückkehre.

 

Torlos gegen Bochum: Spiel zeigte die Probleme auf

Da die letzte Begegnung gerade einmal 48 Stunden zurückliegt, war auch das hart erkämpfte Unentschieden gegen den VfL Bochum noch nicht abgehakt. Ganz im Gegenteil, die Partie zeigte Probleme, welche den KSC schon längere Zeit plagen. Doch zunächst lobte Eichner noch einmal die ersten 30 Minuten seiner Mannschaft. Diese sei ein Höllentempo gegangen und „die Jungs waren gierig auf das erste Tor“ – nur blieb dieses Tor aus. Vor allem Halbzeit zwei offenbarte dann aber die bereits angesprochenen Probleme.

Zum einen zeigte sich die Mannschaft körperlich verausgabt, zum anderen war sie mental nicht mehr auf der Höhe: „Ich will, dass meine Jungs den Ball fordern und ich will, dass wir – so lange wie es geht – den Gegner so früh wie möglich selbst unter Druck bekommen.“ Eichner betonte, dass er seiner Truppe zusammen mit seinem Trainerteam diese Fehler aufzeigen werde und nun gefordert sei, „der Mannschaft in den Allerwertesten zu treten“.

 

Gespannt auf das erste Geister-Auswärtsspiel

Trotzdem blickt Eichner optimistisch auf die kommende Begegnung: „Wir gehen mit den vier Punkten sehr positiv gestimmt nach Hannover.“ Trotzdem gelte es, den Gegner des ersten Geister-Auswärtsspiels seiner Amtszeit nicht zu unterschätzen. Hannover sei taktisch variabel und mit einer enormen Stärke von der Bank versehen – „eine Mischung, die sehr gefährlich ist.“ Da, um das große Ziel Klassenerhalt zu erreichen, die Mannschaft in nahezu jedem Spiel punkten müsse, sei es klar, „dass wir eine Topleistung brauchen, um etwas nach Karlsruhe zu bringen.“

 

Marvin Wanitzek (KSC 10) im Zweikampf mit Hendrik Weydandt (Hannover 26). | Quelle: Tim Carmele

 

Der Gegner im Überblick – Hannover 96

Nicht nur der KSC, sondern auch Hannover 96 befindet sich derzeit in einer schwierigen Situation. Die Mannschaft von Kenan Kocak bleibt deutlich hinter den selbst gesetzten Erwartungen zurück – die Mission Wiederaufstieg ist gescheitert. Mit einem Spiel weniger grüßt Hannover vom neunten Tabellenplatz und hat 35 Punkte auf dem Konto. Die Mannschaft steht somit im Niemandsland der Tabelle: Zehn Punkte Rückstand auf die Aufstiegsränge, sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.

Schuld an dieser Platzierung ist in erster Linie die katastrophale Heimbilanz der Hannoveraner. Nur zwei Siege gelangen in zwölf Heimspielen (von den restlichen zehn Spielen endeten sieben in einem Unentschieden und drei in einer Niederlage). Dennoch gibt es nicht nur Schatten in Hannover. Hervorzuheben ist die starke Offensive um Marvin Duksch und Hendrik Weydandt. Beide trafen bereits achtmal, Duksch zuletzt gegen den VfL Osnabrück doppelt.

Das Duell KSC gegen Hannover 96 gab es bereits zweimal in dieser Saison. Das Hinspiel in der Liga endete in einem 3:3 Unentschieden. Auch im DFB-Pokal begegneten sich die Mannschaften. In der ersten Runde des Wettbewerbs konnte der KSC mit 2:0 triumphieren. Keine schlechten Vorzeichen für die kommende Begegnung.

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