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So werden die geheimen Stromfresser entlarvt
Den Stromverbrauch berechnen & Geld sparen

So werden die geheimen Stromfresser entlarvt Den Stromverbrauch berechnen & Geld sparen

Quelle: Pixabay

Die Stromkosten sind ein wichtiger Posten in den monatlichen Fixausgaben eines Haushalts. Nur wer seinen Stromverbrauch kennt, kann ihn auch regulieren und dabei richtig sparen. Zum Glück ist die Berechnung kein Hexenwerk, sondern einfach umzusetzen. meinKA zeigt, wie es funktioniert!

So wird der tatsächliche Stromverbrauch berechnet

 

Um den Stromverbrauch berechnen zu können, werden sowohl Angaben zu Wattleistung des Gerätes als auch dessen Laufzeit benötigt. Die Watt-Zahl, welche das Gerät benötigt ist in der Regel in der Betriebsanleitung zu finden. Dieser Wert und die Laufdauer des Gerätes werden miteinander multipliziert, um den Stromverbrauch zu berechnen. Je nach Gerät und Energieklasse schwanken die Wattzahlen teils erheblich. So kann beispielsweise ein Staubsauger zwischen 1.600 und 3.000 Watt in der Stunde benötigen. Im folgenden Rechenbeispiel verbraucht ein durchschnittlicher Staubsauger 2.000 Watt. Alle zwei Tage wird er für eine halbe Stunde genutzt, um das Haus auf Vordermann zu bringen. Er ist also wöchentlich für 1,5 Stunden im Einsatz und über die 52 Wochen des Jahres wird etwa 78 Stunden gestaubsaugt. Mit folgender Berechnung wird der jährliche Stromverbrauch dieses Gerätes deutlich:

78 Stunden x 2000 Watt = 156.000 Wattstunden oder 156 kWh

Wird hingegen ein echter Stromfresser genutzt, welcher 3000 Watt benötigt, ergibt sich zum Vergleich folgende Rechnung:

78 Stunden x 3000 Watt = 234.000 Wattstunden oder 234 kWh

Ein alter Staubsauger oder ein Staubsauger mit für den eigenen Bedarf überdimensionierten Leistungen kann damit über seine gesamt Betriebsdauer gesehen unnötig ins Geld gehen.

 

Vom Stromverbrauch zu den tatsächlichen Kosten

Die Berechnung der Kosten für den Betrieb eines Gerätes ist mindestens ebenso einfach wie die vorherige Formel. Hat man die Wattstundenzahl einmal berechnet, muss man diese lediglich mit den Kosten für eine Kilowattstunde, welche der Energieversorger dem Endkunden berechnet, multiplizieren. Im Idealfall ist der genaue Preis bekannt.

Sonst können auch die Durchschnittskosten von 29 Cent für eine Kilowattstunde für die Berechnung herangezogen werden. Der Strom für ein Gerät, welches 2.000 Watt pro Stunde, also 2 kWh, verbraucht, kostet entsprechend 59 Cent bei einem einstündigen Betrieb. Die Berechnung für den Staubsauger aus dem obigen Beispiel, welcher 78 Stunden im Jahr arbeitet, ergibt demnach 45,24 Euro. Der stromfressende Staubsauger mit einem Verbrauch von 3.000 Watt kostet bei gleicher Betriebsdauer 67,86 Euro, also über 20 Euro mehr pro Jahr. Bei einem Gerät welches häufiger oder gar dauerhaft in Betrieb ist, wie beispielsweise die Waschmaschine oder ein Kühlschrank, kommen so im Jahr oder der Lebenszeit des Gerätes schnell hohe Zusatzkosten zusammen, welche vermieden werden können. Die Anschaffung eines energieeffizienteren Gerätes kann sich daher schnell lohnen.

 

Im Zweifelsfall nachmessen

Nicht immer sind die angegebenen Wattzahlen jedoch eindeutig. Viele Geräte verfügen über verschiedene Einstellungen, welche mehr oder weniger Strom verbrauchen. So kann eine Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine mit verschiedenen Programmen betrieben werden, welche unterschiedlich energieintensiv sind. Wer es ganz genau wissen möchte, greift daher am besten zu einem Strommessgerät, welches genaue Aussagen über den tatsächlichen Verbrauch treffen kann.

 

Nicht allein auf die Herstellerangaben verlassen

Grundsätzlich gilt, sich schon bei der Anschaffung eines Gerätes darüber Gedanken zu machen, wie hoch der Stromverbrauch sein wird. Sich dabei gänzlich auf die Labels zur Energieeffizienz zu verlassen ist nicht immer hilfreich. Die Hersteller ziehen für die Bewertung ausschließlich das sparsamste aber nicht immer alltagstauglichste Programm heran. Zudem werden Daten aus dem letzten Jahrtausend als Referenz herangezogen, während die Entwicklung seit der Jahrtausendwende rasant vorangeschritten ist. In der Folge tragen viele Geräte das Label A+++, während dennoch gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten herrschen. Es gilt also schon beim Kauf die Augen offen zu halten und einen genaueren Blick auf die technischen Daten zu werfen.

 

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