Corona in Baden-Württemberg
Für mehr Impftempo: Betriebsärzte sollen Impfzentren nutzen

Corona in Baden-Württemberg Für mehr Impftempo: Betriebsärzte sollen Impfzentren nutzen

Quelle: dpa/Friso Gentsch

Damit die stockende Impfkampagne wieder Fahrt aufnimmt, sollen Betriebsärzte und Impfzentren enger zusammenarbeiten.

So können Betriebsärzte Arbeitnehmer statt in der Firma auch im Impfzentrum impfen. Das geht aus einer Kabinettsvorlage des Sozialministeriums hervor, die am Donnerstag beschlossen wurde. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen hätten oft nicht die Möglichkeit, Impfstoffe in den Betrieben schnell zu verimpfen.

Demnach können Betriebsärztinnen und -ärzte schon seit Ende Juni in den Räumen der Impfzentren mitgebrachte Spritzen setzen. Neu ist nun, dass sie auf die gesamte Infrastruktur inklusive des medizinischen Personals zurückgreifen dürfen. Das Ministerium erhofft sich dadurch, die Impfmotivation zu erhöhen und verfallene Termine in den Impfzentren nachbesetzen zu können.

Seit Anfang Juni impfen Betriebsärzte und -ärztinnen im Südwesten gegen das Coronavirus. In Baden-Württemberg gelten nach Angaben des Sozialministeriums 43,3 Prozent der Bevölkerung als vollständig geimpft (Stand Mittwoch). Mehr als 55 Prozent haben eine Impfung erhalten. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über eine stockende Impfbereitschaft und ungenutzte Impftermine gegeben.

 

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