Corona in Baden-Württemberg
Corona zwingt Vesperkirchen zu neuen Konzepten

Corona in Baden-Württemberg Corona zwingt Vesperkirchen zu neuen Konzepten

Quelle: Thomas Riedel

Vesperkirchen sind für Bedürftige viel mehr als nur die Gelegenheit zu einer Mahlzeit. Sie bieten Kontakte, Beratung und konkrete Hilfen. Doch unter den Bedingungen der Coronapandemie wird in diesem Winter vieles anders und kleiner sein.

In vielen Städten Baden-Württembergs soll es in diesem Winter trotz der Coronavirus-Pandemie wieder Vesperkirchen geben. Allerdings in geringerem Umfang und teils mit eingeschränkten Angeboten, wie die Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Baden am Donnerstag mitteilten. Derzeit seien 25 Vesperkirchen im Südwesten geplant, 9 weniger als 2019.

In Baden soll es Angebote in Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim und Singen (Landkreis Konstanz) geben. Mannheim macht vom 6. Januar an den Anfang, Pforzheim schließt zuletzt am 14. Februar.

Das Coronakonzept umfasst eine Begrenzung der Plätze, in Karlsruhe (10.Januar bis 7. Februar 2021 ) etwa auf 70. In Mannheim soll vor der City-Kirche Konkordien ein Zelt für wartende Gäste aufgebaut werden. Gegessen werden soll in drei Schichten mit Pausen zum Lüften und Desinfizieren.

In Württemberg will sich die Friedenskirche in Ludwigsburg am Konzept «to go» versuchen. An drei Tagen in der Woche gibt es Essen zum Mitnehmen. Im Kirchenbezirk Ravensburg-Weingarten wollen die Verantwortlichen ihre Angebote vom 17. Januar bis zum 13. Februar räumlich entzerren und auf drei Gemeindehäuser in Leutkirch, Ravensburg und Wilhelmsdorf verteilen.

In Kirchheim unter Teck (Landkreis Esslingen) soll auch eine «Vesperkirche zu Hause» erprobt werden. Gemeindemitglieder werden gebeten, andere Menschen zum Essen einzuladen. «Natürlich streng unter Corona-Regeln» teilte Gemeindediakon Uli Häußermann mit. In Stuttgart startet die Vesperkirche in der Leonhardskirche am 17. Januar und dauert bis zum 6. März.

Der Württembergische Landesbischof Frank Otfried July nannte Vesperkirchen unverzichtbar. «Sie legen den Finger in die Wunde des Sozialstaats.» In der Pandemie verschärften sich die sozialen Gegensätze. «Als Christen stehen wir klar auf der Seite der Armen und Benachteiligten.«

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.

Erste Hürde genommen – Europa-Park will siebtes Hotel bauen

Bis zu 350 Zimmer mehr: Es gibt grünes Licht für die Planung rund um Deutschlands größten Freizeitpark. Warum Besucher aber noch Geduld brauchen.

Laut Studie: Männer hören Frauen im Landtag weniger aufmerksam zu

Dass Abgeordnete häufig mal aufs Handy schauen, kennen Beobachter des Landtags. Offenbar mache es aber einen gewissen Unterschied, ob vorne eine Frau oder ein Mann redet, wie eine Studie nun nahelegt.

Karlsruher Schloss wird saniert: Wie das Badische Landesmuseum umzieht

Das Badische Landesmuseum muss ins Depot, weil das Karlsruher Schloss saniert wird. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Ein Blick hinter die seit Ende September verschlossene Kulisse.

BBBank in Karlsruhe meldet Rekordergebnis nach Fusion mit PSD Bank

Die BBBank gewinnt 36.000 neue Kunden und steigert ihren Gewinn deutlich. Für das laufende Jahr ist bereits die nächste Fusion geplant.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 







Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.