News
Nächste Tage entscheiden – Bauern hoffen für Ernte auf Sonne

News Nächste Tage entscheiden – Bauern hoffen für Ernte auf Sonne

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Der Regen bereitete den Landwirten zuletzt große Sorgen. Nun ist die Sonne zurück und die Bauern müssen bei der Getreideernte Gas geben. Die nächsten Tage seien entscheidend, sagt der Verband.

Nach viel Regen in den vergangenen Wochen wird es mit der Rückkehr der Sonne für die Landwirtinnen und Landwirte in Baden-Württemberg nun ernst. «Die nächsten Tage werden entscheiden darüber, wie gut oder schlecht die Ernte in diesem Jahr lief», teilte eine Sprecherin des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg mit. Es sei jetzt extrem wichtig, dass es über mehrere Tage sonnig und trocken bleibt. Nach diesem Wochenende könne der Verband auch mehr zu Ertragsverlusten und Qualitätseinbußen sagen.

Anhaltende und regelmäßige Niederschläge hatten zu einem Erntestopp beim Getreide geführt, wie die Sprecherin mitteilte. Zurzeit gehe der Verband von einer durchschnittlichen Ernte aus. Aufgrund regelmäßiger Niederschläge seit Mitte Juli sei die Ernte des Winterweizens, Winterraps und der Sommergerste weitestgehend zum Erliegen gekommen. Mit der trockenen Wetterlage ab Mitte dieser Woche könne die Ernte hoffentlich rasch eingefahren werden, teilte die Sprecherin mit.

 

Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Es werde laut der Sprecherin von ersten Qualitätseinbußen wie niedrigem Proteingehalt oder Auswuchs berichtet. Zuverlässig ließen sich das Ausmaß der Ernte und Qualitätseinbußen aber erst nach der Ernte abschätzen. Sowohl global als auch europaweit werde mit ordentlichen Erträgen gerechnet, weshalb erst mal keine direkten Folgen für die Verbraucher zu erwarten seien.

Erst Ende letzter Woche hatte der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) Sorgen geäußert. Vor allem in höheren Lagen hätte bislang ein Großteil der Ernte nicht eingebracht werden können. «Was jetzt noch steht, ist in der Qualität akut gefährdet», hatte BLHV-Präsident Bernhard Bolkart gewarnt. Die Natur brauche Wasser – aber jetzt sei es genug. Die Ernte brauche Sonne.

Aktuell wird im Land auf 467.316 Hektar Getreide angebaut, wie das Agrarministerium in Stuttgart mitteilte. Davon wurden auf 183.393 Hektar Winterweichweizen gepflanzt. Gefolgt von Wintergerste auf 79.033 Hektar und 53.622 Hektar Körnermais.

 

Weitere Nachrichten

Freundin getötet? Mann aus Raum Karlsruhe bleibt in Schweden in Haft

Ein 33-jähriger Deutscher soll im Schweden-Urlaub seine Freundin getötet haben. Nach der Auslieferung kommt es zur Haftverhandlung - und das Gericht trifft eine Entscheidung.

Fahrplanwechsel ab Mitte Dezember: Das ändert sich bei der Bahn im Land

Berlin, Paris, Wien oder die Ostseeküste: Mit dem Fahrplanwechsel bekommen die Menschen in Baden-Württemberg auf manchen Strecken mehr oder ganz neue Verbindungen. Es gibt aber auch Einschränkungen.

Grenzkontrollen: Immer weniger illegale Einreisen nach Baden-Württemberg

Seit rund zwei Jahren finden an den deutschen Außengrenzen wieder Kontrollen statt – auch an den Landesgrenzen von Baden-Württemberg zu der Schweiz und Frankreich. Wie entwickeln sich die Zahlen?

Gewalt gegen Frauen: Kaum freie Plätze in Frauenhäusern in Baden-Württemberg

Die Gewalt gegen Frauen nimmt bundesweit zu – auch im Südwesten. In Frauenhäusern sollen die Betroffenen und ihre Kinder Schutz finden. Was aber, wenn es keine freien Plätze gibt?

Prognose für 2027: Arbeitslosigkeit steigt - aber weniger stark

Die Arbeitsagentur rechnet 2027 mit mehr Arbeitslosen in Baden-Württemberg. Allerdings falle der Anstieg deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Vor allem eine Branche trifft den Südwesten.

Hitze, Allergien und Zukunftssorgen: Was die Klimakrise mit Kindern macht

Hitze, Allergien und Zukunftssorgen belasten Kinder schon heute. Ein Kinderarzt, eine Psychologin und ein Lehrer sprechen über Folgen – von der Medizin bis zum Schulalltag in Schwäbisch Gmünd.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.