LIONS | Spieltag 23
Starker Auftritt: PSK LIONS machen es dem Tabellenführer schwer

LIONS | Spieltag 23 Starker Auftritt: PSK LIONS machen es dem Tabellenführer schwer

Quelle: TMC-Fotografie.de

Mit dem Schwung und der Spielfreude aus dem Match gegen das TEAM EHINGEN URSPRING sollte es für die PS Karlsruhe LIONS auch in die nächste Begegnung gehen. Dieses Mal wartete aber ein Gegner vom anderen Tabellenende: Spitzenreiter NINERS Chemnitz.

Ausgangslage vor dem Spiel

Es war ein Pflichtsieg, den die PS Karlsruhe LIONS am Samstag, den 25. Januar 2020, gegen das TEAM EHINGEN URSPRING in der Karlsruher Europahalle einheimsen konnten. Und dennoch war der 94:81-Erfolg gegen den Tabellenletzten ein wichtiger im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 14 Punkten standen die Löwen trotzdem noch immer auf dem letzten Nichtsabstiegsplatz (Rang 14).

Und jetzt kam auch noch der härteste Brocken: Am Samstag, den 1. Februar 2020, gastierte um 19:30 Uhr der Tabellenführer, die NINERS Chemnitz, in der Fächerstadt. Seit Wochen dominierten sie die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, hatten erst in einem einzigen Spiel eine Niederlage einstecken müssen. Bei den Chemnitzern spielt mittlerweile auch der frühere LIONS-Captain Dominique Johnson.

KC Ross-Miller wieder in den USA

Die Erwartungen vor dem Spiel waren dementsprechend klar: Die NINERS galten als absoluter Favorit, ein Sieg für die Karlsruher Löwen wäre eine Sensation. Und dennoch: Im Hinspiel hatten die PSK LIONS lange die Stirn geboten und knapp mit 69:74 verloren.

Ein Lichtblick war zuletzt auch Point Guard KC Ross-Miller, der vor dem Spiel gegen Ehingen zurückgekehrt war. Doch genau auf den mussten die Löwen im Spiel gegen die NINERS erneut verzichten. Überraschend flog Ross-Miller in der vergangenen Woche wieder in die USA zu seinem schwer erkrankten Vater.

 

Spielbericht – PSK LIONS gegen NINERS Chemnitz

Ungewöhnliche Ruhe vor dem Spiel: Der Abend begann mit einer Schweigeminute für die am vergangenen Sonntag tödlich verunglückte Basketball-Legende Kobe Bryant.

Dann wurde es aber direkt laut in der Europahalle. Unter tosendem Applaus der Zuschauer starteten die LIONS mit unfassbarer Energie in das Spiel. Angetrieben von Point Guard Quinton Marcus Stroman gingen sie mit 8:0 in Führung. Immer wieder klauten sich die Karlsruher Gastgeber den Ball aus den Händen der Gegner und verwandelten ihre Chancen.

 

Filmore Beck (PSK Lions 30) wirft im Sprung zum Korb

Filmore Beck (PSK Lions 30) wirft im Sprung zum Korb. | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Die NINERS erholten sich von dem imposanten Start des Löwenrudels, spielten sich immer wieder frei und punkteten ihrerseits. Die LIONS aber auch: 40 Sekunden vor Ende des ersten Viertels dunkte Brandon Conley den Ball in den Korb – die Halle tobte. 21:12 stand es nach den ersten zehn Minuten.

Im zweiten Viertel ließ Chemnitz den Vorsprung des Löwenrudels kontinuierlich kleiner werden (25:24). Die LIONS hatten den Willen, in diesem Spiel etwas zu erreichen, wurden aber zunehmend nervös. In einer hitzigen Partie kamen die Chemnitzer immer mehr in Fahrt und übernahmen in Minute 17 erstmals die Führung. Mit 38:40 ging es in die Halbzeit.

 

LIONS machen dem Favoriten Probleme

Nach der Pause starteten die Teams hoch motiviert ins dritte Viertel. Sehr zur Freude der Fans zeigten die LIONS den Hunger, zu gewinnen, und machten den Chemnitzern damit immer wieder Probleme. Diese konnten trotzdem ihre Führung halten: Mit 56:59 ging es in die letzten zehn Minuten.

 

Daniel Norl (PSK Lions 13) punktet mit einem Dreier.

Daniel Norl (PSK Lions 13) punktet mit einem Dreier. | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Jetzt war niemand mehr auf den Sitzen zu halten. Die NINERS demonstrierten ihre Klasse und punkteten häufiger als die Gastgeber. Die Karlsruher blieben dennoch am Ball, erspielten sich ihre Chancen und konnten dem Tabellenführer stets auf den Fersen bleiben. Dann verwandelten Orlando Parker und Filmore Beck zwei Dreierwürfe und die LIONS führten vier Minuten vor Spielende plötzlich wieder mit 69:67!

Dann allerdings ging nicht mehr viel auf Seiten der Löwen, die Gäste zeigten dagegen ihre ganze Cleverness. In der Defensive extrem stark, schafften die NINERS es, die LIONS am Punkten zu hindern. Und das war am Ende auch der ausschlaggebende Faktor, der die Sensation der Gastgeber verhinderte. Mit 69:75 mussten sich starke Löwen dem Tabellenführer geschlagen geben. Topscorer für die Karlsruher war an diesem Abend Orlando Parker mit 15 erzielten Punkten.

 

Galerie – Die Bilder zum Spiel gegen Chemnitz

PS Karlsruhe LIONS gegen die NINERS Chemnitz | 2020

 

Das sagen die Trainer zum Spiel

Er habe seine Mannschaft vor dem Spiel vor den LIONS gewarnt, denn er kenne „zwei Typen der PSK LIONS“, sagte NINERS-Coach Rodrigo Pastore bei der Pressekonferenz nach dem Match. Die Karlsruher hätten aggressiv angefangen, im zweiten Viertel hätte sich sein Team dann aber zurückgekämpft. „Unsere Defense hat uns das Spiel gerettet“, erklärte er sich den Sieg.

PSK-Coach Ivan Rudez war nur bedingt zufrieden mit der Leistung seines Teams. Die Löwen hätten zwar Stärke gezeigt, „aber wir haben verloren, weil man gegen ein solches Team 40 Minuten hoch konzentriert sein muss. 36 Minuten reichen nicht“, so Rudez. „Kindische Fehler“ hätten seiner Mannschaft den Sieg gekostet.

Der PSK-Trainer gratulierte dem Tabellenführer zum Sieg und wünschte den Chemnitzern, dass sie den Aufstieg schaffen. Dominique Johnson hätte die NINERS noch stärker gemacht. „Ich nehme dir immer noch übel, dass du ihn mir genommen hast“, sagte er abschließend lachend zu Pastore.

 

Ivan Rudez (PSK Lions Trainer) feuert die Mannschaft auf dem Spielfeld an und jubelt

Ivan Rudez (PSK Lions Trainer) feuert die Mannschaft auf dem Spielfeld an und jubelt. | Quelle: TMC-Fotografie.de

 

Ausblick – die nächsten Spiele der LIONS

Eine Regenerationspause gibt es für die PS Karlsruhe LIONS kaum. Bereits am Mittwoch, den 05. Februar 2020, geht es um 20:30 Uhr zum Auswärtsspiel bei den wiha Panthers Schwenningen. Die Schwenninger sind direkter Konkurrent des Löwenrudels, ein Sieg wäre machbar und wichtig. Das Hinspiel hatten die Karlsruhe mit 79:82 verloren.

Nur drei Tage später steht schon das nächste Heimspiel an. Und wieder haben es die Löwen mit einem starken Gegner zu tun. Die Spieler und Fans erwarten in der Europahalle den aktuellen Tabellendritten Science City Jena. Auch hier mussten sich die Löwen im Hinspiel geschlagen geben – mit 74:76.

Alle Spieltage der  BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sind bereits fix terminiert und können auf der PSK-Übersichtsseite von meinKA eingesehen werden.

 

Gewinnspiel – mit meinKA zum nächsten Heimspiel

Sie wollen bei der nächsten Partie in der Europahalle dabei sein? Im PSK-Gewinnspiel verlost meinKA 2 x 2 Tickets für das Heimspiel am Samstag, den 08. Februar 2020, um 19:30 Uhr gegen Science City Jena.

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