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So leicht gelingt das Batiken mit Naturfarben
Altkleider im Farbrausch – mit Batik zum neuen Lieblingsstück

So leicht gelingt das Batiken mit Naturfarben Altkleider im Farbrausch – mit Batik zum neuen Lieblingsstück

Quelle: Pixabay

Abgetragen, ausgewaschen, langweilig – kein Grund, alte Kleidungsstücke, Bettwäsche oder Tischdecken zu entsorgen. Denn mit der traditionellen Technik des Batiken lassen sich Stoffe mit Naturfarben kinderleicht aufpeppen und farbenfrohe Unikate schaffen.

Was ist Batik und woher kommt die Technik?

Die Textilfärbemethode des Batiken stammt ursprünglich aus dem indonesischen Raum, wo es lange Zeit der Oberschicht vorbehalten war. Dabei werden mit flüssigem Wachs kunstvolle Muster auf die Textilien gezeichnet, welche beim anschließenden Färben mit Naturfarbstoffen ihre ursprüngliche Farbe behalten. Bei vereinfachten Verfahren wird auf Wachs verzichtet, und stattdessen durch gezieltes Abbinden und Verknoten die Färbung einzelner Gewebeteile verhindert.

 

Welche Stoffe sind geeignet?

Damit die Technik des Batikens mit Naturfarbstoffen funktioniert, muss auf die Wahl der Textilien geachtet werden. Denn künstliche Gewebe wie Polyester können die Farben nicht aufnehmen und bleiben weiß. Bei Mischgeweben sollte der Naturgewebeanteil mindestens 50 Prozent betragen. Generell sind Mischstoffe jedoch schlechter anzufärben und zeigen weniger intensive Ergebnisse. Wer selbst Batiken möchte, sollte daher zu Naturstoffen wie Baumwolle, Seide, Viskose, Hanf oder Leinen greifen. Je heller der Stoff, desto eher entsprechen die Farben am Schluss dem gewünschten Ergebnis.

 

Welche Naturfarben gibt es fürs Batiken?

Es gibt zahlreiche Pflanzenstoffe, die sich zum Einfärben von Textilien eignen, sodass nicht auf chemische Färbevarianten zurückgegriffen werden muss. Mit sogenannten, teils heimischen, Färberpflanzen können die meisten Farbtöne erzielt werden. So eignet sich Mohn für Rottöne, Walnussschalen für Brauntöne, Brennnessel für Grau, Schöllkraut und Kurkuma für Ergebnisse in Gelb und Orange, Avocadoschalen für Altrosa und Rote Beete für ein leuchtendes Pink.

 

Was wird zum Batiken benötigt?

Neben dem gewünschten Naturfarbstoff und dem möglichst weißen Textilstück sind nur wenige weitere Utensilien nötigt, um mit dem Batiken zu beginnen. Als Gefäß eignet sich großer Topf oder eine Schüssel. Ein Metall- oder Holzlöffel wird zum Umrühren benötigt und eine Grillzange, um den Stoff in die Färbelösung zu geben. Des Weiteren sind Haushaltsgummis und Gummihandschuhe zum Schutz vor verfärbten Fingern nützlich.

 

Wie funktioniert Batiken?

Damit eine schöne Musterung des Stoffes entsteht, muss er nach Wunsch verdreht und verknotet werden. Mit den Haushaltsgummies wird das Textil danach fixiert. In etwa zweieinhalb Liter heißem Wasser wird der gewünschte Farbstoff eingerührt. Die benötigte Menge ist vom gewünschten Ergebnis und der Menge des Stoffes abhängig. So werden für die Kurkumafärbung eines Baumwoll-T-Shirts etwa zwei bis fünf Esslöffel benötigt. Anschließend wird der Stoff mit der Grillzange in den Sud gegeben und über mehrere Stunden dort belassen. Je länger der Farbstoff einwirken kann, desto intensiver fällt das Ergebnis aus und je öfter der Stoff bewegt wird, desto gleichmäßiger ist die Färbung.

 

Wie muss der Stoff nachbehandelt werden?

Ist die gewünschte Farbe erreicht, wird der Stoff entfaltet und so lange unter kaltem Wasser ausgewaschen, bis das Wasser klar bleibt. Nach dem Lufttrocknen kann durch ein Spülen mit Essigwasser und ein anschließendes Bügeln die Farbe länger haltbar gemacht werden. Dabei ist zu beachten, dass Essig in manchen Fällen zu einem Farbwechsel führen kann. Die Wäsche der so bearbeiteten Stoffe sollte zukünftig am besten per Hand erfolgen.

 

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