News aus Baden-Württemberg
Fall von Judensternen: Bruchsal erstattet Anzeige

News aus Baden-Württemberg Fall von Judensternen: Bruchsal erstattet Anzeige

Quelle: Jens Büttner

Die Stadt Bruchsal (Kreis Karlsruhe) hat im Zusammenhang mit Zetteln mit Judensternen an Schaufenstern Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Dies teilte eine Sprecherin der Kommune am Mittwoch mit. Die Polizei wolle die Zettel auf Spuren untersuchen und dann den Vorgang der Staatsanwaltschaft vorlegen, sagte eine Polizeisprecherin. Die müsse dann prüfen, ob ein Verfahren eingeleitet werde. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet.

An mehreren Schaufenstern von Einzelhandelsgeschäften in Bruchsal und auch am Rathaus waren am vergangenen Wochenende Zettel mit der Überschrift «Ungeimpfte sind hier unerwünscht» und einem darunter abgebildeten «Judenstern» angeklebt worden. Die Anspielung auf den im Nationalsozialismus verwendeten «Judenstern» zielt auf die Zwangskennzeichnung für Menschen, die nach den Nürnberger Gesetzen als Juden galten.

Wenn Impfgegner den «Judenstern» als Protestmittel nutzen, ist das nach Ansicht des Antisemitismusbeauftragten von Baden-Württemberg ein Zeichen der Verrohung. «Menschen haben gerade durch den langen Frieden und auch den Erfolg früherer Impfkampagnen jedes Maß dafür verloren, was wirkliches Leid ist», sagte Michael Blume den «Badischen Neuesten Nachrichten (Mittwoch). Sie könnten nicht mehr zwischen einer medizinischen Behandlung und Verfolgung differenzieren.

Blume sagte, einerseits würden die Opfer des Holocaust verhöhnt – also die Menschen, die wirklich gelitten und den Stern nicht freiwillig getragen haben. Zugleich richte sich die Aktion gegen die Demokratie, gegen den Rechtsstaat, die Medien, die gewählten Politikerinnen und Politiker. «Ihnen wird unterstellt, sie seien die neuen Nazis.»

 

Weitere Nachrichten

Verwaltungsvorschrift geändert: Polizei nennt Nationalität von Verdächtigen nun regelmäßig

Die Landesregierung hat die Regeln geändert: Die Staatsangehörigkeit von Verdächtigen wird nun in den allermeisten Fällen genannt. Wie die Minister das begründen und welche Ausnahmen es gibt.

BGH in Karlsruhe prüft: Bekommt Maler Beltracchi seine Fälschung zurück?

Wolfgang Beltracchi fordert die Herausgabe seines berühmten Gemäldes «Rotes Bild mit Pferden» - doch wem gehört das Kunstwerk wirklich? Der Bundesgerichtshof muss entscheiden.

Bekanntes Nutzfahrzeug: 80 Jahre Unimog - und wichtiger denn je?

Der Unimog ist ein Allrounder: Einst auf dem Acker zur Kartoffelernte, heute bei Kommunen, Feuerwehr oder dem Militär im Einsatz. Warum er auch nach vielen Jahrzehnten weiter gefragt ist.

30 junge Waldrappe erreichen Winterquartier in Spanien nach 2.640 Kilometer Reise

30 junge Waldrappe haben nach einem ersten gescheiterten Versuch ihr Winterquartier in Spanien erreicht. Die seltenen Vögel wurden von einem Ultraleichtflugzeug begleitet.

Jahresbericht: Experten kritisieren Klimapolitik des Landes

Jedes Jahr untersuchen Wissenschaftler im Auftrag des Landes, wie der Südwesten beim Klimaschutz vorankommt. Allzu gut kommen die Maßnahmen und auch die künftigen Vorhaben von Grün-Schwarz nicht weg.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.