Künstlerin in der Crazy Palace Saison 2019/2020
Geraldine Philadelphia im Crazy Palace: Langes Training für Minuten an Show

Künstlerin in der Crazy Palace Saison 2019/2020 Geraldine Philadelphia im Crazy Palace: Langes Training für Minuten an Show

Interview
Quelle: Geraldine Philadelphia

Ihr wurde die Akrobatik quasi in die Wiege gelegt: Geraldine Philadelphia ist bereits die achte Generation der Familie, die sich auf der großen Bühne zuhause fühlt – auch wenn sie sich im Crazy Palace auf neuem und ungewohntem Terrain bewegt.

Von Kindesbeinen an in der Manege

Für ihre 23 Jahre ist Geraldine Philadelphia schon viel in der Welt herumgekommen. Doch genau dieses Reisen ist ihr Leben, denn Geraldine ist, wie sie selbst sagt, „ein echtes Circuskind“. Schon in ihrer Kindheit war sie mit dem Circus Roncalli auf Reisen, denn ihre beiden Eltern sind selbst Schausteller. Der Vater ist Betriebsleiter und Tagesregisseur im Roncalli, die Mutter eine Schleuderbrett- und Allroundartistin. Doch hier endete die Tradition noch lange nicht! Bis ins 18. Jahrhundert reicht die Familiengeschichte zurück.

Mit ihrer Ringjonglage ist sie aber mittlerweile nicht nur in den Circuszelten unterwegs. In dieser Saison wurde sie für die Dinnershow im Crazy Palace engagiert – auch für Geraldine eine neue Erfahrung, wie sie im Interview mit meinKA berichtet.

 

Geraldine Philadelphia im Crazy Palace

Geraldine Philadelphia im Crazy Palace | Quelle: Gustai Pixelgrün

 

Interview mit Geraldine Philadelphia

Geraldine, du kommst aus einer Akrobatenfamilie – dir wurde das Gen, auf der großen Bühne zu stehen, also in die Wiege gelegt?

Genau, ich bin bereits die achte Generation. Ich selbst bin also schon seit ich klein bin im Circus. Bei mir ist es aber auch nicht so, dass ich sage, ich möchte etwas anderes machen. Ich kenne es gar nicht anders.

 

Das heißt, das typische Schausteller-Leben mit dem Herumreisen liegt dir dann auch?

Es ist ja auch schön, viele Länder und Städte kennenzulernen. Wir reisen ja ziemlich viel und das ist wirklich toll, was man da alles sehen kann. Und natürlich freut es mich immer, überall das Publikum zu begeistern.

 

Viele Länder und viele Städte – was waren deine Highlights?

Ich war dieses Jahr zum Beispiel in Vietnam bei einem Circus-Festival und muss sagen, das war eines meiner Highlights. Dort habe ich auch die Nummer vorgeführt, die die Besucher im Crazy Palace zu sehen bekommen. Sonst bin ich aber auch in ganz Europa unterwegs.

 

Jetzt präsentierst du deine Nummer in Karlsruhe – hattest du schon die Chance gehabt, dir die Stadt anzuschauen?

Ja, ich habe mir schon vieles angeschaut und bin hier viel durch die Gegend gelaufen. Ich bin am meisten in der Innenstadt unterwegs. Einkaufsstraße und Schloss: Ich finde eigentlich beides ganz interessant.

 

Für so eine Nummer muss man ja schon recht fit sein und seine Nummer beherrschen – wie trainierst du diese Balance und die Körperbeherrschung?

Also ich trainiere vor jeder Show, auch um mich ein wenig auf den Auftritt vorzubereiten. Es ist einfach gut, nochmal alles durchzugehen – auch für den Kopf! Aber ich übe eigentlich jeden Tag. Daneben ist es natürlich auch wichtig, auf die Fitness und die Ernährung zu achten.

 

Wie viele Stunden deines Tages macht das Training aus?

Das ist das Kuriose: Eigentlich investieren wir Künstler viel mehr Zeit in die Nummer – zum Teil jahrelang – für wenige Minuten auf der Bühne. Mehr als fünf Minuten sind es ja meist nicht. Aber allein das Training vor der Show geht rund eine Stunde – eben für nur wenige Minuten Show.

 

Wie oft variierst du deine Nummer?

Ich bin es eigentlich gewöhnt, auf größeren Bühnen zu arbeiten. Dieses Mal musste ich alles ein bisschen minimieren. Die Bühne im Crazy Palace ist einfach kleiner und gleichzeitig viel näher am Publikum dran und dazu noch auf einem Podest. So etwas hatte ich bislang auch noch nicht. Das war auch eine Challenge – was mir aber auch ziemlich viel Spaß macht.


 

Crazy Palace: Noch bis Ende Januar in Karlsruhe

Zum siebten Mal hat Crazy Palace sein Zeltpalast auf dem Karlsruher Messplatz aufgeschlagen. Tausende Menschen haben sich in den letzten Jahren die Show angeschaut – und auch 2019 sind die Verantwortlichen mit der Nachfrage zufrieden. Noch bis zum 26. Januar 2020 ist das diesjährige Programm, unter anderem mit Geraldine Philadelphia, zu sehen. Tickets gibt es über die Webseite von Crazy Palace zu erwerben.

 

Hier steht der Crazy Palace-Zeltpalast

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