Baustellen-Update
Neues von der Kombilösung: Schienennetz wächst in der Kriegsstraße

Baustellen-Update Neues von der Kombilösung: Schienennetz wächst in der Kriegsstraße

Quelle: Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG)

Die Arbeiten der Kombilösung in Karlsruhe schreiten weiter voran. So wächst unter anderem aktuell das Schienennetz in der Kriegsstraße. Auch der unterirdisch verlaufende Autotunnel steht im Fokus der Arbeiten. Weitere Informationen folgen im Überblick.

Am Karlstor steht das nächste Ziel an

Die neue Gleistrasse entlang der Kriegsstraße wächst über die Kreuzung Ettlinger Tor von Osten in Richtung Westen und bald, parallel dazu, vom Karlstor in Richtung Osten, wo noch bei laufendem Autoverkehr das Gleisdreieck abschnittsweise in der Kreuzung der Karl- mit der Kriegsstraße hergestellt wird.

Am Karlstor steht das nächste Ziel des Bauplans an: Mit dem Ferienende werden die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) ihre Bahnen wieder entlang der Karlstraße rollen lassen können.

 

Kriegsstraße nähert sich finalem Aussehen

Seit Montag, 23. August 2021, sind bereits alle Fahrbahnen für den Autoverkehr an den äußeren Rändern der Kriegsstraße unter Verkehr, damit sich nun die provisorische Autotrasse in der Kriegsstraßen-Mitte zur Gleisbautrasse verwandeln kann, erklärt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG).

Wie die Kriegsstraße auf ganzer Länge zwischen Ludwig-Erhard-Allee und Karlstor künftig aussehen wird, lässt sich in den bereits ganz oder fast komplett gebauten Bereichen erkennen. Die Gleise, zwischen denen Gras wächst und die – wo das vom Platzangebot her möglich ist – von Baumreihen gesäumt werden, durchlaufen drei neue oberirdische Haltestellen, von denen jene westlich vom Mendelssohnplatz schon hergestellt ist.

Daneben sind die oberirdischen Fahrspuren der Kriegsstraße gegenüber dem alten Zustand deutlich reduziert. Zudem ist in jeder Fahrtrichtung Platz für eine durchgängige Radspur, erklärt die KASIG weiter.

Wiederum sind Parkplätze zu sehen, zwischen denen sich immer wieder Aussparungen für und teilweise auch bereits gepflanzte neue Bäume finden. Die Gehwege sind durchweg breiter als zuvor – und auf Höhe des Staatstheaters zwischen Ettlinger Tor und Kreuzstraße in östlicher (Geh-)Richtung neu.

 

Nach den Sommerferien in vollem Betrieb

Am Ettlinger Tor fahren die Autofahrer inzwischen wie nach Fertigstellung der Kombilösung ganz außen, die Verkehrsinseln, die Fußgängerüberwege und die Masten für Licht und Ampeln sind eingerichtet. Über die Kreuzung erstreckt sich der Gleisbau, nach dessen Abschluss die Gleiszwischenräume noch asphaltiert werden müssen, bevor die Kreuzung eine Woche nach Ende der Sommerferien in den vollen Betrieb gehen kann und die Sperrung in Süd-Nord- und Nord-Süd-Richtung aufgehoben wird,

Die alte Westrampe für die Unterführung der Kriegsstraße unter der Karlstraße hindurch westlich des Karlstors sieht bald wieder fast wie neu aus. Die Wände mussten nach mehr als 50 Jahren Standzeit von Grund auf saniert werden und haben auch einen neuen Aufsatz, der noch mit einem Geländer versehen wird, zur Absturzsicherung für den „oben“ fahrenden Verkehr erhalten, geht aus der Pressemeldung hervor.

 

| Quelle: Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG)

 

Technische Innenausrüstung im Autotunnel

Im Autotunnel dauert der Einbau die technische Innenausrüstung an: Neben der Vielzahl an Installationen für die „normale“ Ausrüstung eines Autotunnels wie Tunnelbeleuchtung, Notausgang- beziehungsweise Fluchtwegbeschilderung oder den leuchtenden Rahmen um die Fluchttüren herum wird mit einigem Aufwand auf mögliche Unfälle reagiert:

Über an der Decke montierte Lautsprecher lassen sich Durchsagen steuern, die eben-falls an die Decke geschraubten Strahllüfter können im Notfall auch Rauch aus der Röhre „blasen“. Auf der Agenda der Handwerker stehen auch Lichtsignalanlagen und Schranken, die im Falle eines Falles die Einfahrt in den Tunnel unterbinden.

Der Stadtbahn- und Straßenbahntunnel wird täglich und inzwischen routinemäßig von Bahnen durchfahren, in denen das Fahrpersonal der Straßen- und der Stadtbahnen sich mit den für sie wichtigen Neuerungen im Tunnel und in den Haltestellen vertraut macht. Die Handwerker, die noch Restarbeiten in ihren Auftragsbüchern haben, werden immer weniger – ein Teil davon verkleidet die Treppenabgänge auf dem Marktplatz.

 

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