Corona in Baden-Württemberg
Rückkehr ins Klassenzimmer: Nicht überall im Südwesten

Corona in Baden-Württemberg Rückkehr ins Klassenzimmer: Nicht überall im Südwesten

Quelle: Armin Weigel

Monatelang haben viele ihre Lehrer nur per Video gesehen: Nun soll es eigentlich wieder losgehen mit der richtigen Schule. Doch die Öffnung könnte vielerorts nur eine kurze Freude sein.

In Baden-Württemberg kehren in dieser Woche hunderttausende Schülerinnen und Schüler nach über vier Monaten im Lockdown in ihre Klassenzimmer zurück – allerdings nur mit Maske, Abstand und einem negativen Testergebnis. Die Maßnahme der grün-schwarzen Landesregierung ist hochumstritten, weil das Land mitten in der dritten Corona-Welle mit stark steigenden Infektionszahlen steckt.

Von Montag an sollen nach Plänen des Kultusministeriums alle Jahrgangsstufen aller Schularten wieder in Präsenz unterrichtet werden können – allerdings meistens im Wechsel, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren. Wer mehr als drei Tage in Folge an der Schule ist, muss sich zweimal pro Woche testen lassen.

Doch längst nicht alle Kinder und Jugendlichen im Südwesten können sich auf eine Rückkehr an ihre Schulen freuen: In 11 von 44 Stadt- und Landkreisen werden die Schulen größtenteils geschlossen bleiben, weil sie entweder schon drei Tage über der Inzidenz von 200 lagen oder kurz davor stehen. Darunter sind auch Stuttgart und Ulm. Etwa sechs weitere Kreise liegen nur knapp unter dem Schwellenwert.

In Corona-Hotspots mit über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in der Woche soll es grundsätzlich nur Fernunterricht geben, auch Kitas sollen dann geschlossen werden. Ausnahmen gibt es für die Notbetreuung, Abschlussklassen sowie die sonderpädagogischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen (SBBZ).

Die Lehrerverbände halten den Grenzwert 200 für die Öffnung der Schulen für viel zu hoch gegriffen. Sie hatten vorgeschlagen, ab einer Inzidenz von 100 nur Fernunterricht anzubieten. Hintergrund der Bedenken ist die britische Corona-Mutante, mit der sich auch Kinder und Jugendliche leicht anstecken können. Im Südwesten gibt es rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 130 000 Lehrkräfte.

 

Mehr zum Thema

Baden-Württemberg: Immer mehr Hoffnung auf Öffnungen zu Pfingsten

In den baden-württembergischen Städten und Landkreisen wächst die Hoffnung, rechtzeitig zu den Pfingstferien die wichtige Schwelle bei der Corona-Belastung erreicht zu haben und Öffnungen in Angriff nehmen zu können.

Lucha und Impfzentren einig über Verteilung der Impfdosen

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und die Chefs der Zentralen Impfzentren haben sich über die Verteilung des vom Bund gelieferten Corona-Impfstoffs geeinigt.

Laut Studie: Keine erhöhte Corona-Infektionsgefahr im Karlsruher ÖPNV

Die regelmäßige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Vergleich zum Individualverkehr ist nicht mit einem höheren Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion verbunden, das geht aus einer aktuellen Studie des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hervor.

Run auf Astrazeneca bei Impfaktion in Freiburg

Ein «Astrazeneca-Impftag» für alle Erwachsenen ohne Termin hat am Sonntag Tausende Menschen zur Freiburger Messe gelockt.

Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg wieder gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.